Nach fast 450 spannenden Seiten und vier Leseabenden im Holland Mitte des 17. Jahrhunderts bin ich wieder zurück in der Gegenwart ...
Rund dreissig Jahre nach dem Tulpenfieber, einer Zeit von riskanten Spekulationen, in welcher viele Holländer ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, wird eines Abends in Amsterdam der Bankier de Koning erstochen. Er ist bereits das zweite Mordopfer innert Wochenfrist, der ein seltenes Blütenblatt in der Hand hält. Dieses ist von einer einer unbekannten Tulpenart mit tiefschwarzen Blüten und blutroten Flecken in Form von Tropfen.
Ermittlungen, die ihn zu Tulpenfanatikern und Tulpenhassern führen, bringen Inspektor Jeremias Katoen auf die Spur der Tulpe. Das extrem rare und teuflische Gewächs wurde einst im Osmanischen Reich gestohlen. Wer der so genannten Bluttulpe zu nahe kommt, verliert den Verstand und hat nur noch ein Ziel: seinem Leben ein Ende bereiten und seine Seele dem Teufel ausliefern.
Nun ist diese Tulpe des Bösen, der sich niemand ungestraft nähert, in falsche Hände geraten. Welche Rolle spielen die „Verehrer der Tulpe“, einer Gesellschaft wichtiger Bürger von Amsterdam? Katoen kommt dem Geheimnis um die Tulpenmorde immer näher. Er entdeckt Verbindungen und Verstrickungen von ehrenwerten Bürgern, die gewisse Leute lieber im Dunkeln gelassen hätten und bald ist auch sein Leben in grösster Gefahr.
Sehr fesselnde Lektüre mit überraschendem Ausgang und einem Nachwort, das einem mit einer gewissen Erleichterung zurücklässt, weil die Bluttulpe nur der Fantasie des Autors entsprungen ist (falls jemand daran gezweifelt haben sollte).
Weitere unterhaltsame Titel, die während der Tulpenmanie handeln sind beispielsweise
- "Tulpenfieber“ von Deborah Moggach
- „Tulpenwahn“ von Mike Dash
- „Der Tulpenkönig“ von Christie Dickason
- „Die schwarze Tulpe" von Alexandre Dumas
Kein Roman, aber ebenso spannend zu lesen und reich illustriert ist „Die Tulpe – Eine Kulturgeschichte“ von Anna Pavord.
Jörg Kastner:
Die Tulpe des Bösen
Knaur Verlag, 2008
29. März 2009
24. März 2009
Büchersuche
Als Bookaholic hat man ja nie genügend Bücher (oder meint es jedenfalls). Vor dem Internet-Zeitalter waren vor allem die Register in gelesenen Büchern nützlich oder eben spezielle Gartenbuchführer.
Meine ersten Gartenromane habe ich aus dem Werbebüchlein „Gartenbücher“ von Koch, Neff und Oetinger aus dem Jahr 1988. Diese Zusammenstellung war eine schier endlose Fülle dank der ich Beverley Nichols, Jürgen Dahl, Rudolf Borchardt, Marietta Peitz und viele andere Gartenschriftsteller und Gartenschriftstellerinnen entdeckt habe.
Auf über 200 Seiten stellt „The Gardener’s Reading Guide“ von Jan Dean Gartenbücher geordnet nach Themen wie „How I Did it“, Essays, Anthologies, Plant Hunters, Manuals und viele mehr vor. Unzählige Bücher werden mit Autor, Titel und einer Minibeschreibung aufgeführt und wecken das Verlangen … (nach „Haben“ und Zeit zum Lesen). Der Führer ist zwar schon ziemlich alt, aber viele Bücher sind inzwischen in Nachauflagen oder antiquarisch immer noch erhältlich.
Eine Zusammenstellung mit Beiträgen aus ausschliesslich unterhaltsamer Gartenliteratur bietet „A Sense of Humus“. Die Kapitel tragen Titel „The Stress of it All“ oder „The Answer lies in the Toil“.
