Wenn man sehr viele Bücher liest, kommt es (leider) auch immer wieder vor, dass einem das eine oder andere Buch nicht gefällt. Umso erfreulicher, wenn man dann einen Titel in den Händen hält, der genau das hält, was man sich von ihm versprochen hat. Die Geschichten des Gartenfanatikers Stephan Kirchner sind unterhaltend, wissenswert ohne belehrend zu wirken und vor allem ein Lesevergnügen.
Vielleicht sind seine Betrachtungen gerade darum so vergnüglich, weil er gemäss eigenen Angaben nicht einmal richtig gerne auf der Scholle arbeitet (entweder ist diese zu hart oder zu matschig oder dann ist das Wetter zu windig oder zu heiss). Jedenfalls gibt’s da eine Erzählung über einen Rasenmäher, der sich selbständig macht und das noch original eingeschweisste Handbuch dazu oder eine Betrachtung über Mode und Geschmacksfestigkeit von Gärtnern und Gärtnerinnen.
Das Buch wird durch farbige Collagen aufgelockert. Aber unter uns: ich hätte es bevorzugt, auf die Bilder zu verzichten und zwei, drei mehr Geschichten zu lesen. Nicht zuletzt, um zu erfahren, ob es funktioniert hat mit der blauen Rasiercreme und den blauen Rosen. Kurz zusammengefasst ist das Buch eine Lektüre genau nach meinem Geschmack (egal ob die Geschmacksfestigkeit nun beeinflusst wurde oder nicht)!
Stephan Kirchner:
GartenEmotionen
Deutsche Verlags-Anstalt, 2009
18. März 2009
14. März 2009
Ben und Kayla und die Suche nach den sieben Medaillons
Die zwölfjährigen Zwillingen Kayla und Ben finden in der Bibliothek ihrer Grossmutter ein Buch über das Schloss, welches sich direkt hinter dem Garten befindet. Neugierig machen sich die beiden Richtung Schloss auf und treffen auf einen Grafen, seine Frau und deren Kinder. Die ganze Familie wurde vor vielen Jahren zu Unrecht verflucht und kann seitdem weder lachen noch sprechen.
Um den Fluch zu brechen, müssen sieben Medaillons aufgespürt werden. Kayla und Ben treffen auf ihrer abenteuerlichen Suche auf gute und böse Wesen sowie verschiedene Tier- und Pflanzenarten und am Schluss der Erzählung müssen sie für jedes gefundene Medaillon ein passendes Kraut finden. Sie durchqueren einen uralten Gummibaumwald, Höhlenlandschaften und begegnen Pflanzen und Steinen, die auf jede Bewegung reagieren.
Die Autorin, welche seit einiger Zeit in Australien lebt, hat reale Naturerlebnisse aus diesem Kontinent mit Fantasiewesen wie einem Drachen, Trollen und Gespenstern vermischt. Das Buch wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Es ist spannend geschrieben, teilweise sind Problemlösungen aber auch für ein Kinderbuch etwas gar einfach geraten und es hat leider etliche Schreibfehler in der Geschichte. Das ist schade, sollte einem aber nicht vom Lesen abhalten!
Dorit Wunderlich:
Ben und Kayla und die Suche nach den sieben Medaillons
Wagner Verlag, 2008
Um den Fluch zu brechen, müssen sieben Medaillons aufgespürt werden. Kayla und Ben treffen auf ihrer abenteuerlichen Suche auf gute und böse Wesen sowie verschiedene Tier- und Pflanzenarten und am Schluss der Erzählung müssen sie für jedes gefundene Medaillon ein passendes Kraut finden. Sie durchqueren einen uralten Gummibaumwald, Höhlenlandschaften und begegnen Pflanzen und Steinen, die auf jede Bewegung reagieren.
Die Autorin, welche seit einiger Zeit in Australien lebt, hat reale Naturerlebnisse aus diesem Kontinent mit Fantasiewesen wie einem Drachen, Trollen und Gespenstern vermischt. Das Buch wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Es ist spannend geschrieben, teilweise sind Problemlösungen aber auch für ein Kinderbuch etwas gar einfach geraten und es hat leider etliche Schreibfehler in der Geschichte. Das ist schade, sollte einem aber nicht vom Lesen abhalten!
