Warum ist Hannes Hochscheid, der Besitzer einer
Gärtnerei in Mittenwald, bei der Befragung durch die ermittelnden Beamten
dermassen nervös? Und auch Eleonore Moosleitner, die Hausangestellte des
Opfers, die dieses auch entdeckt hat, scheint etwas zu verbergen. Rätsel gibt
auch die Tulpenzwiebel auf, die unter dem toten Anholt gefunden worden ist.
Bald steht zweifelsfrei
fest, dass Wilhelm Anholt ermordet worden und der Fundort der Leiche nicht
identisch ist mit dem Tatort und im Laufe der Ermittlungen geraten immer mehr
Personen ins Visier der Beamten um Roman Greve. Was hat es mit der Zucht von
Arzneipflanzen für Medizin auf sich? Und wie war die Beziehung zwischen Anholt
und seinem Sohn wirklich? Wer steckt hinter der unbekannten Person, die jeweils
mit Anholt im Schuppen neben dem Wohnhaus hantiert hat?
Die Ermittlungen erschienen mir immer wieder
unglaubwürdig oder fast stümperhaft. So wirkt besonders das manchmal eher
kumpelhafte Diskutieren zwischen Beamten und Personen, die gerade einvernommen
werden, fragwürdig und plump. Als ermüdend empfand
ich aber ganz speziell die vor allem in der ersten Hälfte des Buches sich ständig wiederholenden Erwähnungen und Hinweise auf den früher von Roman Greve
und seinem Team gelösten Fall mitsamt den privaten Beziehungsproblemen und der Umgang mit einer
unbeliebten Kollegin. Die Tulpensaison ist für dieses Jahr definitiv vorbei und
dieses Buch kann ich definitiv in der hinteren Reihe des Bücherregals
einordnen.
Mona de Silva:
Tulpen aus Amsterdam
Novum Publishing, 2011
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