6. März 2011

Rosenduft und Liebeszauber

Was regelmässig im Radio angehörte Gartensendungen für Folgen haben können, lässt sich im Roman „Rosenduft und Liebeszauber“ von Julia Williams nachlesen. Wie die Autorin selber hört auch die junge Witwe Amy Nicholson regelmässig die Programme ihres Lieblingssenders.

Nach dem tragischen Unfalltod ihres Mannes zieht Amy mit ihrem kleinen Sohn Josh nach Nevermorewell in Suffolk. Eine Erbschaft hat es ihr ermöglicht, ihre finanziellen Verpflichtungen zu begleichen und nun möchte sie für sich und ihren Jungen auf dem Land eine neue Zukunft aufbauen. Mit dem Wegzug von London lässt sie die oft alles erdrückende Trauer ihrer Schwiegermutter Mary hinter sich, verzichtet aber gleichzeitig auf deren unbezahlbare Unterstützung. Amy mietet ein Häuschen samt Schrebergarten und verwirklicht damit einen alten Traum. Die ausgebildete Lehrerin mit einer abgeschlossenen Fortbildung als Gärtnerin verliebt sich auf der Stelle in diese kleine grüne Oase inmitten des Marktstädtchens.

Unter den anderen Parzellenbesitzern findet Amy rasch neue Freunde, wie etwa den 85jährigen Harry, der immer einen guten Rat und Vogelbeerschnaps auf Lager hat, den attraktiven Arzt Ben oder die überlastete dreifache Mutter Saffron, die keine Mühen scheut, etwas mehr Schwung in ihre Ehe zu bringen. Und es tritt sich perfekt, dass Amys Vermieterin ihre Geschäftspartnerin Saffron samt dem noch im Aufbau befindlichen Gartenbaubetrieb „Grüner Daumen“ im Stich gelassen hat und die junge Witwe so zu einem willkommenen Job kommt.



Julia Williams:
Rosenduft und Liebeszauber
Wilhelm Goldmann Verlag, 2011