Dorit Wunderlich:
Ben und Kayla und die Suche nach den sieben Medaillons
Wagner Verlag, 2008
8. März 2009
Mord, Kamelien und Bücher
Mit dem Krimi „Blumen für die Toten“ ist Maria Masella ein richtiger „Seitenumdreher“ für Liebhaber von Büchern mit einer Prise „Italianità“ gelungen. Auf Italienisch sind bereits sechs Bücher um den Commissario Mariani erschienen und werden sogar demnächst verfilmt.
Commissario Antonio Mariani erhält anonym diverse Päckchen, in denen jeweils ein Buch, eine Kamelie und eine Fingerkuppe stecken. Diese Sendungen stehen in Zusammenhang mit einer Mordserie in Genua. Schon bald stellt Mariani fest, dass der Serienkiller es auf seine Familie, nämlich seine Frau, seine Tochter und seine Mutter, abgesehen hat.
Eine kleine Rolle spielt ein Botanikprofessor und ein Buch über die Sprache der Blumen hilft mit, das Rätsel um die Morde zu lösen. Der Anfang des Buches hat mir nicht gefallen, vor allem war mir der Kommissar wegen seiner ausserehelichen Eskapaden ziemlich unsympathisch. Die Geschichte hat mich dann aber immer mehr interessiert, so dass ich das Buch mit Spannung bis zum Ende gelesen habe. Einem Ende, das nicht schon in der Mitte absehbar ist. Ausserdem lernt man Mariani, der den Fall in Ich-Form erzählt, während der Lektüre näher und besser kennen und fühlt mit, wenn die Morde sein persönliches Umfeld immer direkter betreffen.
Maria Masella:
Blumen für die Toten
Wilhelm Goldman Verlag, 2009
Commissario Antonio Mariani erhält anonym diverse Päckchen, in denen jeweils ein Buch, eine Kamelie und eine Fingerkuppe stecken. Diese Sendungen stehen in Zusammenhang mit einer Mordserie in Genua. Schon bald stellt Mariani fest, dass der Serienkiller es auf seine Familie, nämlich seine Frau, seine Tochter und seine Mutter, abgesehen hat.
Eine kleine Rolle spielt ein Botanikprofessor und ein Buch über die Sprache der Blumen hilft mit, das Rätsel um die Morde zu lösen. Der Anfang des Buches hat mir nicht gefallen, vor allem war mir der Kommissar wegen seiner ausserehelichen Eskapaden ziemlich unsympathisch. Die Geschichte hat mich dann aber immer mehr interessiert, so dass ich das Buch mit Spannung bis zum Ende gelesen habe. Einem Ende, das nicht schon in der Mitte absehbar ist. Ausserdem lernt man Mariani, der den Fall in Ich-Form erzählt, während der Lektüre näher und besser kennen und fühlt mit, wenn die Morde sein persönliches Umfeld immer direkter betreffen.
Maria Masella:
Blumen für die Toten
Wilhelm Goldman Verlag, 2009
6. März 2009
Frech?
Ich verfolge regelmässig die Kolumne von Ute Woltron unter www.derstandard.at. Nun ist nach „Gartenfieber“ wieder einmal eine Sammlung von Geschichten in Buchform erschienen.
„Menschen sind auch nur Gärtner – Freche Gartengeschichten“ heisst dieser neue Titel. Sie berichtet von Rosenstecklingsjägern und Blattschneidern, plädiert für selber gezogene Tomaten und schwärmt für Stockmalven. Die Geschichten werden jeweils mit einem Tipp abgeschlossen, zum Beispiel mit jenem, wie geplagte Gärtnerhände gereinigt und verwöhnt werden können. Ein Löffel Kristallzucker mit etwas Öl vermischen und die Hände ein paar Minuten mit dieser Mischung reiben. Falls der Frühling dieses Jahr hoffentlich bald einmal endlich eintrifft, wird dieses Rezept sicher mal ausprobiert!
Witzige und vergnügliche Lektüre über Gartenlust und Gartenfrust. Wieso die Geschichten frech sein sollen, ist mir allerdings nicht ganz klar geworden.
