8. März 2009

Mord, Kamelien und Bücher

Mit dem Krimi „Blumen für die Toten“ ist Maria Masella ein richtiger „Seitenumdreher“ für Liebhaber von Büchern mit einer Prise „Italianità“ gelungen. Auf Italienisch sind bereits sechs Bücher um den Commissario Mariani erschienen und werden sogar demnächst verfilmt. 

Commissario Antonio Mariani erhält anonym diverse Päckchen, in denen jeweils ein Buch, eine Kamelie und eine Fingerkuppe stecken. Diese Sendungen stehen in Zusammenhang mit einer Mordserie in Genua. Schon bald stellt Mariani fest, dass der Serienkiller es auf seine Familie, nämlich seine Frau, seine Tochter und seine Mutter, abgesehen hat. 

Eine kleine Rolle spielt ein Botanikprofessor und ein Buch über die Sprache der Blumen hilft mit, das Rätsel um die Morde zu lösen. Der Anfang des Buches hat mir nicht gefallen, vor allem war mir der Kommissar wegen seiner ausserehelichen Eskapaden ziemlich unsympathisch. Die Geschichte hat mich dann aber immer mehr interessiert, so dass ich das Buch mit Spannung bis zum Ende gelesen habe. Einem Ende, das nicht schon in der Mitte absehbar ist. Ausserdem lernt man Mariani, der den Fall in Ich-Form erzählt, während der Lektüre näher und besser kennen und fühlt mit, wenn die Morde sein persönliches Umfeld immer direkter betreffen. 



Maria Masella: 
Blumen für die Toten 
Wilhelm Goldman Verlag, 2009