Im Juli 2013 habe ich an dieser Stelle ausführlich über die Sorgen des 36. Earl von Sutherly mit seinen Lorbeerpflanzen berichtet. Erst Anfang 2020 habe ich zufällig festgestellt, dass ich völlig verpasst habe, dass dieses Buch inzwischen Teil einer (derzeit) sechs Bände umfassenden Reihe ist. Und was soll ich sagen – fast so schnell wie ich diese Titel auf meinen E-Reader heruntergeladen habe, waren sie auch ausgelesen.
Im letzten Absatz der damaligen Buchvorstellung "Der Killer im Lorbeer" habe ich darüber gerätselt, ob das Buch wohl autobiografisch sei und ob es überhaupt aus dem Englischen übersetzt ist, wie angegeben wird. Nun, diesbezüglich bin ich nicht schlauer als vor sieben Jahren. Die Krimis sind aber weiterhin in einen recht grosszügigen hortikulturellen Hintergrund eingebettet und lassen neben der Aufklärung von Verbrechen viel Spielraum für die persönliche Entwicklung der Hauptpersonen.
Die Leserin freut sich mit über eine lang ersehnte Schwangerschaft, schüttelt oft den Kopf über die unbelehrbare werdende Mutter und nimmt Anteil an den Freuden und den Sorgen, die mit der Geburt des kleinen Lords auf dem Falkenhorst Einzug halten. Und sie muss leider mitleiden, als es in der Ehe von Arthur und Rosy zu kriseln beginnt.
Fehlen also noch einige Angaben zum kriminellen Inhalt der Bücher. Während in Band 2 in Ascot kurz vor einem Pferderennen ein Sportreporter erstochen wird, eilt Rosy in Band 3 einer jungen Kollegin zur Hilfe, um die Täterschaft eines scheinbar unwillkürlich in einem Hotel angerichteten Blutbades dingfest zu machen. In Band 4 müsste sich Rosy schonen, weil sie als Spätgebärende eine Frühgeburt um jeden Preis verhindern muss. Doch da sie ihrem Arzt den ihm angelasteten Mord nicht zutrauen will und kann, fällt ihr die verordnete Schonzeit nicht ganz leicht.
In Band 5 wird ein reicher Mann mit einem Messer im Rücken aufgefunden. Die Aufklärung der Tat führt zu einem überraschenden Ergebnis. Der Titel «Die Kirschen in Nachbars Garten» bezieht sich aber auf die Beziehung von Arthur und Rosy und aussereheliche Versuchungen und Affären. Anlässlich der Aufklärung eines grausamen Ritualmords in Band 6 kommen sich die beiden inzwischen getrennt Lebenden wieder näher. Irgendwie authentisch, dass Arthur und Rosy mit banalen Alltags- und Eheproblemen kämpfen. Das macht die beiden noch sympathischer als sie sowieso schon sind.
Eigentlich ist es ganz gut, habe ich jahrelang nicht mitbekommen, dass da fünf weitere spannende und ausgezeichnet durchdachte Bücher auf mich warteten. Denn ich ziehe es tatsächlich vor, mehrteilige Serien durchgehend am Stück zu schauen oder zu lesen, statt ein Jahr oder länger auf eine Fortsetzung zu warten und dann nicht mehr recht zu wissen, wovon die vorherige Folge überhaupt gehandelt hat.
Arthur Escroyne:
Band 1: Der Killer im Lorbeer
Band 2: Aufschrei in Ascot
Band 3: Schüsse im Shortbread
Band 4: Mit Schirm, Charme und Kanone
Band 5: Die Kirschen in Nachbars Garten
Band 6: Keine Rosy ohne Dornen
Verschiedene Verlage, 2013 bis 2018
Alle in diesem Beitrag erwähnten Bücher habe ich selber gekauft. Ich bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet und generiere keine Einnahmen aus den im Sofagarten vorgestellten Büchern.
25. April 2020
18. April 2020
Martina Sahler: Die englische Gärtnerin (Trilogie)
Martina Sahler hat bereits vor einigen Jahren eine Trilogie mit hortikulturellem Hintergrund verfasst, die zur Zeit der Tulpenmanie spielt («Die Tulpenkönigin», «Der Zorn der Tulpenkönigin» und «Die Macht der Tulpenkönigin»). Aber Achtung: Der erste damalige Band ist unter zwei verschiedenen Autorennamen erschienen, nämlich zuerst unter dem Pseudonym Enie van Aanthuis und später eben unter Martina Sahler. Ich bin natürlich hereingefallen und habe das Buch doppelt gekauft. Aber hier soll es nicht um Tulpen und Holland gehen, sondern um Astern, Dahlien, Jasmin und England.