Ute Woltron:
Menschen sind auch nur Gärtner – Freche Gartengeschichten
Christian Brandstätter Verlag, 2009
„Menschen sind auch nur Gärtner – Freche Gartengeschichten“ heisst dieser neue Titel. Sie berichtet von Rosenstecklingsjägern und Blattschneidern, plädiert für selber gezogene Tomaten und schwärmt für Stockmalven. Die Geschichten werden jeweils mit einem Tipp abgeschlossen, zum Beispiel mit jenem, wie geplagte Gärtnerhände gereinigt und verwöhnt werden können. Ein Löffel Kristallzucker mit etwas Öl vermischen und die Hände ein paar Minuten mit dieser Mischung reiben. Falls der Frühling dieses Jahr hoffentlich bald einmal endlich eintrifft, wird dieses Rezept sicher mal ausprobiert!
Witzige und vergnügliche Lektüre über Gartenlust und Gartenfrust. Wieso die Geschichten frech sein sollen, ist mir allerdings nicht ganz klar geworden.
Ute Woltron:
Menschen sind auch nur Gärtner – Freche Gartengeschichten
Christian Brandstätter Verlag, 2009
1. März 2009
Dirty Business Mysteries
Mit „The Big Dirt Nap“ hat Rosemary Harris innert Jahresfrist nun schon den zweiten Gartenkrimi veröffentlicht.
Nachdem Paula Holliday, die im ersten Buch („Pushing up Daisies") ihre Stöckelschuhe gegen Gartenclogs eingetauscht und in Springfield eine Gärtnerei eröffnet hat, während der Restauration der Halycon Gärten, einer lokalen Sehenswürdigkeit, auf eine mumifizierte Leiche stösst, versucht sie im zweiten Band, ihr Einkommen aufzubessern, indem sie für die örtliche Zeitung einen Artikel verfasst.
Im Hotel Titan steht eine Titan arum, eine Pflanze mit dem grössten unverzweigten Blütenstand der Welt, welcher sieben Jahre bis zum Blühen braucht, kurz davor ihre übel riechende Blüte zu öffnen. Über dieses Ereignis soll Paula einen Beitrag schreiben und verbindet diese Gelegenheit damit, ihre Freundin Lucy zu treffen. Darauf überstürzen sich im Hotel Titan die Ereignisse. Ein Mann, der Paula kurz vorher in der Bar in ein Gespräch verwickelt hat, wird ermordet aufgefunden, Lucy taucht nicht auf und bleibt unerreichbar und die Stinkblume will auch nicht blühen. Die Polizei interessiert sich nicht für Lucys Verschwinden und schon steckt Paula wieder mitten in Ermittlungen.
Rosemary Harris:
The Big Dirt Nap
Minotaur Books, 2009
Pushing Up Daisies
Thomas Dunne Books, 2008
Nachdem Paula Holliday, die im ersten Buch („Pushing up Daisies") ihre Stöckelschuhe gegen Gartenclogs eingetauscht und in Springfield eine Gärtnerei eröffnet hat, während der Restauration der Halycon Gärten, einer lokalen Sehenswürdigkeit, auf eine mumifizierte Leiche stösst, versucht sie im zweiten Band, ihr Einkommen aufzubessern, indem sie für die örtliche Zeitung einen Artikel verfasst.
Im Hotel Titan steht eine Titan arum, eine Pflanze mit dem grössten unverzweigten Blütenstand der Welt, welcher sieben Jahre bis zum Blühen braucht, kurz davor ihre übel riechende Blüte zu öffnen. Über dieses Ereignis soll Paula einen Beitrag schreiben und verbindet diese Gelegenheit damit, ihre Freundin Lucy zu treffen. Darauf überstürzen sich im Hotel Titan die Ereignisse. Ein Mann, der Paula kurz vorher in der Bar in ein Gespräch verwickelt hat, wird ermordet aufgefunden, Lucy taucht nicht auf und bleibt unerreichbar und die Stinkblume will auch nicht blühen. Die Polizei interessiert sich nicht für Lucys Verschwinden und schon steckt Paula wieder mitten in Ermittlungen.
Rosemary Harris:
The Big Dirt Nap
Minotaur Books, 2009
Pushing Up Daisies
Thomas Dunne Books, 2008
25. Februar 2009
Von der grünen Wiese zum blühenden Garten der Poesie
So lautet der Untertitel von Ruth Wegerer Buch „Gärtnerin aus Liebe“. Die Wohn- und Gartenjournalistin erzählt darin von ihrem Wochenend-Gärtnerleben in Niederösterreich.
