31. Mai 2010

Giftiger Garten

Im Garten der 44jährigen Dorelia Jones wachsen Giftpflanzen um die Wette. Und die Blumen blühen nicht nur ihrer Schönheit wegen, sondern die Gärtnerin braut daraus die verschiedenste Tränke. Auch der Verstand der Frau ist gewissermassen vergiftet und durchdringende Bosheit spiegelt sich in den meisten ihrer Handlungen wieder.

Dorelia ist eine Albino-Hexe und wohnt im Haus ihrer schwer kranken Mutter, die im Spital liegt und deren Übersiedlung in eine Pflegeresidenz geplant ist. Das Mutter-Tochter-Verhältnis ist seit Dorelias Kindertagen tief gestört und verkorkst. Die Mutter beschuldigt ihre Tochter offen, sie vergiften zu wollen und hat sie deshalb enterbt. Um die Pflegekosten zu bezahlen, will die Mutter ihr Haus rasch möglichst verkaufen und Dorelia benötigt darum dringend ein neues daheim. Sie kann kurzfristig bei ihrem Nachbarn Gilbert unterkommen.

Kurz darauf stirbt die Mutter tatsächlich. Doch der Hausverkauf wurde nur Stunden vorher definitiv besiegelt. Dorelia hat nun ihre Mutter verloren und der Grossteil der Erbmasse geht an den Pfarrer, so dass die Giftpflanzenmischerin praktisch leer ausgeht. Daraufhin blutet Dorelia wie ein Parasit den gutmütigen Gilbert aus, der viel zu spät erkennt, was für ein Spiel mit ihm getrieben wird.

Um an diesem Buch – gemäss Umschlag „A Gothic Fantasy“ – Gefallen zu finden, sollten Sie über ein gesundes Nervengerüst verfügen und ein Flair für Übersinnliches aufweisen.



Valentine Williams:
The Poison Garden of Dorelia Jones
BeWrite Books, 2009