In der aktuellen Romanreihe begleitet die Leserin in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine junge Frau, die unbedingt in Kew Garden ihren Weg gehen und damit in die Fussstapfen ihres Grossvaters treten will. Von der Mutter ist Charlotte Windley zu Selbständigkeit erzogen worden. Tatsächlich ergattert sie als erste Frau eine Stelle als Botanikerin im botanischen Garten und sie erhält die Chance, gemeinsam mit ihrer geheimen Liebe an einer Pflanzenexpedition teilzunehmen.
Doch ein furchtbares Unglück wirft alle Zukunftspläne über den Haufen und die junge Frau muss sich entscheiden, ob sie ihre eigenen Interessen vor eine gesicherte Zukunft ihrer nächsten Familienangehörigen stellen will.
Die Vernunft hat gesiegt, aber nichtsdestotrotz versucht Charlotte, ihre Selbständigkeit zu bewahren und arbeitet als gut situierte Frau und Hausherrin des Anwesens Summerlight House trotzdem weiter als Botanikerin. Als sie schliesslich ihre Stelle in Kew Garden verliert, macht sie sich zusammen mit dem Gärtner Quinn an die Gestaltung des Gartens rund um ihr neues Heim.
Und im zweiten Band geht es dann doch noch auf Reisen. Zunächst durch England und später nach Persien. Auf der Garteninsel werden im Kopfkino Gärten und Gärtnereien besucht, und zwar auch solche, die teilweise heute noch einen Besuch wert sind wie etwa Great Dixter, Wisley Garden und Alnwick Garden. Sogar Vita Sackville-West begegnet einem immer wieder im Lauf der Lektüre. Die Persienreise, welche Charlotte von ihrem Mann Victor geschenkt wird, basiert übrigens auf der literarischen Aufarbeitung einer ähnlichen Expedition der Sissinghurst-Gestalterin über die Bakhtiari-Berge im heutigen Iran.
Während die Verbindung zum Gärtner nicht nur wegen gemeinsamen hortikulturellen Gestaltungsinteressen immer enger wird, wächst die Entfremdung zwischen Charlotte und ihrem Mann Victor. Auf das Erscheinen des dritten Bandes muss ich mich leider noch gedulden. Gemäss Vorankündigung spielt er zur Zeit der Weltwirtschaftskrise.
Martina Sahler:
Blaue Astern (Band 1)
Rote Dahlien (Band 2)
Weisser Jasmin (Band 3)
Ullstein Verlag, 2019/2020
Alle in diesem Beitrag erwähnten Bücher habe ich selber gekauft. Ich bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet und generiere keine Einnahmen aus den im Sofagarten vorgestellten Büchern.
In der aktuellen Romanreihe begleitet die Leserin in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine junge Frau, die unbedingt in Kew Garden ihren Weg gehen und damit in die Fussstapfen ihres Grossvaters treten will. Von der Mutter ist Charlotte Windley zu Selbständigkeit erzogen worden. Tatsächlich ergattert sie als erste Frau eine Stelle als Botanikerin im botanischen Garten und sie erhält die Chance, gemeinsam mit ihrer geheimen Liebe an einer Pflanzenexpedition teilzunehmen.
Doch ein furchtbares Unglück wirft alle Zukunftspläne über den Haufen und die junge Frau muss sich entscheiden, ob sie ihre eigenen Interessen vor eine gesicherte Zukunft ihrer nächsten Familienangehörigen stellen will.
Die Vernunft hat gesiegt, aber nichtsdestotrotz versucht Charlotte, ihre Selbständigkeit zu bewahren und arbeitet als gut situierte Frau und Hausherrin des Anwesens Summerlight House trotzdem weiter als Botanikerin. Als sie schliesslich ihre Stelle in Kew Garden verliert, macht sie sich zusammen mit dem Gärtner Quinn an die Gestaltung des Gartens rund um ihr neues Heim.
