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28. September 2011

Wieder einmal … ein paar Worte über die (Garten-)Büchersuche

Ein umfangreicher Teil meiner englischen Bücher, die der Kategorie „Garden Fiction“ zugeordnet werden können, habe ich auf verschiedenen amerikanischen und englischen Listen mit Literaturempfehlungen entdeckt, die von Bibliotheken ins Netz gestellt worden sind. Im hiesigen Kantonsspital hing vor Jahren ebenfalls eine Liste mit grünen Lesetipps auf. Ich erinnere mich, dass das Buch „Nachts, wenn der Garten blüht“ von E.L. Swann aufgeführt war, das mir aber wie sämtliche anderen gelisteten Titel bereits bekannt war.

Auch die Internet-Listen erweisen sich für meine Zwecke heutzutage selten als ergiebig. Die meisten sind schon länger online und werden nicht aktualisiert und sehr häufig funktionieren die Verlinkungen nicht mehr. Eine löbliche Ausnahme ist die kürzlich entdeckte Liste der Johnson County Library. Auf dem knapp vierseitigen Dokument gab es auch für mich ein paar wenige Entdeckungen zu verzeichnen. Einige dieser Titel befanden sich schon länger auf dem Wunschzettel und haben jetzt den Weg in meine Bibliothek gefunden, nachdem ich durch die Liste den hortikulturellen Hintergrund quasi schwarz auf weiss bestätigt bekommen habe. Zu diesen alten Neuentdeckungen gehören beispielsweise „Leben und Zeit von Michael K.“ von J.M. Coetzee, „Späte Ernte“ von Johanna Verweerd und „Good Women“ von Jane Stevenson. An dieser Stelle hätte ich jetzt gerne den direkten Link zu den Bücher-Versuchungen eingefügt, von denen etliche auch auf Deutsch erhältlich sind oder waren, aber dieser führt leider nur noch ins Internet-Nirwana... Hier als Ersatz der Link zu einer Zusammenstellung von Bibliothekslisten und Büchertipps aus einem Gartenforum.

Gelegentlich zieht sich ein Thema, mit dem man sich beschäftigt, gleich durch mehrere Bereiche. Kürzlich habe ich in Zürich den Garten eines Blinden- und Sehbehindertenheims besucht und an einer Führung teilgenommen. Trotz Dauerregen war diese sehr aufschlussreich. Die Führerin hatte nur noch ein Sehvermögen von knapp 10 %, aber was sie alles zu erzählen wusste, war sehr spannend und informativ. Ich habe von (vermeintlichen) Details erfahren, auf die ich beim Spazieren durch den Garten wohl gar nicht achten würde. Schade nur, dass das Wetter nicht mitspielte - an riechen und schmecken war natürlich nicht zu denken. Als ich nach dem Besuch nach Gartenbüchern mit dem Stichwort „blind“ googelte, bin ich auf die Titel „Magdalenas Blau: Das Leben einer blinden Gärtnerin“ von Ulla Lachauer und „Die blinde Contessa und ihre Maschine“ von Carey Wallace gestossen, die ich beide demnächst hier im Blog vorstellen werde.

Auch am diesjährigen Tag des Denkmals habe ich die Gelegenheit benutzt, an einer Gartenführung durch einen hiesigen sich im Umbruch befindenden Stadtteil teilzunehmen. Gleichzeitig konnte ich ein festgefahrenes Bild in meinem Kopf anpassen. Durchs Quartier führte nämlich der im Sofagarten schon einmal anonymisiert erwähnte „Rotkraut-Rezept-Einsender“, der für seine Arbeit gerade kürzlich einen Preis erhalten hat.

Und noch zwei letzte Link-Tipps für heute: Vor längerer Zeit habe ich hier im Blog die englische Floristin Sally Page mit ihren Flower Shop-Büchern vorgestellt. Die Blumenkünstlerin ist nicht nur zwischen zwei Buchdeckeln eine Entdeckung wert, sondern auch im Internet anzutreffen. Ihre Flowershop-Stories sind hier nachzulesen und im Blog Pythouse Walled Garden erzählt sie über ihre regelmässigen Besuche in diesem Garten.

