19. Juni 2009

The Submerged Cathedral

Jocelyn und Martin lernen sich 1963 kennen. Sie arbeitet freischaffend an einer mehrbändigen Enzyklopädie über Australien, er ist Arzt. Weil Joycelyn heiraten zu “gewöhnlich” findet, leben die beiden in wilder Ehe in Martins Haus in Pittwater, nördlich von Sidney, zusammen. Etwas, das zu jener Zeit sehr unüblich und ungewöhnlich ist. 

Plötzlich taucht Jocelyns Schwester Ellen, die in England verheiratet ist, in Pittwater auf. Sie ist schwanger und hat ihre kleine Tochter Sandra dabei. Weil ihr Mann sie immer wieder verprügelt, hat sie ihn verlassen. Während sich Jocelyn nun intensiv um ihre fordernde Schwester und die Nichte kümmert, entfremdet sie sich immer mehr von Martin. 

Als Jocelyn und Martin ein paar Wochen vor der errechneten Niederkunft für wenige Tage wegfahren, passiert eine Tragödie. Ellens Baby stirbt bei der Geburt. Hätte Martin, ein fähiger Arzt, das Kind retten können? Schuldgefühle scheinen die Beziehung zwischen Jocelyn und Martin zu zerstören, und in der Folge kommt es zur Trennung. 

Martin tritt in ein Kloster ein. Ellen, Sandra und Jocelyn fahren nach England, wo Ellen mit ihrer Tochter wieder zu ihrem Mann zurückkehrt und den Kontakt zu Jocelyn abbricht. Diese baut sich in Europa ein neues Leben auf, wird Landschaftsarchitektin und heiratet Duncan. Mehr zum Ende des Romans möchte ich an dieser Stelle nicht verraten – kurz zusammengefasst: ein berührendes, traurig schönes Buch, dessen Charaktere man nicht gleich wieder vergisst. 



Charlotte Wood: 
The Submerged Cathedral 
Random House Australia, 2004