Als Gegenleistung für die Renovation und Erhalt eines stark heruntergekommenen Sommerhauses erhalten Ruth Wegerer und ihr Mann einen zehnjährigen Mietvertrag für ein Grundstück von rund 5000 m2 mitten in einem Wald. Fünf Sommer dauerte es, den Zweitwohnsitz bewohnbar zu machen und einen zur Landschaft passenden Garten entstehen zu lassen. Passend heisst naturnah, biologisch und ein wildes Durcheinanderblühen.
Das Buch ist ein sehr persönliche Geschichte über das Auf und Ab im Entstehen dieses Paradieses auf Zeit. Der Garten steht nämlich am Ende des Buches zum Verkauf. Und weil ein Erwerb die inzwischen verwitwete Gärtnerin finanziell und kräftemässig überfordern würde, hat sie ihn wohl inzwischen aufgegeben. Als Trost bleibt ihr aber ein unvergängliches Erinnerungsbuch, das immer wieder durchgeblättert werden kann. Abgerundet wird das gelungene Buch durch Anregungen und Tipps aus dem Garten und der Region. Etwas schade ist nur, dass die Fotos teilweise unscharf und bei zuviel Sonnenlicht aufgenommen worden sind.
Ruth Wegerer:
Gärtnerin aus Liebe Christian
Brandstätter Verlag, 2008
Als Gegenleistung für die Renovation und Erhalt eines stark heruntergekommenen Sommerhauses erhalten Ruth Wegerer und ihr Mann einen zehnjährigen Mietvertrag für ein Grundstück von rund 5000 m2 mitten in einem Wald. Fünf Sommer dauerte es, den Zweitwohnsitz bewohnbar zu machen und einen zur Landschaft passenden Garten entstehen zu lassen. Passend heisst naturnah, biologisch und ein wildes Durcheinanderblühen.
Das Buch ist ein sehr persönliche Geschichte über das Auf und Ab im Entstehen dieses Paradieses auf Zeit. Der Garten steht nämlich am Ende des Buches zum Verkauf. Und weil ein Erwerb die inzwischen verwitwete Gärtnerin finanziell und kräftemässig überfordern würde, hat sie ihn wohl inzwischen aufgegeben. Als Trost bleibt ihr aber ein unvergängliches Erinnerungsbuch, das immer wieder durchgeblättert werden kann. Abgerundet wird das gelungene Buch durch Anregungen und Tipps aus dem Garten und der Region. Etwas schade ist nur, dass die Fotos teilweise unscharf und bei zuviel Sonnenlicht aufgenommen worden sind.
Ruth Wegerer:
Gärtnerin aus Liebe Christian
Brandstätter Verlag, 2008
22. Februar 2009
Leichte Lektüre
Bücher von Trisha Ashley sind schon in deutscher Sprache erschienen, jene die von Gärtnern handeln warten aber noch auf eine Übersetzung. Die Autorin schreibt über Frauen um die 40. Nicht besonders anspruchsvolle Lektüre, aber zumeist witzig und romantisch und im Stil ähnlich wie jene von Katie Fforde (Im Garten meiner Liebe).
„The Generous Gardener“ (Titel der Softcoverausgabe: "Sowing Secrets") erzählt aus dem Leben von Fran. Diese ist mit ihrem Leben eigentlich zufrieden. Sie hat ein eigenes Geschäft aufgebaut, ist verheiratet, hat gute Freundinnen, ihre Tochter studiert an der Uni und sie liebt ihren Rosengarten über alles. Dann beginnt ihre Tochter Rosie immer hartnäckigere Fragen betreffend ihrem Vater zu stellen. Fran hat Rosie nämlich nie erzählt, dass sie das Ergebnis einer einzigen Liebesnacht ist.
Plötzlich gerät Frans Leben aus den Fugen. Ein alter Freund meldet sich, nachdem er auf ihre neue Homepage gestossen ist. Sie sieht den Vater ihrer Tochter in einer TV-Garten-Show und ihr Mann Mal muss geschäftlich für ein halbes Jahr ins Ausland. Zu noch mehr Verwicklungen führt, dass eben dieser TV-Gärtner Gabriel die Restaurierung eines Anwesens von Frans Freunden übernimmt.
