4. September 2010

In eigener Sache: Über Lust und Frust einer Bloggerin

Wer regelmässig hier reinschaut weiss ja, dass meine bevorzugten Hobbys lesen und gärtnern sind. Und wenn Sie aufgrund der Menge der hier vorgestellten Bücher davon ausgehen, dass ich mehr lese als im Garten jäte oder lang gehegte Pläne umsetze, liegen Sie nicht ganz falsch. Seit Anfang 2009 berichte ich im Sofagarten über meine Lieblingslektüre. Daraus haben sich verschiedene interessante E-Mail-Kontakte ergeben und besonders freue ich mich jeweils über direkte Rückmeldungen von Autoren und Autorinnen.

Wie alles andere hat auch das Bloggen nicht nur positive Seiten. Belästigungen können durch das Sperren von Direkt-Kommentaren nicht ganz verhindert, aber doch eingeschränkt werden. Aber gegen das abkupfern von Rezensionen, ist man weitestgehend machtlos, da im Internet das Durchsetzen von Recht trotz Haftungshinweisen ja sehr schwierig ist. Wenn ich dann zum wiederholten Male auf fast wortwörtlich übernommene Buchvorstellungen stosse oder sogar aus dem Leserkreis darauf aufmerksam gemacht werde, frage ich mich schon mal, wozu oder für wen ich eigentlich blogge. Es versteht sich von selbst, dass in Buchbesprechungen über das gleiche Buch der Inhalt nun einmal derselbe ist. Ich bemühe ich mich aber, aus Schweizer oder privater Sicht, Formulierungen in eine Rezension einzubringen. Und wenn dann diese Redewendungen, die wohlverstanden so nicht im Buch vorkommen, eins zu eins übernommen werden (natürlich ohne Hinweis „Die Sofagärtnerin meint“ oder ähnlich), ist das mehr als nur ärgerlich. Das Bloggen soll ja Spass machen und Gleichgesinnten den einen oder anderen Büchertipp vermitteln. Ich verdiene nichts dabei, da ich auf die paar Cents, die ich durch Verlinkung mit Online-Händlern einheimsen könnte, gerne verzichte. Vielleicht sollte ich auf Newsletter umstellen, was meinen Sie?

Diese Zeilen habe ich auf meinen Walkingrunden schon oft in Gedanken formuliert, aber dann auf die Veröffentlichung verzichtet. Jetzt musste es aber einfach mal gesagt (oder geschrieben) werden. So, nun habe ich aber genug lamentiert. Freuen Sie sich auf die nächste Buchbesprechungen: ein Roman aus dem Gärtnermilieu und eine Biografie über eine Südstaatengärtnerin!

Kommentare:

  1. Also ich würde es schon sehr bedauern, wenn die Sofagärtnerin ihre Rezensionen aufgäbe (mir bliebe aber zum Glück dann noch der in Aussicht gestellte Newsletter ;-) !!). Aber den Frust kann ich nachvollziehen, es ist ärgerlich wenn man das Selbstverfasste an anderer Stelle wieder trifft. Da hat wohl jemand das Copyright total missverstanden!! Ich weiss auch nicht ob es überhaupt eine Möglichkeit gäbe, diesem "Wortklau" entgegenzuwirken. Wahrscheinlich nicht! Aber bei den betreffenden websites oder Blogs würde ich mich schon mal melden.....
    Freue mich, dass wir dennoch hier weiterlesen dürfen und Neues und Spannendes über Gartenlektüre erfahren werden.
    Liebe Grüsse,
    Barbara

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  2. Liebe Barbara
    Das ist selbstverständlich parallel zu diesem Beitrag geschehen. Nach der Antwort bin ich eine Illusion ärmer und eine Erfahrung reicher. Recht und Copyright sind dehnbare Begriffe und die Schwelle bis zum Einsetzen von Gewissensbissen variert natürlich auch. Die Details möchte ich hier nicht öffentlich breittreten. Zum Themaabschluss nur noch soviel - wenn ich mal keine eigenen Worte mehr finde, um Bücher vorstellen - dann höre ich auf zu bloggen. Versprochen!

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  3. Liebe Sofagärtnerin

    Leider wird im Internet wie wild geklaut ohne Hinweise, von wem die Texte stammen. Es wird auch selten nach der Erlaubnis gefragt, einen Text oder eine Foto zu verwenden.
    Ich möchte dir raten einen kurzen rechtlichen Hinweis zu publizieren - das müsste wohl bei jeder Rezension stehen - und darauf hinweisen, dass Texte ausdrücklich nur auf Anfrage verwendet werden dürfen. Wenn du Pro Litteris Mitglied bist, kannst du dich dort beraten lassen. Ev findest du einen Hinweis auf deren Website (www.prolitteris.ch > verwaltet Nutzungsrechte von CH-Autorinnen u. Autoren. Leider noch keine Regelung für Abgeltung auf Internet in Sicht!)
    Ev. auch Honorar verlangen bei grösseren Verlagen. Ich fände es sehr schade, wenn dein Blog eingestellt würde. Ein Newsletter ist halt nicht ganz das Gleiche, aber kopiert werden kann auch von einem Newsletter.

    Herzlich grüsst

    Elisabeth, Redaktion www.garten.ch

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  4. Vielen Dank für den Hinweis. Pro Litteris kenne ich aus meiner früheren beruflichen Tätigkeit, habe aber noch nie in Verbindung mit meinem Blog an diese Gesellschaft gedacht. Werde mal auf der Webseite rumstöbern und den Copyright-Hinweis (ganz unten) an etwas prominentere Stelle schieben. LG

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  5. Ich finde es gut, dass Sie Ihrem Frust mal Luft gemacht haben, würde Ihren Blog sehr vermissen, würde aber auch gerne den News Letter lesen. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank für Ihre Blogs, ich lese sie unheimlich gerne

    Annemarie
    Thun

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  6. ... und schon wieder wurden aus einer meiner Rezensionen ganze Sätze identisch übernommen!!! Frechheit!!! Oder soll man/frau über solches Lesepublikum froh sein?

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