17. Februar 2009

Noch mehr Gärtnerinnen

Die Landschaftsgärtnerin Cordula Hamann ist überzeugt, dass man nicht unbedingt nach England fahren muss, um sehenswerte Gärten zu besuchen. Sie möchte mit ihrem Buch dazu beitragen, dass auch Gärten im deutschsprachigen Raum beachtet und mit Wertschätzung wahrgenommen werden und den Eindruck widerlegen, dass es eine Kultur der Gärtnerinnen nicht gibt.

In ihrem Buch stellt sie neunzehn Frauen und ihre unterschiedlichen Gärten vor. Neben den Privatgärten von Anja Maubach und Aglaja von Rumohr (Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin) – diese beiden sind übrigens auch im anderen hier vorgestellten „Frauengartenbuch“ portraitiert – wird ein Berggarten präsentiert, ein Reihenhausgarten ist dabei und auch eine Funkiensammlung und das Europa-Rosarium Sangershausen. Die Schweiz ist vertreten durch die Seegärten der Schwestern Bächi, die Gartenterrassen von Marietta Weber sowie die grünen Paradiese von Gertrud Bölsterli und Regula Schuster.

So verschieden wie ihre Gärten sind auch die Biografien, Motivationen und Vorlieben der Frauen. Der einen ist Form und Struktur wichtiger als Farbe, eine andere liebt ihre Gehölze über alles. Die Texte werden jeweils durch persönliche Notizen ergänzt. Traumhafte Fotos machen aus dem kompetent verfassten Buch auch eine Augenweide.




Cordula Hamann:
Gärtnerinnen – Von der Leidenschaft mit Pflanzen zu gestalten

Deutsche Verlags-Anstalt, 2008



(Dieser Beitrag ist bereits früher in der Mitgliederpublikation der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde abgedruckt worden)

Besondere Frauen und ihre Gärten

Vielleicht interessiert es Sie, ob Charlotte Link, die Bücher mit Titeln wie „Wilde Lupinen“ oder „Die Rosenzüchterin“ geschrieben hat, selber eine leidenschaftliche Gärtnerin ist oder sich gar mit der Vermehrung von Blumen beschäftigt? Oder wieso Ruth Maria Kubitschek (eine der Hauptdarstellerinnen aus der gleichnamigen Verfilmung von letzterem Titel) Schwielen an den Händen Freude machen?

Im Buch „Besondere Frauen und ihre Gärten“ von Eva Kohlrusch und Gary Rogers geben fast zwei Dutzend mehr oder weniger bekannte Frauen einen Einblick in ihre persönlichen Paradiese. Bei den vorgestellten Frauen handelt es sich mehrheitlich um Autodidaktinnen, die ihre ganz privaten Gartengeschichten und ihren Bezug zum Gärtnern schildern. Sie erzählen davon, wie ihre Liebe zum Garten geweckt wurde, von Gartenreisen, Sammelleidenschaften und grenzenloser Passion.

Die Texte werden umrahmt von wunderschönen Fotos und ergänzt durch Erfahrungen und Lieblingspflanzen der Portraitierten. Abgerundet wird der gelungene Bildband durch ein Adressverzeichnis mit Angaben zur Grösse der Gärten, Öffnungszeiten und (Internet)-Adressen. Ein Buch, das nicht nur an einem dunklen Winterabend zum Träumen von gelungenen Gartenkompositionen einlädt.

Übrigens, Charlotte Link bezeichnet sich selber nicht als Gartenmensch, der es liebt in der Erde zu wühlen. Es lohnt sich, selber nachzulesen!



Kohlrusch, Eva und Rogers, Gary (Fotos):
Besondere Frauen und ihre Gärten

Callwey Verlag, 2008



(Dieser Beitrag ist bereits früher in der Mitgliederpublikation der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde abgedruckt worden)