In a „Winter’s Tale“ erbt Sophy unerwartet Winter’s End, ein grosses Herrenhaus. Sie hat eben ihre Stelle verloren, die ihr mehr schlecht als recht ein Einkommen gesichert hat. Das Haus ist stark heruntergekommen, weil ihr Grossvater in den letzten Jahren vor seinem Tod alles Geld in die Restaurierung des Gartens gesteckt hat. Sophy steht vor der Herausforderung Geld aufzutreiben, um die nötigen Renovationen und den laufenden Unterhalt zu finanzieren. Ihr Chefgärtner ist gar nicht begeistert davon, dass die Gartenrestaurierung nicht mehr erste Priorität geniesst und Jack Lewis, ein entfernter Cousin, möchte sie unbedingt heiraten, um in den Besitz von Winter’s End zu kommen.
Das Ende beider Bücher kann schon bald erahnt werden. Einige Verwicklungen scheinen etwas konstruiert, alles in allem aber sind beide Bücher eine amüsante Lektüre. Trisha Ashley scheint ein Flair für Gärtner und Gärten zu haben. Kürzlich ist „Happy Endings“ erschienen. In diesem Titel spielt gemäss Buchbeschreibung eine Gartenromanautorin die Hauptrolle.
Nachtrag: Von der Autorin habe ich erfahren, dass ihr im April erscheinendes Buch "Wedding Tiers" "a lot about growing vegetables and keeping hens and making jam and wine ..." enthält.
Trisha Ashley:
The Generous Gardener (Paperbacktitel: Sowing Secrets)
Severn House Publishers, 2005
A Winter’s Tale
Harper Collins Avon, 2008
Happy Endings
Severn House Publishers, 2008
„The Generous Gardener“ (Titel der Softcoverausgabe: "Sowing Secrets") erzählt aus dem Leben von Fran. Diese ist mit ihrem Leben eigentlich zufrieden. Sie hat ein eigenes Geschäft aufgebaut, ist verheiratet, hat gute Freundinnen, ihre Tochter studiert an der Uni und sie liebt ihren Rosengarten über alles. Dann beginnt ihre Tochter Rosie immer hartnäckigere Fragen betreffend ihrem Vater zu stellen. Fran hat Rosie nämlich nie erzählt, dass sie das Ergebnis einer einzigen Liebesnacht ist.
Plötzlich gerät Frans Leben aus den Fugen. Ein alter Freund meldet sich, nachdem er auf ihre neue Homepage gestossen ist. Sie sieht den Vater ihrer Tochter in einer TV-Garten-Show und ihr Mann Mal muss geschäftlich für ein halbes Jahr ins Ausland. Zu noch mehr Verwicklungen führt, dass eben dieser TV-Gärtner Gabriel die Restaurierung eines Anwesens von Frans Freunden übernimmt.
In a „Winter’s Tale“ erbt Sophy unerwartet Winter’s End, ein grosses Herrenhaus. Sie hat eben ihre Stelle verloren, die ihr mehr schlecht als recht ein Einkommen gesichert hat. Das Haus ist stark heruntergekommen, weil ihr Grossvater in den letzten Jahren vor seinem Tod alles Geld in die Restaurierung des Gartens gesteckt hat. Sophy steht vor der Herausforderung Geld aufzutreiben, um die nötigen Renovationen und den laufenden Unterhalt zu finanzieren. Ihr Chefgärtner ist gar nicht begeistert davon, dass die Gartenrestaurierung nicht mehr erste Priorität geniesst und Jack Lewis, ein entfernter Cousin, möchte sie unbedingt heiraten, um in den Besitz von Winter’s End zu kommen.
Das Ende beider Bücher kann schon bald erahnt werden. Einige Verwicklungen scheinen etwas konstruiert, alles in allem aber sind beide Bücher eine amüsante Lektüre. Trisha Ashley scheint ein Flair für Gärtner und Gärten zu haben. Kürzlich ist „Happy Endings“ erschienen. In diesem Titel spielt gemäss Buchbeschreibung eine Gartenromanautorin die Hauptrolle.
Nachtrag: Von der Autorin habe ich erfahren, dass ihr im April erscheinendes Buch "Wedding Tiers" "a lot about growing vegetables and keeping hens and making jam and wine ..." enthält.
Trisha Ashley:
The Generous Gardener (Paperbacktitel: Sowing Secrets)
Severn House Publishers, 2005
A Winter’s Tale
Harper Collins Avon, 2008
Happy Endings
Severn House Publishers, 2008
18. Februar 2009
Gärtnerische Lektüre für Kinder und Jugendliche
Auch für Kinder und Jugendliche gibt es immer wieder interessantes zu gärtnerischen Themen zu lesen.
