28. April 2014

Zuletzt ausgelesen: Sarah Addison Allen – Das Wunder des Pfirsichgartens

In Walls of Water in North Carolina führt die dreissigjährige Willa ein Outdoorgeschäft mit Ökokleidung samt integriertem Kaffeeshop. Als Jugendliche hat sie anonym mit legendären Streichen für Aufregung gesorgt und als unbekannter „Joker“ Aufmerksamkeit und Bewunderung hervorgerufen. Gleichzeitig hat sie damit unabsichtlich die Lebenswege von ehemaligen Schulkameraden beeinflusst. Ihr eigenes Leben ist dagegen recht eintönig. Nun steht die Jubiläumsfeier des örtlichen Frauenclubs bevor, die etwas Ablenkung verspricht - doch Willa will der Veranstaltung fernbleiben.

Da wird bei Arbeiten im Garten eines Anwesens, das früher Willas Familie gehört hat, eine Leiche entdeckt. Dieser Fund und die Tatsache, dass sie plötzlich intensiven Kontakt zu den Zwillingsgeschwistern Osgood, nämlich dem Gartenarchitekt Colin und seiner Schwester Paxton hat, bringen ihr Leben richtig durcheinander. Nicht nur die Gegenwart verbindet die drei, sondern auch ein Geheimnis ihrer Grossmütter, das über 70 Jahre zurückliegt.

Die Autorin streut in ihre Bücher immer wieder Übersinnliches ein. In diesem Roman sind es verrückte Vögel und merkwürdig süssliche Gerüche. Hortikulturell gibt es wenig anzumerken. Die Pfirsichbaumentfernung, welche die oben erwähnte Leiche ans Tageslicht bringt, gibt insofern Rätsel auf, als das örtliche Klima und die Lage überhaupt nicht für einen solchen Baum geeignet sind. Es stellt sich dann heraus, dass der Tote aus einer Familie von Pfirsichpflanzern stammte. Fast minutiös wird die Ersatzpflanzung für den gefällten Pfirsichbaum – eine riesige Eiche – im Roman geschildert.

Vor einigen Jahren habe ich von der gleichen Autorin das Buch „Mein zauberhafter Garten“ gelesen, das mir deutlich besser gefallen hat -  wobei ich mich natürlich nicht mehr im Detail an die Geschichte erinnere.



Sarah Addison Allen: 
Das Wunder des Pfirsichgartens 
Wilhelm Goldmann Verlag, 2014