In der Studie „Garten und Englishness in der englischen Literatur“ von Marie-Luise Egbert wird die englische Gartenbegeisterung aus einer kombinierten literatur- und kulturwissenschaftlichen Perspektive untersucht. Keine einfache Kost, aber ausgestattet mit einer überaus detaillierten Bibliographie.
Meine derzeitige Lektüre habe ich übrigens durch Eingabe von Stichworten im Internet gefunden und wenn mich mein Riecher nicht völlig im Stich lässt, einen Volltreffer gelandet. Im Moment nur soviel – der Roman handelt von einer Frühlingsblume und passt zur aktuellen Wirtschaftslage. Mehr darüber demnächst an dieser Stelle.
Anthony Diana:
A Sense of Humus – A Bedside Book of Garden Humour
Shoal Bay Press, 1997
Jan Dean:
The Gardener’s Reading Guide
Facts on File, 1993
Marie-Luise Egbert:
Garten und Englishness in der englischen Literatur
Universitätsverlag Winter, 2006
Auf über 200 Seiten stellt „The Gardener’s Reading Guide“ von Jan Dean Gartenbücher geordnet nach Themen wie „How I Did it“, Essays, Anthologies, Plant Hunters, Manuals und viele mehr vor. Unzählige Bücher werden mit Autor, Titel und einer Minibeschreibung aufgeführt und wecken das Verlangen … (nach „Haben“ und Zeit zum Lesen). Der Führer ist zwar schon ziemlich alt, aber viele Bücher sind inzwischen in Nachauflagen oder antiquarisch immer noch erhältlich.
Eine Zusammenstellung mit Beiträgen aus ausschliesslich unterhaltsamer Gartenliteratur bietet „A Sense of Humus“. Die Kapitel tragen Titel „The Stress of it All“ oder „The Answer lies in the Toil“.
In der Studie „Garten und Englishness in der englischen Literatur“ von Marie-Luise Egbert wird die englische Gartenbegeisterung aus einer kombinierten literatur- und kulturwissenschaftlichen Perspektive untersucht. Keine einfache Kost, aber ausgestattet mit einer überaus detaillierten Bibliographie.
Meine derzeitige Lektüre habe ich übrigens durch Eingabe von Stichworten im Internet gefunden und wenn mich mein Riecher nicht völlig im Stich lässt, einen Volltreffer gelandet. Im Moment nur soviel – der Roman handelt von einer Frühlingsblume und passt zur aktuellen Wirtschaftslage. Mehr darüber demnächst an dieser Stelle.
Anthony Diana:
A Sense of Humus – A Bedside Book of Garden Humour
Shoal Bay Press, 1997
Jan Dean:
The Gardener’s Reading Guide
Facts on File, 1993
Marie-Luise Egbert:
Garten und Englishness in der englischen Literatur
Universitätsverlag Winter, 2006
18. März 2009
GartenEmotionen
Wenn man sehr viele Bücher liest, kommt es (leider) auch immer wieder vor, dass einem das eine oder andere Buch nicht gefällt. Umso erfreulicher, wenn man dann einen Titel in den Händen hält, der genau das hält, was man sich von ihm versprochen hat. Die Geschichten des Gartenfanatikers Stephan Kirchner sind unterhaltend, wissenswert ohne belehrend zu wirken und vor allem ein Lesevergnügen.
Vielleicht sind seine Betrachtungen gerade darum so vergnüglich, weil er gemäss eigenen Angaben nicht einmal richtig gerne auf der Scholle arbeitet (entweder ist diese zu hart oder zu matschig oder dann ist das Wetter zu windig oder zu heiss). Jedenfalls gibt’s da eine Erzählung über einen Rasenmäher, der sich selbständig macht und das noch original eingeschweisste Handbuch dazu oder eine Betrachtung über Mode und Geschmacksfestigkeit von Gärtnern und Gärtnerinnen.
Das Buch wird durch farbige Collagen aufgelockert. Aber unter uns: ich hätte es bevorzugt, auf die Bilder zu verzichten und zwei, drei mehr Geschichten zu lesen. Nicht zuletzt, um zu erfahren, ob es funktioniert hat mit der blauen Rasiercreme und den blauen Rosen. Kurz zusammengefasst ist das Buch eine Lektüre genau nach meinem Geschmack (egal ob die Geschmacksfestigkeit nun beeinflusst wurde oder nicht)!