„Joschis Garten“ von Ursula Wölfel wird schon seit Jahren immer mal wieder neu aufgelegt. Völlig zu recht. Joschi hat Herrn Allemanns verwilderten Garten für einen Euro abgekauft. Sogar einen Vertrag haben die beiden abgeschlossen. Was für Herrn Allemann ein Spiel ist, nimmt Joschi ernst. Er gräbt, jätet und legt neue Beete an. Da rollen eines Tages Bagger an …
Ein weiterer Klassiker für Kinder und Erwachsene ist „Tistou mit den grünen Daumen“ von Maurice Druon aus dem Jahr 1957. Tistou kommt als Sohn eines reichen Waffenfabrikanten auf die Welt und lebt wohlbehütet in einem schönen Haus. Aber Tistou ist anders als andere Kinder – er besitzt den grünen Daumen. Alles, was er mit seinen Daumen berührt, verwandelt sich in Pflanzen. Tistou kann die ganze Welt veändern – und er tut es.
„Das Garten-Komitee ist zusammengetreten, um über die Erde zu beraten, nicht über die ganze Erde, den Globus, sondern über das bisschen davon, das aus dem grossen Garten am Platz gestohlen worden ist.“ So beginnt das Buch „Die blauen Blumen der Catstreet“ von Rumer Godden. Es erzählt die Geschichte der kleinen Lovejoy Mason, die bei einem französischen Ehepaar, das im London der Nachkriegszeit ein Restaurant führt, in Pflege gegeben worden ist. Die Mutter besucht ihre Tochter nur selten. Der einzige Trost für Lovejoy wird ein Tütchen Kornblumensamen. Zusammen mit dem Anführer der Strassenjungen legt sie mitten in einer Steinwüste einen winzigen Garten an, um den schliesslich ein grosser Streit entbrennt.
Ursula Wölfel:
Joschis Garten
Diverse Ausgaben, z.B. Carlsen Verlag, 2008
Maurice Druon:
Tistou mit den grünen Daumen
Diverse Ausgaben, z.B. Carlsen Verlag, 2008
Rumer Godden:
Die blauen Blumen der Catstreet/An Episode of Sparrows
Diverse Ausgaben, deutsch nur noch antiquarisch erhältlich
Ein weiterer Klassiker für Kinder und Erwachsene ist „Tistou mit den grünen Daumen“ von Maurice Druon aus dem Jahr 1957. Tistou kommt als Sohn eines reichen Waffenfabrikanten auf die Welt und lebt wohlbehütet in einem schönen Haus. Aber Tistou ist anders als andere Kinder – er besitzt den grünen Daumen. Alles, was er mit seinen Daumen berührt, verwandelt sich in Pflanzen. Tistou kann die ganze Welt veändern – und er tut es.
„Das Garten-Komitee ist zusammengetreten, um über die Erde zu beraten, nicht über die ganze Erde, den Globus, sondern über das bisschen davon, das aus dem grossen Garten am Platz gestohlen worden ist.“ So beginnt das Buch „Die blauen Blumen der Catstreet“ von Rumer Godden. Es erzählt die Geschichte der kleinen Lovejoy Mason, die bei einem französischen Ehepaar, das im London der Nachkriegszeit ein Restaurant führt, in Pflege gegeben worden ist. Die Mutter besucht ihre Tochter nur selten. Der einzige Trost für Lovejoy wird ein Tütchen Kornblumensamen. Zusammen mit dem Anführer der Strassenjungen legt sie mitten in einer Steinwüste einen winzigen Garten an, um den schliesslich ein grosser Streit entbrennt.
Ursula Wölfel:
Joschis Garten
Diverse Ausgaben, z.B. Carlsen Verlag, 2008
Maurice Druon:
Tistou mit den grünen Daumen
Diverse Ausgaben, z.B. Carlsen Verlag, 2008
Rumer Godden:
Die blauen Blumen der Catstreet/An Episode of Sparrows
Diverse Ausgaben, deutsch nur noch antiquarisch erhältlich
17. Februar 2009
Noch mehr Gärtnerinnen
Die Landschaftsgärtnerin Cordula Hamann ist überzeugt, dass man nicht unbedingt nach England fahren muss, um sehenswerte Gärten zu besuchen. Sie möchte mit ihrem Buch dazu beitragen, dass auch Gärten im deutschsprachigen Raum beachtet und mit Wertschätzung wahrgenommen werden und den Eindruck widerlegen, dass es eine Kultur der Gärtnerinnen nicht gibt.
