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12. Dezember 2020

Edward mit den Scherenhänden (DVD)

Da sich das Tageslicht aktuell wieder früh verabschiedet, mag ich nach Feierabend keine Walkringrunden mehr absolvieren und erfülle die sportlichen Pflichten indoor. Das Programm bringe ich einfacher hinter mich, wenn ich dabei Filme oder Serien anschaue. Nicht nur gelesene Buchinhalte gehen im Verlauf der Zeit vergessen, auch visuelle Wahrnehmungen verblassen und so trainiere ich in diesen Wochen zu schon einmal angeschauten Filmen wie "Greencard""Adaption"  und "Greenfingers". 

Heute habe ich zwischen den DVDs der 80 Weltgärten von Monty Don und der Krimi-Serie "Rosemary and Thyme", welche gerade regelmässig ins Laptop-Laufwerk eingeschoben werden, wieder einmal den Film «Edward mit den Scherenhänden» angeguckt. Beim Suchen nach Stichworten im Blog habe ich festgestellt, dass ich dieses Fanstasiemärchen über einen ganz speziellen Aussenseiter noch gar nie im Sofagarten erwähnt habe. Warum es schneit, will eine Enkelin von ihrer Grossmutter Kim wissen. Die Antwort auf die Frage bildet den Rahmen für diese Winterwundergeschichte und beeindruckende Topiarykünste sorgen für den hortikulturellen Hintergrund. 

Über pastellfarbenen Häusern, in denen gelangweilte Hausfrauen auf ihre Männer warten, die am Morgen in pastellfarbenen Autos das Haus verlassen und erst abends wieder von der Arbeit in ihr Vorstadtheim zurückkehren, thront ein altes Schloss. Das Geschäft der pastellfarben angezogenen Avon-Beauty-Beraterin Peg läuft nur harzig, so dass sie spontan den Einfall in die Tat umsetzt, auf den Hügel hinauf zu fahren und ihre Produkte dort oben anzubieten. Vielleicht lässt sich ja ein neuer Kunde gewinnen? Als niemand auf ihr Klopfen reagiert, tritt sie ein und trifft auf den sanftmütigen Kunstmenschen Edward mit etlichen Narben im Gesicht, auf denen sie gleich ihre Produkte anwendet. 

Der Erfinder von Edward ist gestorben, bevor er sein Meisterwerk vollenden konnte, so dass der junge Mann neben seinem sonderbaren Aussehen mit struwwelpeterähnlicher Frisur Scherenhände aufweist. Die feinfühlige Peg nimmt Edward unter ihre Fittiche und gibt ihm ein neues Daheim in ihrer Familie, zu welcher der Ehemann, die Tochter Kim und der Sohn Kevin gehören. 

Edwards Schöpfer hat ihm zwar gute Manieren beigebracht und wann er lächeln soll, doch das Leben ist überaus kompliziert, wenn man mit Scherenhänden zurechtkommen muss und keine oder nur wenig Ahnung von zwischenmenschlichen Beziehungen, Recht und Unrecht und Gesetzen hat. Ein Wasserbett, das nach dem Kontakt mit den scharf geschliffenen Werkzeugfingern ausläuft, ist da als banales Problem einzuordnen. 

Fast wie Hyänen auf ihre Opfer stürzen sich die die Nachbarinnen auf die willkommene Abwechslung in Gestalt dieses exotischen Menschen und zunächst verläuft die Integration auch ganz gut. Edward schafft nämlich mit seinen Scherenhänden grüne Kunstwerke in den Gärten. Aus langweiligen Sträuchern werden - schnipp schnapp, schnipp schnapp - Dinosaurier, Menschen und andere Objekte. Bald setzt er sein Talent auch als Coiffeur für Hunde ein und wagt sich an die Haare der Vorstädterinnen. Und wenn er beeindruckende Eisskulpturen schafft, schneit es sogar über den Vorstadtdächern, auf die der Schnee sonst in Form von weissen Kunststoff-Matten getackert wird. 

Der Scherenkünstler, der von Jonny Depp gespielt wird und im ganzen Film nur 169 Worte spricht (ich habe nicht nachgezählt), verliebt sich in Kim und seine (scheinbare) Naivität wird ausgenutzt. Wiederholt kommt es zu unschönen, immer heftiger werdenden Konfrontationen mit Kims eifersüchtigem Freund. Die Stimmung in der Umgebung kippt, plötzlich zerreissen sich die Nachbarinnen die Mäuler und die Scheren sorgen nicht mehr nur für oberflächliche Schnitte.