Und im zweiten Band geht es dann doch noch auf Reisen. Zunächst durch England und später nach Persien. Auf der Garteninsel werden im Kopfkino Gärten und Gärtnereien besucht, und zwar auch solche, die teilweise heute noch einen Besuch wert sind wie etwa Great Dixter, Wisley Garden und Alnwick Garden. Sogar Vita Sackville-West begegnet einem immer wieder im Lauf der Lektüre. Die Persienreise, welche Charlotte von ihrem Mann Victor geschenkt wird, basiert übrigens auf der literarischen Aufarbeitung einer ähnlichen Expedition der Sissinghurst-Gestalterin über die Bakhtiari-Berge im heutigen Iran.
Während die Verbindung zum Gärtner nicht nur wegen gemeinsamen hortikulturellen Gestaltungsinteressen immer enger wird, wächst die Entfremdung zwischen Charlotte und ihrem Mann Victor. Auf das Erscheinen des dritten Bandes muss ich mich leider noch gedulden. Gemäss Vorankündigung spielt er zur Zeit der Weltwirtschaftskrise.
Martina Sahler:
Blaue Astern (Band 1)
Rote Dahlien (Band 2)
Weisser Jasmin (Band 3)
Ullstein Verlag, 2019/2020
Alle in diesem Beitrag erwähnten Bücher habe ich selber gekauft. Ich bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet und generiere keine Einnahmen aus den im Sofagarten vorgestellten Büchern.
13. April 2020
Ella Kordes: Die Gartenschwestern
Über die Osterfeiertage habe ich vermutlich DEN Gartenroman des Bücherfrühlings 2020 gelesen. Auf zwei gut durchdachten und verbundenen Zeitebenen lässt frau sich von Gedanken an COVID-19 ablenken. Und zwar einerseits durch existenzielle Sorgen gegen und nach Ende des zweiten Weltkriegs und anderseits von demgegenüber jedenfalls vergleichsweise banalen Problemen rund um den Verlust eines jahrelang gepflegten Gartens wegen Trennung von Haus(inhaber) und Bett beziehungsweise Beet(gestalterin) in der Gegenwart.
Drei Frauen haben sich vor ein paar Jahren während einer Gartenreise kennengelernt. Quasi als Hilfsgärtnerinnen haben die "Gartenlosen" Marit und Constanze Eintritt in das durchgestylte grün-weisse Villengartenparadies von Gitta erhalten. Da die rechtlichen Tatsachen eindeutig und der Verlust des Gartens damit gegeben sind, muss oder kann nicht nicht einmal ein Rosenkrieg mit ihrem Noch-Ehemann geführt werden.
Kann eine Schrebergartenparzelle Ersatz für die erzwungene Trennung vom geliebten Garten sein? Können die drei Gartenschwestern ihre Freundschaft auf einem anderen, gleichberechtigten Fundament auf eine neue Ebene stellen und auch die Gartenwünsche und -ansprüche von Marit und Constanze erfüllen? Diese beiden träumen nämlich weniger von durchgestalteter Ästhetik; also von bunten Blumen und nicht-formalen, ja eher wilden Gartenelementen. Und natürlich gibt es da noch die Vereinsvorschriften von wegen Gemüse- und Obstgartenanteil.
Die grösste Parzelle in der Schrebergartenkolonie auf Probe zu mieten ist eine nicht zu unterschätzende Verpflichtung. Aber schliesslich wird sogar das Rätsel um drei ganz besondere Inneneinrichtungselemente in der Laube und einen unterirdischen frostsicheren Raum elegant gelöst.
Nachtrag: Bei der Autorin Ella Kordes soll es sich laut gegoogelten Quellen um ein Pseudonym von Tania Krätschmar handeln. Ein Name, der Sofagärtnerinnen nicht unbekannt ist. Das Suchen im Sofagarten führt zu mehreren Treffern.
Ella Kordes:
Die Gartenschwestern
Blanvalet Verlag, 2020
Alle in diesem Beitrag erwähnten Bücher habe ich selber gekauft. Ich bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet und generiere keine Einnahmen aus den im Sofagarten vorgestellten Büchern.
Drei Frauen haben sich vor ein paar Jahren während einer Gartenreise kennengelernt. Quasi als Hilfsgärtnerinnen haben die "Gartenlosen" Marit und Constanze Eintritt in das durchgestylte grün-weisse Villengartenparadies von Gitta erhalten. Da die rechtlichen Tatsachen eindeutig und der Verlust des Gartens damit gegeben sind, muss oder kann nicht nicht einmal ein Rosenkrieg mit ihrem Noch-Ehemann geführt werden.