In ihrem Buch stellt sie neunzehn Frauen und ihre unterschiedlichen Gärten vor. Neben den Privatgärten von Anja Maubach und Aglaja von Rumohr (Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin) – diese beiden sind übrigens auch im anderen hier vorgestellten „Frauengartenbuch“ portraitiert – wird ein Berggarten präsentiert, ein Reihenhausgarten ist dabei und auch eine Funkiensammlung und das Europa-Rosarium Sangerhausen. Die Schweiz ist vertreten durch die Seegärten der Schwestern Bächi, die Gartenterrassen von Marietta Weber sowie die grünen Paradiese von Gertrud Bölsterli und Regula Schuster.
So verschieden wie ihre Gärten sind auch die Biografien, Motivationen und Vorlieben der Frauen. Der einen ist Form und Struktur wichtiger als Farbe, eine andere liebt ihre Gehölze über alles. Die Texte werden jeweils durch persönliche Notizen ergänzt. Traumhafte Fotos machen aus dem kompetent verfassten Buch auch eine Augenweide.
Cordula Hamann:
Gärtnerinnen – Von der Leidenschaft mit Pflanzen zu gestalten
Deutsche Verlags-Anstalt, 2008
Dieser Beitrag ist bereits früher in der Mitgliederpublikation der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde abgedruckt worden
In ihrem Buch stellt sie neunzehn Frauen und ihre unterschiedlichen Gärten vor. Neben den Privatgärten von Anja Maubach und Aglaja von Rumohr (Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin) – diese beiden sind übrigens auch im anderen hier vorgestellten „Frauengartenbuch“ portraitiert – wird ein Berggarten präsentiert, ein Reihenhausgarten ist dabei und auch eine Funkiensammlung und das Europa-Rosarium Sangerhausen. Die Schweiz ist vertreten durch die Seegärten der Schwestern Bächi, die Gartenterrassen von Marietta Weber sowie die grünen Paradiese von Gertrud Bölsterli und Regula Schuster.
So verschieden wie ihre Gärten sind auch die Biografien, Motivationen und Vorlieben der Frauen. Der einen ist Form und Struktur wichtiger als Farbe, eine andere liebt ihre Gehölze über alles. Die Texte werden jeweils durch persönliche Notizen ergänzt. Traumhafte Fotos machen aus dem kompetent verfassten Buch auch eine Augenweide.
Cordula Hamann:
Gärtnerinnen – Von der Leidenschaft mit Pflanzen zu gestalten
Deutsche Verlags-Anstalt, 2008
Dieser Beitrag ist bereits früher in der Mitgliederpublikation der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde abgedruckt worden
Besondere Frauen und ihre Gärten
Vielleicht interessiert es Sie, ob Charlotte Link, die Bücher mit Titeln wie „Wilde Lupinen“ oder „Die Rosenzüchterin“ geschrieben hat, selber eine leidenschaftliche Gärtnerin ist oder sich gar mit der Vermehrung von Blumen beschäftigt? Oder wieso Ruth Maria Kubitschek (eine der Hauptdarstellerinnen aus der gleichnamigen Verfilmung von letzterem Titel) Schwielen an den Händen Freude machen?
Im Buch „Besondere Frauen und ihre Gärten“ von Eva Kohlrusch und Gary Rogers geben fast zwei Dutzend mehr oder weniger bekannte Frauen einen Einblick in ihre persönlichen Paradiese. Bei den vorgestellten Frauen handelt es sich mehrheitlich um Autodidaktinnen, die ihre ganz privaten Gartengeschichten und ihren Bezug zum Gärtnern schildern. Sie erzählen davon, wie ihre Liebe zum Garten geweckt wurde, von Gartenreisen, Sammelleidenschaften und grenzenloser Passion. Die Texte werden umrahmt von wunderschönen Fotos und ergänzt durch Erfahrungen und Lieblingspflanzen der Portraitierten.
