29. April 2012

Freya und das Geheimnis der Grossmutter

Die zwölfjährige Freya kommt nach dem Tod ihrer Eltern zunächst zu Nachbarn. Von ihren Eltern hat das Mädchen verschiedene Fähigkeiten geerbt. Sie kann sich sehr gut in andere Menschen einfühlen und sie kann mit ihrem Wissen über Kräuter Menschen und Tiere heilen und sogar mit Tieren kommunizieren. Da sie bei den sehr netten, aber schon etwas älteren Nachbarn nicht mehr länger bleiben kann, kommt sie zur ihrer Tante Tilly und deren Mann. Die beiden wohnen weit weg von Freyas bisherigem Zuhause und das Mädchen muss schweren Herzens ihre Heimat verlassen. Vor der Abreise holt sie sich noch ein paar Erinnerungsstücke aus dem Elternhaus. Sie packt verschiedene Bücher, einen durchsichtigen Stein und einige Kleidungsstücke ein.

Das Einleben bei ihren strengen und religiösen Verwandten fällt der naturverbundenen und bis anhin in grosser Freiheit aufgewachsenen Freya schwer. In der Schule langweilt sie sich. Ausserdem findet sie zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern kaum Kontakt. Einzig mit dem etwas älteren Caspar freundet sie sich an. Tante und Onkel passt diese Verbindung aber gar nicht, weil der Junge auf der anderen Seite des Baches wohnt, der das Dorf in einen armen und reichen Teil trennt. Tilly ist der Ansicht, die Armen seien faul und selber schuld, dass sie nicht genügend zum Leben hätten.

Als Freya dank ihrem Wissen über Heilkräuter die kranke Kuh von Caspars Familie heilt, sind längst nicht alle froh über ihre wirksamen selbst hergestellten Salben. Die Feindseligkeit, die ihr von Caspars abergläubischer Grossmutter und seinem Vater entgegenschlägt, ist auf Ereignisse in der Vergangenheit zurückzuführen und haben mit Freyas längst verstorbener Grossmutter zu tun. Als Freya ihre Halbschwester Amalia findet, kommt aber endlich wieder Freude in ihren Alltag.

Die (jugendlichen) Leser begleiten Freya auf der Spurensuche nach ihrer Grossmutter und bekommen gleichzeitig einen authentischen Einblick ins mitteleuropäische Landleben im 18. Jahrhundert.



Andrea Weibel:
Freya und das Geheimnis der Grossmutter
Verlag Jungbrunnen, 2011

Kommentare:

  1. Liebe Sofagärtnerin, das klingt spannend, für welches Alter ist das Buch denn gedacht? An unserer Grundschule werden zum Vorlesetag immer Bücher gesucht, könnte ich in 45 Minuten damit jemanden hinter der Chipstüte vorlocken?

    Herzliche Grüße und schöne Sofa-Gartentage!
    miss.magacuki

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  2. Hallo Miss Magacuki
    Das Buch wird vom Verlag für 12 bis 15 Jahre empfohlen, Freya ist ja auch in diesem Alter. Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich für einen Vorlesetag eignet. Aber das kommt halt immer auf die Interessen der Kinder an. Ich glaube, meine Nachwuchssofagärtnerin würde dieses Buch freiwillig sicher nicht lesen, da sie andere Themen bevorzugt ...
    LG

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