Kann eine Schrebergartenparzelle Ersatz für die erzwungene Trennung vom geliebten Garten sein? Können die drei Gartenschwestern ihre Freundschaft auf einem anderen, gleichberechtigten Fundament auf eine neue Ebene stellen und auch die Gartenwünsche und -ansprüche von Marit und Constanze erfüllen? Diese beiden träumen nämlich weniger von durchgestalteter Ästhetik; also von bunten Blumen und nicht-formalen, ja eher wilden Gartenelementen. Und natürlich gibt es da noch die Vereinsvorschriften von wegen Gemüse- und Obstgartenanteil.
Die grösste Parzelle in der Schrebergartenkolonie auf Probe zu mieten ist eine nicht zu unterschätzende Verpflichtung. Aber schliesslich wird sogar das Rätsel um drei ganz besondere Inneneinrichtungselemente in der Laube und einen unterirdischen frostsicheren Raum elegant gelöst.
Nachtrag: Bei der Autorin Ella Kordes soll es sich laut gegoogelten Quellen um ein Pseudonym von Tania Krätschmar handeln. Ein Name, der Sofagärtnerinnen nicht unbekannt ist. Das Suchen im Sofagarten führt zu mehreren Treffern.
Ella Kordes:
Die Gartenschwestern
Blanvalet Verlag, 2020
Alle in diesem Beitrag erwähnten Bücher habe ich selber gekauft. Ich bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet und generiere keine Einnahmen aus den im Sofagarten vorgestellten Büchern.
3. April 2020
Sofa überall
Aus aktuellem Anlass stolpert man in Zeiten von Homeoffice und der (Möglichst-)Drin-Bleiben-Pflicht allenthalben über Begriffe, die neu mit «Sofa» verbunden werden. Jedenfalls passiert mir das. Natürlich insbesondere darum, weil ich für mich in Anspruch nehme, die Worte «sofagärtnern» und «Sofagärtnerin» im Internet zwar nicht gerade exponentiell verbreitet zu haben, aber doch so, dass zumindest in einschlägigen Kreisen verstanden wird, was "sofagärtnern" bedeutet.
Als ich Anfang 2009 einen Namen für meinen Gartenbuch-Blog gesucht habe, ist mir ganz spontan «Sofagärtnerin» als freie Übersetzung von Armchair Gardening eingefallen. Googeln ergab keinen Anlass, von der Idee abzurücken. Seinerzeit wurde nämlich gerade mal ein einziges Resultat angezeigt (von einem Karnelvalswagen mit Sofagärtnern, wenn ich mich richtig erinnere).
Unser aller Leben wird in diesen Wochen und Monaten ziemlich auf den Kopf gestellt. Glücklich kann sich schätzen, wer einen Garten oder Balkon hat. Und natürlich ausreichend Lektüre in Form von Gartenbüchern.
Die Schneeglöckchenzeit ist gerade vorbei. Vielleicht möchten Sie die Zeit bis zur nächsten Blüte frühestens im nächsten Herbst sinnvoll überbrücken? Während den vergangenen Herbst- und Wintermonaten habe ich mich durch die fünfzehn (!) Snowdrop-Mysteries von Susan Alexander gelesen und hoffe auf eine Fortsetzung. Nicht alle Folgen sind gleich spannend und glaubwürdig, aber die Amerikanerin Maggie und ihr frisch angetrauter, ziemlich verbohrter englischer Ehemann Thomas sind schon fast gute Bekannte von mir.
In den nächsten Tagen ist es gerade neun Jahre her, dass ich der Neuauflage von "Adrian, der Tulpendieb" eine Buchvorstellung gewidmet habe (erstmals 1936 erschienen). Die damals erwähnte gleichnamige Fernsehserie aus den 60er Jahren gibt es inzwischen als DVD. Tulpen gibt es ja, so einfach wie gewohnt, keine mehr zu kaufen. So habe ich mir in den letzten Tagen die Frühlingsblüher während der Erfüllung der sportlichen Indoorpflichten als Hauptdarsteller in dieser sechsteiligen Serie angeschaut. Nicht ganz so farbig wie ein bunter Tulpenstrauss, denn nur etwa 20 Minuten von einer Folge sind in Farbe erhalten, obwohl die Serie seinerzeit die erste Farbserie des Deutschen Fernsehens war.