Stephan Kirchner:
GartenEmotionen
Deutsche Verlags-Anstalt, 2009
Vielleicht sind seine Betrachtungen gerade darum so vergnüglich, weil er gemäss eigenen Angaben nicht einmal richtig gerne auf der Scholle arbeitet (entweder ist diese zu hart oder zu matschig oder dann ist das Wetter zu windig oder zu heiss). Jedenfalls gibt’s da eine Erzählung über einen Rasenmäher, der sich selbständig macht und das noch original eingeschweisste Handbuch dazu oder eine Betrachtung über Mode und Geschmacksfestigkeit von Gärtnern und Gärtnerinnen.
Das Buch wird durch farbige Collagen aufgelockert. Aber unter uns: ich hätte es bevorzugt, auf die Bilder zu verzichten und zwei, drei mehr Geschichten zu lesen. Nicht zuletzt, um zu erfahren, ob es funktioniert hat mit der blauen Rasiercreme und den blauen Rosen. Kurz zusammengefasst ist das Buch eine Lektüre genau nach meinem Geschmack (egal ob die Geschmacksfestigkeit nun beeinflusst wurde oder nicht)!
Stephan Kirchner:
GartenEmotionen
Deutsche Verlags-Anstalt, 2009
14. März 2009
Ben und Kayla und die Suche nach den sieben Medaillons
Die zwölfjährigen Zwillingen Kayla und Ben finden in der Bibliothek ihrer Grossmutter ein Buch über das Schloss, welches sich direkt hinter dem Garten befindet. Neugierig machen sich die beiden Richtung Schloss auf und treffen auf einen Grafen, seine Frau und deren Kinder. Die ganze Familie wurde vor vielen Jahren zu Unrecht verflucht und kann seitdem weder lachen noch sprechen.
Um den Fluch zu brechen, müssen sieben Medaillons aufgespürt werden. Kayla und Ben treffen auf ihrer abenteuerlichen Suche auf gute und böse Wesen sowie verschiedene Tier- und Pflanzenarten und am Schluss der Erzählung müssen sie für jedes gefundene Medaillon ein passendes Kraut finden. Sie durchqueren einen uralten Gummibaumwald, Höhlenlandschaften und begegnen Pflanzen und Steinen, die auf jede Bewegung reagieren.
Die Autorin, welche seit einiger Zeit in Australien lebt, hat reale Naturerlebnisse aus diesem Kontinent mit Fantasiewesen wie einem Drachen, Trollen und Gespenstern vermischt. Das Buch wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Es ist spannend geschrieben, teilweise sind Problemlösungen aber auch für ein Kinderbuch etwas gar einfach geraten und es hat leider etliche Schreibfehler in der Geschichte. Das ist schade, sollte einem aber nicht vom Lesen abhalten!
Dorit Wunderlich:
Ben und Kayla und die Suche nach den sieben Medaillons
Wagner Verlag, 2008
Um den Fluch zu brechen, müssen sieben Medaillons aufgespürt werden. Kayla und Ben treffen auf ihrer abenteuerlichen Suche auf gute und böse Wesen sowie verschiedene Tier- und Pflanzenarten und am Schluss der Erzählung müssen sie für jedes gefundene Medaillon ein passendes Kraut finden. Sie durchqueren einen uralten Gummibaumwald, Höhlenlandschaften und begegnen Pflanzen und Steinen, die auf jede Bewegung reagieren.
Die Autorin, welche seit einiger Zeit in Australien lebt, hat reale Naturerlebnisse aus diesem Kontinent mit Fantasiewesen wie einem Drachen, Trollen und Gespenstern vermischt. Das Buch wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Es ist spannend geschrieben, teilweise sind Problemlösungen aber auch für ein Kinderbuch etwas gar einfach geraten und es hat leider etliche Schreibfehler in der Geschichte. Das ist schade, sollte einem aber nicht vom Lesen abhalten!
