27. Dezember 2012

Robin Pilcher: Das Haus hinter den Hügeln

Dieser Roman wird in verschiedenen Strängen erzählt. In den ersten Kapiteln lernt man vorwiegend wichtige Abschnitte aus verschiedenen Jahren in Claire Barringtons Kindheit und Jugend kennen. 1998 erlebte die verliebte junge Frau die grösste Enttäuschung ihres Lebens. Scheinbar grundlos wendet sich ihr langjähriger Jugendfreund Jonas von ihr ab. Aus einem temporären Auslandaufenthalt resultiert für Claire daraufhin eine definitive Niederlassung in Amerika.

Im Jahr 2005 ist Claire glücklich verheiratet, Mutter einer Tochter und führt zusammen mit ihrem Mann Art ein kleines gut florierenden Restaurants in New York. Mitten im hektischen Alltag erreicht Claire die Nachricht vom plötzlichen Tod ihrer Mutter. Daraufhin reist die Frau zurück nach Schottland, wo sie von ihren tief vergrabenen Erinnerungen eingeholt wird. Ein altes Familiengeheimnis, Intrigen der Stiefgeschwister und die zunehmende Demenz ihres geliebten Stiefvaters Leo beschäftigen die erfolgreiche Geschäftsfrau. Und die Frage, welche persönlichen Interessen Jonas verfolgt. Nutzt er seine langjährige Freundschaft zu Leo zu seinem eigenen Vorteil aus? Seine Rolle bleibt für Claire undurchsichtig.

Zum eher nebensächlichen hortikulturellen Element im Buch zählen die Passion für den Garten die Claires Mutter Daphne mit ihrem Stiefvater Leo verbindet. Die beiden haben sich kennengelernt, als Leo im örtlichen Gartenbauverein, dessen Vorsitzende Daphne dannzumal war, einen Vortrag über exotische Pflanzen gehalten hat. Und als Daphne nach ihrer Heirat mit Leo samt Tochter Claire nach Schottland zieht, gestalten die beiden Frischverheirateten den Garten um und Leo, der Spezialist für exotische Gewächse, ist während dem ganzen Roman sowieso meist im Gewächshaus, dem sogenannten „Drachenpflanzenhaus“, anzutreffen.  



Robin Pilcher: 
Das Haus hinter den Hügeln 
Diana Verlag, 2012