Diese umfangreiche von Helga Volkmann zusammengetragene Sammlung von Literaturtipps aus Gärten und über Gärtner über viele Jahrhunderte stand jahrelang auf meiner Wunschliste, hat es aber bis vor kurzem nie bis in den Warenkorb geschafft. Wahrscheinlich wegen dem Umschlagbild, das einen Wunschgarten aus dem Mittelalter zeigt und mich an ein Buch über Gärten im Mittelalter erinnert, durch welches ich mich vor langer Zeit einmal durchgequält habe. Als „Unterwegs Nach Eden“ kürzlich bei einem Reststeller angeboten wurde, habe ich es mir dann doch noch gegönnt. Nach der Lektüre bin ich positiv überrascht, habe viele bekannte Stellen aus liebgewonnenen Büchern wiedergefunden und etliche ältere Bücher entdeckt, die auf die Wunschliste gesetzt worden sind.
Falls auch Sie sich literarisch auf den Weg nach Eden machen wollen, begegnen Sie zwischen Kapiteln mit Titeln „Die Gärtner und das Gärtnern“, „Gärten der Erotik“ und „Der Gartenfrevel“ beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse, Hans Christian Andersen, Rainer Maria Rilke und vielen anderen mehr. Der Titel „Nachsommer“ von Adalbert Stifter ist jedenfalls auf dem Stapel mit den ungelesenen Büchern wieder einmal weiter nach oben gerutscht und wird vielleicht demnächst endlich einmal gelesen werden …
Helga Volkmann:
Unterwegs nach Eden – Von Gärtnern und Gärten in der Literatur
Vandenhoeck & Ruprecht, 2000
4. Oktober 2010
30. September 2010
Wie Nalda sagt
Ein junger Mann namens T. ist auf der Flucht - seinen Namen erfährt der Leser aus Sicherheitsgründen während der ganzen Lektüre nicht. Die Ausdrucksweise des Ich-Erzählers in kindlich-naivem Erzählungsstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, es lohnt sich aber durchaus, weiterzulesen.
Aufgewachsen ist T. bei seiner Tante Nalda, die ihm das Gärtnern beigebracht hat. Er durfte nie die Schule besuchen und seine Allgemeinbildung beruht auf den vielen Geschichten, die ihm Nalda erzählt hat, und er nimmt die wunderlichsten Erzählungen für bare Münze. Eine handelt davon, dass sich in seinem Körper ein kostbarer Edelstein aus einem Juwelenraub seines Vaters befindet, der dort versteckt werden musste.
Als nun der Erzähler vierzehn Jahre alt war, wurde Nalda immer schrulliger und T. war alleine für den Lebensunterhalt der beiden zuständig. Schliesslich bestand der Tagesablauf von Nalda nur noch aus Schlafen und Schreien und sie wurde abgeholt. T. hat seine Tante nie mehr gesehen. Geschichten erzählte sie da schon länger keine mehr. Und so stand der Ich-Erzähler mit sechszehn Jahren ganz allein da und auch die „Auflösung“ der Edelstein-Erzählung war gewissermassen noch offen.
T. glaubt deshalb auch als junger Erwachsener immer noch, dass sich in seinem Körper der besagte Edelstein „auf Durchreise“ befindet und er deshalb verfolgt wird. Dieses Geheimnis muss er um jeden Preis hüten. Damit er sich nicht versehentlich verplappert, spricht er sehr wenig und trägt einen Bauchschurz. Immer wieder interpretiert er Situationen falsch, fühlt sich bedroht, bricht unvermittelt sämtliche Zelte hinter sich ab und zieht mit seiner stets griffbereiten Tasche in eine andere Stadt, wo er eine neue Stelle als Gärtner sucht. Und träumt gleichzeitig vom künftigem Glück, Reichtum und Freunden, wenn der Stein endlich seinen Körper verlassen hat und davon, nicht mehr für fremde Leute gärtnern zu müssen.