Dorit Wunderlich:
Ben und Kayla und die Suche nach den sieben Medaillons
Wagner Verlag, 2008
8. März 2009
Mord, Kamelien und Bücher
Mit dem Krimi „Blumen für die Toten“ ist Maria Masella ein richtiger „Seitenumdreher“ für Liebhaber von Büchern mit einer Prise „Italianità“ gelungen. Auf Italienisch sind bereits sechs Bücher um den Commissario Mariani erschienen und werden sogar demnächst verfilmt.
Commissario Antonio Mariani erhält anonym diverse Päckchen, in denen jeweils ein Buch, eine Kamelie und eine Fingerkuppe stecken. Diese Sendungen stehen in Zusammenhang mit einer Mordserie in Genua. Schon bald stellt Mariani fest, dass der Serienkiller es auf seine Familie, nämlich seine Frau, seine Tochter und seine Mutter, abgesehen hat.
Eine kleine Rolle spielt ein Botanikprofessor und ein Buch über die Sprache der Blumen hilft mit, das Rätsel um die Morde zu lösen. Der Anfang des Buches hat mir nicht gefallen, vor allem war mir der Kommissar wegen seiner ausserehelichen Eskapaden ziemlich unsympathisch. Die Geschichte hat mich dann aber immer mehr interessiert, so dass ich das Buch mit Spannung bis zum Ende gelesen habe. Einem Ende, das nicht schon in der Mitte absehbar ist. Ausserdem lernt man Mariani, der den Fall in Ich-Form erzählt, während der Lektüre näher und besser kennen und fühlt mit, wenn die Morde sein persönliches Umfeld immer direkter betreffen.
Maria Masella:
Blumen für die Toten
Wilhelm Goldman Verlag, 2009
Commissario Antonio Mariani erhält anonym diverse Päckchen, in denen jeweils ein Buch, eine Kamelie und eine Fingerkuppe stecken. Diese Sendungen stehen in Zusammenhang mit einer Mordserie in Genua. Schon bald stellt Mariani fest, dass der Serienkiller es auf seine Familie, nämlich seine Frau, seine Tochter und seine Mutter, abgesehen hat.
Eine kleine Rolle spielt ein Botanikprofessor und ein Buch über die Sprache der Blumen hilft mit, das Rätsel um die Morde zu lösen. Der Anfang des Buches hat mir nicht gefallen, vor allem war mir der Kommissar wegen seiner ausserehelichen Eskapaden ziemlich unsympathisch. Die Geschichte hat mich dann aber immer mehr interessiert, so dass ich das Buch mit Spannung bis zum Ende gelesen habe. Einem Ende, das nicht schon in der Mitte absehbar ist. Ausserdem lernt man Mariani, der den Fall in Ich-Form erzählt, während der Lektüre näher und besser kennen und fühlt mit, wenn die Morde sein persönliches Umfeld immer direkter betreffen.
Maria Masella:
Blumen für die Toten
Wilhelm Goldman Verlag, 2009
6. März 2009
Frech?
Ich verfolge regelmässig die Kolumne von Ute Woltron unter www.derstandard.at. Nun ist nach „Gartenfieber“ wieder einmal eine Sammlung von Geschichten in Buchform erschienen.
„Menschen sind auch nur Gärtner – Freche Gartengeschichten“ heisst dieser neue Titel. Sie berichtet von Rosenstecklingsjägern und Blattschneidern, plädiert für selber gezogene Tomaten und schwärmt für Stockmalven. Die Geschichten werden jeweils mit einem Tipp abgeschlossen, zum Beispiel mit jenem, wie geplagte Gärtnerhände gereinigt und verwöhnt werden können. Ein Löffel Kristallzucker mit etwas Öl vermischen und die Hände ein paar Minuten mit dieser Mischung reiben. Falls der Frühling dieses Jahr hoffentlich bald einmal endlich eintrifft, wird dieses Rezept sicher mal ausprobiert!
Witzige und vergnügliche Lektüre über Gartenlust und Gartenfrust. Wieso die Geschichten frech sein sollen, ist mir allerdings nicht ganz klar geworden.
