22. Mai 2009

Die Rose des Schachspielers

Eine junge Frau wird brutal ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Auf dem Bauch der Toten liegen drei rote Rosen. Dem Mord voran gingen zwei anonyme Rosengeschenke. Durch den Briefschlitz in der Türe hineingeworfen lag zunächst eine Rose in der Wohnung, später dann nochmals zwei rote Rosen. 

Kommissar Kroll beginnt die Leipziger Blumenläden abzuklappern. Und schon im zweiten Geschäft wird der Ex-Freund der Toten anhand eines Fotos als Rosenkäufer erkannt. Von diesem Ingo Melzer werden am Tatort DNA-Spuren sichergestellt. Ein Interims-Staatsanwalt veranlasst trotz Widerstand von Kroll die Einstellung weiterer Ermittlungen. 

Ohne ein Geständnis abgelegt zu haben, wird Ingo Melzer anhand von belastenden Indizien zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Monate später findet eine weitere Leipzigerin eine rote Rose in ihrem Briefkasten. Obwohl sie die Polizei informiert, gelingt es dem Täter, auch diese Frau zu ermorden und er hinterlässt diesmal zwei rote Rosen. 

Vom Mörder falsch gelegten Spuren führen zunächst zu einem Schauspieler. Schliesslich kommt Kroll dem Psychopathen immer näher und wird auch noch privat in den Fall hineingezogen. Ein spannender Krimi mit Leipziger Lokalkolorit, der sich auch durch Fachkenntnisse des Autors, einem Juristen, auszeichnet. 



Andreas Stammkötter: 
Die Rose des Schachspielers 
Neuer Europa Verlag, 2008