Stuart David:
Wie Nalda sagt
Fischer Taschenbuch Verlag, 2004
Aufgewachsen ist T. bei seiner Tante Nalda, die ihm das Gärtnern beigebracht hat. Er durfte nie die Schule besuchen und seine Allgemeinbildung beruht auf den vielen Geschichten, die ihm Nalda erzählt hat, und er nimmt die wunderlichsten Erzählungen für bare Münze. Eine handelt davon, dass sich in seinem Körper ein kostbarer Edelstein aus einem Juwelenraub seines Vaters befindet, der dort versteckt werden musste.
Als nun der Erzähler vierzehn Jahre alt war, wurde Nalda immer schrulliger und T. war alleine für den Lebensunterhalt der beiden zuständig. Schliesslich bestand der Tagesablauf von Nalda nur noch aus Schlafen und Schreien und sie wurde abgeholt. T. hat seine Tante nie mehr gesehen. Geschichten erzählte sie da schon länger keine mehr. Und so stand der Ich-Erzähler mit sechszehn Jahren ganz allein da und auch die „Auflösung“ der Edelstein-Erzählung war gewissermassen noch offen.
T. glaubt deshalb auch als junger Erwachsener immer noch, dass sich in seinem Körper der besagte Edelstein „auf Durchreise“ befindet und er deshalb verfolgt wird. Dieses Geheimnis muss er um jeden Preis hüten. Damit er sich nicht versehentlich verplappert, spricht er sehr wenig und trägt einen Bauchschurz. Immer wieder interpretiert er Situationen falsch, fühlt sich bedroht, bricht unvermittelt sämtliche Zelte hinter sich ab und zieht mit seiner stets griffbereiten Tasche in eine andere Stadt, wo er eine neue Stelle als Gärtner sucht. Und träumt gleichzeitig vom künftigem Glück, Reichtum und Freunden, wenn der Stein endlich seinen Körper verlassen hat und davon, nicht mehr für fremde Leute gärtnern zu müssen.
Stuart David:
Wie Nalda sagt
Fischer Taschenbuch Verlag, 2004
27. September 2010
Flowers on Main
Nachdem ihr drittes Schauspiel-Stück floppt, bricht Bree O’Brien die oberflächliche Beziehung mit ihrem Mentor Marty ab und kehrt mit zerstörtem Selbstwertgefühl von Chicago zurück nach Chesapeake Shores. Was zunächst als kurzer Aufenthalt gedacht war, entpuppt sich als privater und beruflicher Neustart.
Über Brees Rückkehr freuen sich nicht alle gleichermassen. Auch nach sechs Jahren hat ihr Ex-Freund Jake Collins das Ende der Beziehung nicht überwunden und wirft Bree noch immer vor, der Verlust ihres gemeinsamen ungeborenen Kindes sei ihr nicht ungelegen gekommen, um ihre Träume wie geplant umsetzen zu können.
Währenddessen springt Bree kurzfristig ein, die floralen Kreationen für eine Hochzeit zu fertigen und beschliesst daraufhin ziemlich spontan, am Ort ihrer Wurzeln einen Blumenladen zu eröffnen. Das nötige Know-How hat ihr während ihrer Kindheit die Grossmutter beigebracht. Da ihre erste Liebe Jake Inhaber der grössten Gärtnerei und gleichzeitig wichtigster regionaler Blumenlieferant ist, kreuzen sich ihre Wege zwangsläufig immer wieder. Zwischen den beiden knistert es immer noch. Schafft es Jack, endlich zu akzeptieren, dass Bree mit dem Verlust des gemeinsamen Babys anders umgegangen ist und finden die beiden auf Umwegen doch noch zusammen?
Sherryl Woods:
Flowers on Main
Mira Books, 2009
Über Brees Rückkehr freuen sich nicht alle gleichermassen. Auch nach sechs Jahren hat ihr Ex-Freund Jake Collins das Ende der Beziehung nicht überwunden und wirft Bree noch immer vor, der Verlust ihres gemeinsamen ungeborenen Kindes sei ihr nicht ungelegen gekommen, um ihre Träume wie geplant umsetzen zu können.