 

Edward mit den Scherenhänden (DVD)
20th Century Fox, 1990

 

Alle in diesem Beitrag erwähnten Bücher/Filme habe ich selbst gekauft. Ich bin niemandem gegenüber in irgendeiner Weise verpflichtet und generiere keine Einnahmen aus den im Sofagarten vorgestellten Büchern/Filmen.


27. Dezember 2014

Der literarische Gartenkalender und der literarische Rosenkalender

Einen Monat Unterrichtspause, etwas Ordnung in die herumliegenden Unterlagen gebracht und festgestellt, dass die beiden Anfang September unverhofft erhaltenen literarischen Kalender immer noch eingeschweisst der Dinge harren, die da kommen sollen. Nämlich einer Vorstellung im Blog und der Überlegung, wo sie einen Platz finden könnten. Nun, packe ich also eins ums andere an.

Meine letzte Kalendervorstellung datiert vom September 2010 und nach einem kurzen Durchlesen derselben kann ich feststellen, dass die damaligen Worte nach wie vor gelten. Dort steht nämlich: „Wenn Sie diese Zeilen lesen, sind Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an Gärten und Literatur interessiert. Dann wäre bestimmt „Der literarische Gartenkalender“ mit Spiralbindung von Schöffling nach Ihrem Geschmack.

Jeden Montag darf zum Wochenstart eine Seite umgeblättert werden und eine neue Aufnahme der bekannten Fotografin Marion Nickig schmückt für eine Woche zusammen mit einem passenden hortikulturellen Zitat eines bekannten Schriftstellers oder einer Schriftstellerin eine Wand oder eine Türe.“

Die Bilder und Zitate haben gewechselt und da der nächste Jahreswechsel unmittelbar bevorsteht, stimmt meine damalige letzte Bemerkung von wegen „je früher Sie sich diesen Kalender allenfalls kaufen und aufhängen, desto länger können Sie sich an dem Titelblatt, auf dem ein blauer Scheinmohn abgebildet ist, erfreuen …“ nicht nur deswegen nicht, weil das aktuelle Titelbild eine Akelei ziert. Was mir persönlich nicht gefällt, sind jene Seiten, bei denen der Text ganz oder teilweise ins Foto hineingeschrieben ist. Diese sind aber gewissermassen in der Minderheit.

Für eine detailliertere Vorstellung fehlt mir wegen meiner nebenberuflichen Weiterbildung schlicht und einfach die Zeit. Deshalb bestelle ich grundsätzlich auch keine Rezensionsexemplare mehr. Die wenige verbliebene Lesezeit widme mich meiner persönlichen, äusserst umfangreichen „Backlist“ und stelle die Lektüre ohne Verpflichtung nach Lust und Laune im Blog vor, oder eben auch nicht.

Im neuen Jahr wird es voraussichtlich dafür gelegentlich Hinweise auf Filme mit hortikulturellem Hintergrund geben. Nachdem ich mir zuletzt auf dem Crosstrainer mit verschiedenen Serien wie "Rosemary and Thyme" und "Natur im Garten", "Weeds" und "Downton Abbey" die Zeit verkürzt habe, schaue ich mich aktuell während der Erfüllung der sportlichen Pflichten durch meine DVD-Sammlung. Die ist zwar längst nicht so umfangreich wie die Büchersammlung, leidet aber teilweise unter der selben Vernachlässigung.

Mit guten Wünschen fürs neue Jahr schliesse ich das Blogjahr 2014 hiermit ab, greife nach Befestigungsmaterial und suche eine freie Türe oder Wand für die beiden Kalender.



Der literarische Gartenkalender 2015 
Mit farbigen Fotos von Marion Nickig – 
ausgewählt und zusammengestellt von Julia Bachstein 
Schöffling und Co., 2014 

Der literarische Rosenkalender 2015
Mit farbigen Fotos von Marion Nickig – 
ausgewählt und zusammengestellt von Maria Mail-Brandt 
Schöffling und Co., 2014

22. Januar 2010

Rosemary and Thyme – Teil 2

Von den beiden hier kürzlich erwähnten gärtnernden Detektivinnen gibt es nicht nur Geschichten in Form von DVD’s. Drei der verfilmten Episoden sind auch als Taschenbücher erschienen.