4. Oktober 2010

Unterwegs nach Eden

Diese umfangreiche von Helga Volkmann zusammengetragene Sammlung von Literaturtipps aus Gärten und über Gärtner über viele Jahrhunderte stand jahrelang auf meiner Wunschliste, hat es aber bis vor kurzem nie bis in den Warenkorb geschafft. Wahrscheinlich wegen dem Umschlagbild, das einen Wunschgarten aus dem Mittelalter zeigt und mich an ein Buch über Gärten im Mittelalter erinnert, durch welches ich mich vor langer Zeit einmal durchgequält habe. Als „Unterwegs Nach Eden“ kürzlich bei einem Reststeller angeboten wurde, habe ich es mir dann doch noch gegönnt. Nach der Lektüre bin ich positiv überrascht, habe viele bekannte Stellen aus liebgewonnenen Büchern wiedergefunden und etliche ältere Bücher entdeckt, die auf die Wunschliste gesetzt worden sind.

Falls auch Sie sich literarisch auf den Weg nach Eden machen wollen, begegnen Sie zwischen Kapiteln mit Titeln „Die Gärtner und das Gärtnern“, „Gärten der Erotik“ und „Der Gartenfrevel“ beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse, Hans Christian Andersen, Rainer Maria Rilke und vielen anderen mehr. Der Titel „Nachsommer“ von Adalbert Stifter ist jedenfalls auf dem Stapel mit den ungelesenen Büchern wieder einmal weiter nach oben gerutscht und wird vielleicht demnächst endlich einmal gelesen werden …



Helga Volkmann:
Unterwegs nach Eden – Von Gärtnern und Gärten in der Literatur
Vandenhoeck & Ruprecht, 2000

2. September 2009

Schnäppchen (Fortsetzung)

Ich habe an dieser Stelle schon einmal etwas Werbung für den Bücher-Restseller Jokers gemacht (obwohl die das sicher nicht nötig haben). Nun sind zwar die versandkostenfreien Wochen eben zu Ende gegangen, aber ich möchte doch noch einen Tipp loswerden.

Der auf Garten- und Naturbücher im weiteren Sinne spezialisierte Verlag Heinrich & Hahn hat ja per Ende 2008 nach nur vier Jahren seine verlegerische Tätigkeit ja leider wieder eingestellt. Eine Tatsache, die ich sehr bedaure, die mich aber nicht wirklich erstaunt. Das Positive daran ist – wenn man das mal so nennen darf -, dass nun einige der Titel aus dem Programm bei Jokers im Moment zu stark herabgesetzten Preisen erhältlich sind. Es lohnt sich also zuschlagen, falls man sich noch das eine oder andere Buch kaufen will (und falls man dies nicht vorher schon zu happigeren Preisen getan hat!).

Erhältlich sind unter anderem noch:

„Der Apfelbaum“ von Daphne Du Maurier
„Grüne Liebe, Grünes Gift“ von Hanne Kulessa (Herausgeberin)
„Mein Garten(Buch)“ von Jamaica Kincaid
„Rausch & Rache“ von Elsemarie Maletzke (Herausgeberin)
„Die Triffids“ von John Wyndham

Eine detaillierte Beschreibung der Bücher erspare ich mir jetzt aus Zeitgründen. Einfach auf der Webseite (www.jokers.ch oder www.jokers.de) das Stichwort Heinrich & Hahn eingeben und alle verfügbaren Titel werden samt Kurzbeschreibung aufgelistet. Diese Suchabfrage lohnt sich auch mit anderen Verlagen (beispielsweise Callwey oder Ellert & Richter). Und übrigens, ich kriege keine Provision ...

13. April 2009

Schnäppchen

Neue, ungelesene Bücher kaufen ist recht kostspielig. Mit etwas Glück und sofern man geduldig warten kann und nicht immer die neuesten Titel sofort besitzen will, lässt sich bei Restsellern immer wieder interessantes aufspüren. 