Währenddessen springt Bree kurzfristig ein, die floralen Kreationen für eine Hochzeit zu fertigen und beschliesst daraufhin ziemlich spontan, am Ort ihrer Wurzeln einen Blumenladen zu eröffnen. Das nötige Know-How hat ihr während ihrer Kindheit die Grossmutter beigebracht. Da ihre erste Liebe Jake Inhaber der grössten Gärtnerei und gleichzeitig wichtigster regionaler Blumenlieferant ist, kreuzen sich ihre Wege zwangsläufig immer wieder. Zwischen den beiden knistert es immer noch. Schafft es Jack, endlich zu akzeptieren, dass Bree mit dem Verlust des gemeinsamen Babys anders umgegangen ist und finden die beiden auf Umwegen doch noch zusammen?
Sherryl Woods:
Flowers on Main
Mira Books, 2009
23. September 2010
Peter Bochanan: Blume der Vergeltung
Rosen als Tatwaffe? In dem schmalen Büchlein mit dem Titel „Blume der Vergeltung“ treibt ein Serienkiller sein Unwesen, der seine Opfer mit Hilfe von Baccarraosen umbringt. Die Erwähnung der Details erspare ich Ihnen hier und Sie lesen diese bitte bei Interesse selber nach. Der erste Mord wird im Anschluss an ein stark frequentiertes Blumencorso entdeckt und bereits drei Wochen später wird ein Schausteller auf die gleiche Weise getötet. Und diese beiden Opfer sind bei weitem nicht die letzten.
Kriminalhauptkommissar Marc Berger und sein Team erschienen mir bei ihren Ermittlungen recht hilflos, um nicht zu schreiben dilettantisch. Aber vielleicht habe ich, die die Polizeiarbeit ja nur aus Büchern und aus dem Fernsehen kennt, eine falsche Vorstellung. Ich hoffe aber doch, dass gewisse Schilderungen in Tat und Wahrheit effektiver ablaufen und die Ermittler nicht erst nach mehreren Morden mit Baccararosen überhaupt auf die Idee kommen, sich um die Herkunft der Blumen zu kümmern. Dieses Versäumnis spielt jedoch insofern keine Rolle, weil sich später herausstellt, dass sich der Täter in seiner Wohnung mit Hilfe eines Glaskastens, Heizung, Bewässerungsanlage und von Speziallampen selber hingebungsvoll um die Rosen kümmert (ob das tatsächlich funtkioniert?).
Das Buch habe ich schon vor mehreren Wochen gelesen, stelle jetzt aber gerade fest, dass meine obigen Anmerkungen zur Polizeiarbeit im Zusammenhang mit den Vorfällen in Biel in den letzten Tagen den Beiträgen und Vorwürfen in der Tagespresse ähneln ...
Peter Bochanan:
Blume der Vergeltung
Engelsdorfer Verlag, 2009
Kriminalhauptkommissar Marc Berger und sein Team erschienen mir bei ihren Ermittlungen recht hilflos, um nicht zu schreiben dilettantisch. Aber vielleicht habe ich, die die Polizeiarbeit ja nur aus Büchern und aus dem Fernsehen kennt, eine falsche Vorstellung. Ich hoffe aber doch, dass gewisse Schilderungen in Tat und Wahrheit effektiver ablaufen und die Ermittler nicht erst nach mehreren Morden mit Baccararosen überhaupt auf die Idee kommen, sich um die Herkunft der Blumen zu kümmern. Dieses Versäumnis spielt jedoch insofern keine Rolle, weil sich später herausstellt, dass sich der Täter in seiner Wohnung mit Hilfe eines Glaskastens, Heizung, Bewässerungsanlage und von Speziallampen selber hingebungsvoll um die Rosen kümmert (ob das tatsächlich funtkioniert?).
Das Buch habe ich schon vor mehreren Wochen gelesen, stelle jetzt aber gerade fest, dass meine obigen Anmerkungen zur Polizeiarbeit im Zusammenhang mit den Vorfällen in Biel in den letzten Tagen den Beiträgen und Vorwürfen in der Tagespresse ähneln ...
Peter Bochanan:
Blume der Vergeltung
Engelsdorfer Verlag, 2009
Abonnieren
Posts (Atom)