11. März 2010

Die Gärten von Landrake Hall

Um es gleich vorweg zu nehmen – dieses Buch gehört leider zu denen, in welchen der Garten ausser im Titel fast nirgendwo im Text vorkommt. Trotz dem mangelnden gärtnerischen Hintergrund, den frau aufgrund des Titels erwartet hat, lohnt sich die Lektüre dieses Romans, der in den dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts spielt, durchaus.

Rosina, die Mutter der jungen Modistin Cleo ist durch Heirat Herrin über den grosszügigen alten Landsitz Landrake geworden. Über den alten Gemäuern und der angeheirateten Familie liegen dunkle Schatten. Cleos Stiefvater wird erpresst und ihre Mutter Rosina überredet sie, diesbezüglich diskrete Nachforschungen anzustellen.

Der Roman umfasst knapp 500 Seiten, die sich mehrheitlich mit Ereignissen aus wenigen Tagen füllen. Gleichzeitig fügen sich die Rückblicke in Szenen in das für die Familie Landrake schicksalhafte Jahr 1919 zu einem Ganzen und die Leserin kommt gemeinsam mit Cleo auf die Spur der düsteren Familiengeheimnisse.

Ein tragisches Ereignis ereignete sich seinerzeit im Garten und dieser wird an selbiger Stelle ungefähr in der Mitte des Buches etwas ausführlicher beschrieben, so dass man sich andeutungsweise die exotische Pracht aus Palmen, Schlingpflanzen und Büschen vorstellen kann.



Elizabeth Edmondson:
Die Gärten von Landrake Hall
Wunderlich (Rowohlt Verlag), 2010

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