Jetzt schulde ich noch ein paar Sofa-Begriffe. Da wären etwa Sofaturner, Sofatutor, Sofalesungen, Sofakonzerte…
Und mir bleibt zu überlegen - soll ich jetzt wieder mit regelmässigem Bloggen anfangen? Den Blog endlich bei Wordpress fertig einrichten und ihm ein neues Outfit verpassen? Mal schauen, ob hier überhaupt noch jemand vorbeikommt. Da die für die nächsten Wochen und Monate geplanten Besuche von hortikulturellen Veranstaltungen wie Schoppenwihr und Chantilly und spontane Gärtnereibesuche gestrichen sind und frau sich nicht die ganze Zeit nur an die Irlandreise von Anfang Jahr und den Besuch der Schneeglöckchentage in Mannheim mit vielen netten Begegnungen im Februar erinnern kann und will, die Stickgärten aus York bald fertig gestickt sind, müsste sich eigentlich Zeit fürs Geschreibsel finden lassen.
Ach ja, und wie immer habe ich alle in diesem Beitrag erwähnten Titel und Filme selber gekauft und bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet. Bleiben Sie gesund!
Als ich Anfang 2009 einen Namen für meinen Gartenbuch-Blog gesucht habe, ist mir ganz spontan «Sofagärtnerin» als freie Übersetzung von Armchair Gardening eingefallen. Googeln ergab keinen Anlass, von der Idee abzurücken. Seinerzeit wurde nämlich gerade mal ein einziges Resultat angezeigt (von einem Karnelvalswagen mit Sofagärtnern, wenn ich mich richtig erinnere).
Unser aller Leben wird in diesen Wochen und Monaten ziemlich auf den Kopf gestellt. Glücklich kann sich schätzen, wer einen Garten oder Balkon hat. Und natürlich ausreichend Lektüre in Form von Gartenbüchern.
Die Schneeglöckchenzeit ist gerade vorbei. Vielleicht möchten Sie die Zeit bis zur nächsten Blüte frühestens im nächsten Herbst sinnvoll überbrücken? Während den vergangenen Herbst- und Wintermonaten habe ich mich durch die fünfzehn (!) Snowdrop-Mysteries von Susan Alexander gelesen und hoffe auf eine Fortsetzung. Nicht alle Folgen sind gleich spannend und glaubwürdig, aber die Amerikanerin Maggie und ihr frisch angetrauter, ziemlich verbohrter englischer Ehemann Thomas sind schon fast gute Bekannte von mir.
In den nächsten Tagen ist es gerade neun Jahre her, dass ich der Neuauflage von "Adrian, der Tulpendieb" eine Buchvorstellung gewidmet habe (erstmals 1936 erschienen). Die damals erwähnte gleichnamige Fernsehserie aus den 60er Jahren gibt es inzwischen als DVD. Tulpen gibt es ja, so einfach wie gewohnt, keine mehr zu kaufen. So habe ich mir in den letzten Tagen die Frühlingsblüher während der Erfüllung der sportlichen Indoorpflichten als Hauptdarsteller in dieser sechsteiligen Serie angeschaut. Nicht ganz so farbig wie ein bunter Tulpenstrauss, denn nur etwa 20 Minuten von einer Folge sind in Farbe erhalten, obwohl die Serie seinerzeit die erste Farbserie des Deutschen Fernsehens war.
Jetzt schulde ich noch ein paar Sofa-Begriffe. Da wären etwa Sofaturner, Sofatutor, Sofalesungen, Sofakonzerte…
Und mir bleibt zu überlegen - soll ich jetzt wieder mit regelmässigem Bloggen anfangen? Den Blog endlich bei Wordpress fertig einrichten und ihm ein neues Outfit verpassen? Mal schauen, ob hier überhaupt noch jemand vorbeikommt. Da die für die nächsten Wochen und Monate geplanten Besuche von hortikulturellen Veranstaltungen wie Schoppenwihr und Chantilly und spontane Gärtnereibesuche gestrichen sind und frau sich nicht die ganze Zeit nur an die Irlandreise von Anfang Jahr und den Besuch der Schneeglöckchentage in Mannheim mit vielen netten Begegnungen im Februar erinnern kann und will, die Stickgärten aus York bald fertig gestickt sind, müsste sich eigentlich Zeit fürs Geschreibsel finden lassen.
Ach ja, und wie immer habe ich alle in diesem Beitrag erwähnten Titel und Filme selber gekauft und bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet. Bleiben Sie gesund!
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