Im Moment ist zum Beispiel aus dem Residenz Verlag der Titel „Gut im Beet“ von Ursula Buchan günstig erhältlich. Die bekannte Gartenjournalistin erzählt vom eigenen und von fremden Gärten. Das Buch ist sehr schön illustriert und bei Jokers zu weniger als 1/3 des ursprünglichen Preises zu erwerben. 

Bei diesem Online-Verkäufer ebenfalls erhältlich ist der 694seitige Roman „Der Paradiesgarten“ von Eva Maaser. Nach langer Reise von Europa bis Bagdad ums Jahr 1200 herum muss der Benediktinerzögling Christoph einsehen, dass der Garten Eden wohl nicht erreichbar ist. Er kehrt nach Europa zurück und fällt in einen tiefen Schlaf. Viele Jahre später erwacht er und setzt seine Suche nach dem Paradies als Zeitreise fort. Sehr spannend! 

Ein schönes Garten-Lesebuch ist „Von lauschigen Lauben und herzigen Veilchen“ von Helga Panten und der Fotografin Marion Nickig. In rund 45 Texten über Pflanzen wie Pfingstrose, Farn, Mistel u.v.m. folgt der Leser der Autorin durchs Gartenjahr und erfährt allerhand über Entdeckung und Züchtung, Arten und Sorten, Materialien und Verwendung und natürlich gärtnerisches Wissen und viele Tipps. Wie immer eine Augenweide sind die Fotos von Marion Nickig. 

Mehr günstige (Garten-)Bücher unter www.jokers.ch oder www.jokers.de. Die Versandkosten bei diesem Anbieter sind relativ hoch. Es gibt aber regelmässig versandkostenfreie Wochenenden, über welche man sich durch die Newsletter informieren lassen kann.

24. März 2009

Büchersuche

Als Bookaholic hat man ja nie genügend Bücher (oder meint es jedenfalls). Vor dem Internet-Zeitalter waren vor allem die Register in gelesenen Büchern nützlich oder eben spezielle Gartenbuchführer. Meine ersten Gartenromane habe ich aus dem Werbebüchlein „Gartenbücher“ von Koch, Neff und Oetinger aus dem Jahr 1988. Diese Zusammenstellung war eine schier endlose Fülle dank der ich Beverley Nichols, Jürgen Dahl, Rudolf Borchardt, Marietta Peitz und viele andere Gartenschriftsteller und Gartenschriftstellerinnen entdeckt habe. 

Auf über 200 Seiten stellt „The Gardener’s Reading Guide“ von Jan Dean Gartenbücher geordnet nach Themen wie „How I Did it“, Essays, Anthologies, Plant Hunters, Manuals und viele mehr vor. Unzählige Bücher werden mit Autor, Titel und einer Minibeschreibung aufgeführt und wecken das Verlangen … (nach „Haben“ und Zeit zum Lesen). Der Führer ist zwar schon ziemlich alt, aber viele Bücher sind inzwischen in Nachauflagen oder antiquarisch immer noch erhältlich. 

Eine Zusammenstellung mit Beiträgen aus ausschliesslich unterhaltsamer Gartenliteratur bietet „A Sense of Humus“. Die Kapitel tragen Titel „The Stress of it All“ oder „The Answer lies in the Toil“. 

In der Studie „Garten und Englishness in der englischen Literatur“ von Marie-Luise Egbert wird die englische Gartenbegeisterung aus einer kombinierten literatur- und kulturwissenschaftlichen Perspektive untersucht. Keine einfache Kost, aber ausgestattet mit einer überaus detaillierten Bibliographie. 

Meine derzeitige Lektüre habe ich übrigens durch Eingabe von Stichworten im Internet gefunden und wenn mich mein Riecher nicht völlig im Stich lässt, einen Volltreffer gelandet. Im Moment nur soviel – der Roman handelt von einer Frühlingsblume und passt zur aktuellen Wirtschaftslage. Mehr darüber demnächst an dieser Stelle.



Anthony Diana: 
A Sense of Humus – A Bedside Book of Garden Humour 
Shoal Bay Press, 1997 

Jan Dean: 
The Gardener’s Reading Guide 
Facts on File, 1993 

Marie-Luise Egbert: 
Garten und Englishness in der englischen Literatur 
Universitätsverlag Winter, 2006