4. Januar 2010

Sowing the seeds of love

Nach dem tragischen Unfall, bei dem ihr Mann und ihre kleine Tochter ums Leben kamen, versucht Aoife in Irland zusammen mit ihrem dreijährigen Sohn Liam wieder Boden unter die Füsse zu kriegen. Als die junge Frau in Dublin einen verwilderten Garten entdeckt, gelingt es ihr, die eher unfreundliche und unsympathische Inhaberin Mrs Pendergast davon zu überzeugen, ihr das Grundstück zwecks Wiederherstellung des Gartens zur Nutzung zu überlassen. Aoife, die selber keine Erfahrung im Gärtnern hat, sucht mittels einer kleinen Anzeige Helferinnen und Helfer. Es melden sich zwei Freiwillige – Emily und Uri, die sich gemeinsam mit Aoife an die Arbeit machen. Später stossen noch Seth, Uris Sohn und gelernter Gärtner, sowie die Grundstückbesitzerin Mrs Pendergast, zur Truppe.

Diese Menschen, die sich hier zusammengefunden haben, tragen schwer an Lasten und Verlusten aus der Vergangenheit und fühlen sich teilweise (mit-)schuldig am Tod von geliebten Menschen. Emily hat kürzlich völlig auf sich allein gestellt eine Tochter zur Welt gebracht und steht vor der schwierigen Entscheidung, das Baby nun definitiv zu Adoption freizugeben. Uri, ein deutscher Jude, ist verwitwet und hat fast seine ganze Familie in einem Konzentrationslager verloren. Das Selbstbewusstsein und Selbstverständnis seines Sohnes Seth sind schwer angeschlagen, nachdem ihn seine Frau verlassen hat, und zwar nicht für einen anderen Mann, sondern für eine Frau. Einziger Lichtblick in Seths Leben ist momentan seine kleine Tochter. Und über Mrs Pendergast ist ein Gerücht im Umlauf, nach welchem sie vor vielen Jahren ihren Ehemann umgebracht haben soll.

Dank Aeoifes Initative beginnt der Garten wieder zu blühen und die freiwillige Arbeit im Garten schweisst das Grüppchen zusammen. Doch wie ein Damokles-Schwert hängt der geplante Verkauf des Grundstücks über dieser spriessenden Idylle.

Endlich wieder einmal ein Buch, für das sich lohnt, bis weit in die Nacht hinein zu lesen! Für alle, die keine englischen Bücher lesen wollen oder können: der Roman erscheint diesen Sommer unter dem Titel „Ein Garten voller Liebe“ auch in deutscher Sprache. Und vielleicht darf die Leserin auf eine Fortsetzung hoffen?



Tara Heavey:
Sowing the seeds of love
Penguin Ireland, 2009