Ute Woltron:
Menschen sind auch nur Gärtner – Freche Gartengeschichten
Christian Brandstätter Verlag, 2009
„Menschen sind auch nur Gärtner – Freche Gartengeschichten“ heisst dieser neue Titel. Sie berichtet von Rosenstecklingsjägern und Blattschneidern, plädiert für selber gezogene Tomaten und schwärmt für Stockmalven. Die Geschichten werden jeweils mit einem Tipp abgeschlossen, zum Beispiel mit jenem, wie geplagte Gärtnerhände gereinigt und verwöhnt werden können. Ein Löffel Kristallzucker mit etwas Öl vermischen und die Hände ein paar Minuten mit dieser Mischung reiben. Falls der Frühling dieses Jahr hoffentlich bald einmal endlich eintrifft, wird dieses Rezept sicher mal ausprobiert!
Witzige und vergnügliche Lektüre über Gartenlust und Gartenfrust. Wieso die Geschichten frech sein sollen, ist mir allerdings nicht ganz klar geworden.
Ute Woltron:
Menschen sind auch nur Gärtner – Freche Gartengeschichten
Christian Brandstätter Verlag, 2009
1. März 2009
Dirty Business Mysteries
Mit „The Big Dirt Nap“ hat Rosemary Harris innert Jahresfrist nun schon den zweiten Gartenkrimi veröffentlicht.
Nachdem Paula Holliday, die im ersten Buch („Pushing up Daisies") ihre Stöckelschuhe gegen Gartenclogs eingetauscht und in Springfield eine Gärtnerei eröffnet hat, während der Restauration der Halycon Gärten, einer lokalen Sehenswürdigkeit, auf eine mumifizierte Leiche stösst, versucht sie im zweiten Band, ihr Einkommen aufzubessern, indem sie für die örtliche Zeitung einen Artikel verfasst.
Im Hotel Titan steht eine Titan arum, eine Pflanze mit dem grössten unverzweigten Blütenstand der Welt, welcher sieben Jahre bis zum Blühen braucht, kurz davor ihre übel riechende Blüte zu öffnen. Über dieses Ereignis soll Paula einen Beitrag schreiben und verbindet diese Gelegenheit damit, ihre Freundin Lucy zu treffen. Darauf überstürzen sich im Hotel Titan die Ereignisse. Ein Mann, der Paula kurz vorher in der Bar in ein Gespräch verwickelt hat, wird ermordet aufgefunden, Lucy taucht nicht auf und bleibt unerreichbar und die Stinkblume will auch nicht blühen. Die Polizei interessiert sich nicht für Lucys Verschwinden und schon steckt Paula wieder mitten in Ermittlungen.
Rosemary Harris:
The Big Dirt Nap
Minotaur Books, 2009
Pushing Up Daisies
Thomas Dunne Books, 2008
Nachdem Paula Holliday, die im ersten Buch („Pushing up Daisies") ihre Stöckelschuhe gegen Gartenclogs eingetauscht und in Springfield eine Gärtnerei eröffnet hat, während der Restauration der Halycon Gärten, einer lokalen Sehenswürdigkeit, auf eine mumifizierte Leiche stösst, versucht sie im zweiten Band, ihr Einkommen aufzubessern, indem sie für die örtliche Zeitung einen Artikel verfasst.
Im Hotel Titan steht eine Titan arum, eine Pflanze mit dem grössten unverzweigten Blütenstand der Welt, welcher sieben Jahre bis zum Blühen braucht, kurz davor ihre übel riechende Blüte zu öffnen. Über dieses Ereignis soll Paula einen Beitrag schreiben und verbindet diese Gelegenheit damit, ihre Freundin Lucy zu treffen. Darauf überstürzen sich im Hotel Titan die Ereignisse. Ein Mann, der Paula kurz vorher in der Bar in ein Gespräch verwickelt hat, wird ermordet aufgefunden, Lucy taucht nicht auf und bleibt unerreichbar und die Stinkblume will auch nicht blühen. Die Polizei interessiert sich nicht für Lucys Verschwinden und schon steckt Paula wieder mitten in Ermittlungen.
Rosemary Harris:
The Big Dirt Nap
Minotaur Books, 2009
Pushing Up Daisies
Thomas Dunne Books, 2008