Im ersten Buch „And no birds sing“ ist Laura Thyme eben von ihrem Ehemann verlassen worden und fährt zu ihren Freunden Sam und Vickie Trent, um sich trösten zu lassen. Gleichzeitig ist Rosemary Boxler von ihrem ehemaligen Studenten Daniel Kellaway in dessen Landhaus eingeladen worden. Daniel ist wegen einem merkwürdigen Hautauschlag stark geschwächt und in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Er muss deshalb die Leitung des Gartencenters, das er mit seinem Freund Sam Trent gemeinsam führt, diesem überlassen.

Ein Autounfall und verschiedene andere merkwürdige Vorfälle wecken den Argwohn von Laura Thyme und Rosemary Boxler, die sich gerade kennen gelernt haben. Für die Lösung ihres ersten gemeinsamen „Falles“ stützen sich die beiden Frauen auf ihr Hintergrundwissen – Rosemarys gärtnerischen Kenntnisse und Lauras Erfahrung aus ihrer früheren beruflichen Tätigkeit als Polizistin.

Die beiden Frauen sind sich sehr sympathisch und möchten ihre neue Freundschaft vertiefen. Sie beabsichtigen, gemeinsam im Garten-Geschäft tätig werden. Im Buch „The Tree of Death“ helfen Laura und Rosemary bei der Organisation eines mittelalterlichen Anlasses mit, während sie im Titel „Memory of Water“ angeheuert werden, um einen Garten in Abootslea zu restaurieren. Doch es bleibt natürlich nicht beim Buddeln von Pflanzlöchern und anderen gärtnerischen Tätigkeiten, sondern die beiden stecken ihre Nasen wie auch schon in der Serie wieder in Angelegenheiten, die sie nichts angehen...



Brian Eastman:
Memory of Water
Allison and Busby, 2006

The Tree of Death
Allison and Busby, 2006

And no birds sing
Allison and Busby, 2004


23. November 2009

Rosemary and Thyme – Teil 1

Je weiter der Herbst fortschreitet und je früher es abends dunkler wird, um so öfter erfülle ich meine sportliche Pflicht auf dem Stepper statt walkend zu versuchen, einen raschen Blick in die leergeräumten Gärten zu werfen. Inzwischen bin ich recht geübt darin, das eintönige, langweilige Steppen in Verbindung mit der Lektüre in einem Buch oder einer Zeitschrift hinter mich zu bringen. Die Minuten erscheinen auf diese Weise nicht unendlich lang und die Kalorienverbrennung gestaltet sich etwas spannender.

Ab und zu lege ich auch eine DVD ein. Besonders geeignet sind für diesen Zweck wegen ihrer Länge von jeweils ungefähr 50 Minuten Fernsehserien und ganz speziell die britischen Staffeln über die beiden gärtnernden Detektivinnen Rosemary & Thyme.

Die beiden Freundinnen Rosemary Boxer und Laura Thyme sind in der Gartenbranche tätig. In der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit (Gartenumgestaltungen, Gartenunterhalt usw.) werden sie immer wieder unvermittelt in Verbrechen verwickelt. Des Rätsels Lösung finden die beiden jeweils mit Hilfe ihres botanischen Hintergrundwissens.

Wie beispielsweise in der Episode um einen blinden Professor (A simple Plot), der sich gegen den Verkauf des Grundstückes wehrt, auf dem sein Schrebergarten steht. Wegen seinem fehlenden Augenlicht, verlässt sich dieser Gärtner umso stärker auf seine Nase und Duftpflanzen dienen ihm im Garten als Wegweiser. Nachdem in seinen Beeten Blumen umgesetzt worden sind, tappt er ahnungslos in die tödliche Falle.

In einer anderen Folge stossen die beiden Hobbydetektivinnen auf Knochen eines Rennpferdes (Arabica and the Early Spider) während in der Episode „The Invisible Worm“ alle Rosen im Garten absterben und in der Geschichte „The Tree of Death“ eine Eibe eine wichtige Rolle spielt.

Damit ich die noch ungesehenen Folgen ungestört ansehen kann, bleibt mir nur noch zu hoffen, dass die Maximal-Lautstärke meines neuen Computers etwas höher ist als die des Vorgängers, der das Quietschen des Steppers fast nicht zu übertönen vermochte, und ich von Rosemarys und Lauras Dialogen in diesem Winter etwas mehr mitbekomme als letztes Jahr.



Rosemary and Thyme, Series 1 (2003)
Rosemary and Thyme, Series 2 (2004)
Rosemary and Thyme, Series 2 (2005 - 2007)
Acorn Video (DVDs mit Code Region 2)