5. September 2012

Carole Ottesen: Dying for the Christmas Rose

Spontan hat sich die 48jährige Gartenjournalistin Mim Fitz an eine Helleborus-Tagung in Philadelphia angemeldet. Alle wichtigen Persönlichkeiten aus der Helleborus-Welt werden dort anwesend sein. Alle ausser Tate Adkins, ihrem Lebenspartner, der vor zwei Jahren auf einer Pflanzenexpedition im Balkan in den Bergen abgestürzt ist und dabei ums Leben kam. Von ihm geblieben sind der Frau, die sich als Gartendesignerin ein Zubrot verdient, neben ihren Erinnerungen ein mit kleinen Helleborus-Pflanzen gesäumter Weg in ihrem Garten.

Nur eine kurze gemeinsame Zeit war dem Paar vergönnt und nicht zuletzt deshalb ist Mim‘s Umfeld der Meinung, sie solle endlich wieder vorwärts schauen. Nicht ganz einfach, wenn man immer noch schwer damit hadert, dass die Zukunft zu zweit ein derart abruptes Ende gefunden hat. Nun hofft Mim, mit Hilfe der Konferenz und der Teilnehmer dieses traurige Kapitel in ihrem Leben abzuschliessen und ist sich dabei sehr wohl bewusst, dass diese Tage inmitten von Leuten, die Tate gut gekannt haben, auch sehr schmerzliche Momente beinhalten werden. Glücklicherweise nimmt auch ihre Freundin Sally an der Tagung teil. Und die beiden wollen die Gelegenheit nutzen, zwischen den Vorträgen an ihrer geplanten gemeinschaftlichen Buchproduktion über Gestaltung mit Kräutern zu arbeiten.

Auf der Hinreise zur Tagung trifft Mim im Zug für sie überraschend ihren alten Bekannten Kevin, der als Reisejournalist ständig unterwegs ist, und ebenfalls an der Helleborus-Konferenz teilnehmen will. Er möchte aus erster Hand mehr über verschiedene mysteriöse Todesfälle unter Christrosen-Züchtern erfahren und darüber ein Buch schreiben. Und Mim vernimmt während der gemeinsamen Zugreise, dass Kevin zur gleichen Zeit wie Tate im Balkan unterwegs war, und diesem sogar begegnet ist.

Die eher unscheinbare 35jährige Margaret Stemple hat keinen Aufwand gescheut, ein hochwertiges Programm für die Helleborus-Konferenz zusammenzustellen. Für sich persönlich hofft sie, dass sich ihre jahrelange aufopfernde Arbeit im Hintergrund für die hortikulturellen Vereine endlich auszahlen und ihr der ihr gebührende Respekt entgegengebracht wird. Und vielleicht liegt auch ein privates Glück drin?

Auch Amy hat sich einer schwierigen Aufgabe zu stellen. Ihr Verlobter, der bekannte und erfolgreiche Helleborus-Züchter JP, ist vor zwei Wochen bei einem Einbruch in ihr gemeinsames Heim ermordet worden. Bei der Tat wurden sämtliche Computer und CDs gestohlen. Dank einer zufällig in einer Jacke steckenden Datensicherung auf einem Stick kann und will Amy unbedingt persönlich den Konferenzteilnehmern JP's für diese Tagung vorbereitetes Programm vorstellen. Doch warum nutzt die Organisatorin Margaret Stemple jede Gelegenheit, diesen Wunsch zu sabotieren?

Spannender Krimi rund um Züchter und Sammler von Helleboren, der Einblick gibt in die heutige Pflanzenjagd und den (nicht immer fesselnden) Ablauf einer mehrtägigen Helleborus-Konferenz für Gartenjournalisten. Im Zentrum stehen gestohlene Pflanzen und das Zuchtziel pünktlich zu Weihnachten in der Farbe Rot blühende Christrosen, die Aufarbeitung der Geschehnisse im Balkan und es ist auch die Rede von blauen Helleboren. Die ideale Lektüre, um die Zeit bis zur nächsten Helleborus-Blüte zu überbrücken!


Carole Ottesen:
Dying for the Christmas Rose
CreateSpace Independent Publishing Platform, 2012