7. Dezember 2009

Flower Shops

Im dritten Band der Flower Shop-Serie besucht Sally Page quer durch England jeden Monat einen Blumenladen und stellt diesen mit Text und Fotos vor.

Katie kommt unverhofft zu einem wunderschönen Lilienstrauss, da der eigentliche Empfänger nicht erreichbar ist. Statt die Blumen wieder in den Laden zu bringen, entscheidet die Floristin Leen spontan, eine vorbeiradelnde Studentin damit zu beglücken. Diese und andere Anekdoten vermitteln zusammen mit den tollen Fotos einen Einblick in die unterschiedlichen Blumenläden mitsamt Kundschaft und der vielfältigen Gründe, Blumen zu kaufen.

Da gibt es beispielsweise einen Shop, der in einer ehemaligen Scheune untergebracht ist, den Blumenladen, der sich den Platz mit einem Delikatessengeschäft teilt (oder umgekehrt), oder die beiden Läden eines Ehepaares, die unabhängig voneinander völlig verschiedene Stile pflegen.

Neben den handgebundenen floralen englischen Kunstwerken werden auch die Ortschaften und die Umgebung der Blumenläden vorgestellt. Und es ist immer wieder interessant zu sehen, wie die Blumensträusse in Stil von Laden zu Laden und von Land zu Land unterschiedlich sind. So verrät ein Kurztext, dass in New York sehr wenig Grünzeug beigemischt wird und ein Blumenstrauss tatsächlich nur aus Blumen besteht. Und da sich in dieser Grossstadt (fast) keiner um Geld Gedanken macht, werden Blumen grundsätzlich mit passender Vase gekauft und geliefert.

Im letzten Kapitel lädt Sally Page alle besuchten Floristinnen und Floristen ein, so dass sich diese auch kennenlernen und untereinander austauschen können. Die Kontaktdetails mit Internet-Adressen am Schluss des Buches ermöglichen es, auch Online in den vorgestellten Läden herumzustöbern.

Ein schönes Bilderbuch für Erwachsene, das sich auch als dauerhaftes Präsent anstelle eines Blumenstrausses eignet.



Sally Page:
Flower Shops and friends
Fanaham Books, 2008