Abgerundet wird der gelungene Bildband durch ein Adressverzeichnis mit Angaben zur Grösse der Gärten, Öffnungszeiten und (Internet)-Adressen. Ein Buch, das nicht nur an einem dunklen Winterabend zum Träumen von gelungenen Gartenkompositionen einlädt. Übrigens, Charlotte Link bezeichnet sich selber nicht als Gartenmensch, der es liebt in der Erde zu wühlen. Es lohnt sich, selber nachzulesen!
Eva Kohlrusch und Gary Rogers (Fotos):
Besondere Frauen und ihre Gärten
Callwey Verlag, 2008
Dieser Beitrag ist bereits früher in der Mitgliederpublikation der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde abgedruckt worden
Im Buch „Besondere Frauen und ihre Gärten“ von Eva Kohlrusch und Gary Rogers geben fast zwei Dutzend mehr oder weniger bekannte Frauen einen Einblick in ihre persönlichen Paradiese. Bei den vorgestellten Frauen handelt es sich mehrheitlich um Autodidaktinnen, die ihre ganz privaten Gartengeschichten und ihren Bezug zum Gärtnern schildern. Sie erzählen davon, wie ihre Liebe zum Garten geweckt wurde, von Gartenreisen, Sammelleidenschaften und grenzenloser Passion. Die Texte werden umrahmt von wunderschönen Fotos und ergänzt durch Erfahrungen und Lieblingspflanzen der Portraitierten.
Abgerundet wird der gelungene Bildband durch ein Adressverzeichnis mit Angaben zur Grösse der Gärten, Öffnungszeiten und (Internet)-Adressen. Ein Buch, das nicht nur an einem dunklen Winterabend zum Träumen von gelungenen Gartenkompositionen einlädt. Übrigens, Charlotte Link bezeichnet sich selber nicht als Gartenmensch, der es liebt in der Erde zu wühlen. Es lohnt sich, selber nachzulesen!
Eva Kohlrusch und Gary Rogers (Fotos):
Besondere Frauen und ihre Gärten
Callwey Verlag, 2008
Dieser Beitrag ist bereits früher in der Mitgliederpublikation der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde abgedruckt worden
13. Februar 2009
Dichtergarten
Schon vor einiger Zeit gekauft, aber immer noch ungelesen stand der Band über Haus und Garten Kapf im Aargauer Freiamt des Dichterpaares Erika Burkart und Ernst Halter in meinem Bücherregal. Nicht vergessen - aber nachdem ich eben dieses Buch vor ein paar Tagen in einer Buchhandlung schon in einer Ramschkiste entdeckt habe, endlich zur Hand genommen und gelesen …
Der Fotograf Alois Lang, selber ein Gärtner, hat den Garten in verschiedenen Jahreszeiten fotografiert. Die Fotos, teils farbig, teils schwarz/weiss, sind sehr stimmungsvoll. Besonders gut gefällt mir das Bild von der Cyclamenwiese . Und zugegeben, es macht mich auch leicht neidisch – aber vielleicht breiten sich meine Alpenveilchen ja irgendwann auch noch so schön aus. Ernst Halter bezeichnet die Cyclamen ja auch als sein Gartenerfolg. Angeregt durch ein Blütenmeer in einem Schlosspark anno 1970 setzte er während Jahren im Frühjahr und Herbst ein, zwei Packungen dieser Herbst- und Frühlingsblüher, und heute blühen in diesen Jahreszeiten tausende dieser Blumen (C. hederifolium und coum). Ergänzt werden die Bilder mit Texten und Gedichten, die teilweise bereits in früheren Werken erschienen sind sowie von handgezeichneten Plänen des Gartens sowie einer Einführung von Egon Ammann.
Erika Burkart + Ernst Halter (Texte), Alois Lang (Fotografien):
Das verborgene Haus – Zeit und Augenblick
Ammann Verlag, 2008
Der Fotograf Alois Lang, selber ein Gärtner, hat den Garten in verschiedenen Jahreszeiten fotografiert. Die Fotos, teils farbig, teils schwarz/weiss, sind sehr stimmungsvoll. Besonders gut gefällt mir das Bild von der Cyclamenwiese . Und zugegeben, es macht mich auch leicht neidisch – aber vielleicht breiten sich meine Alpenveilchen ja irgendwann auch noch so schön aus. Ernst Halter bezeichnet die Cyclamen ja auch als sein Gartenerfolg. Angeregt durch ein Blütenmeer in einem Schlosspark anno 1970 setzte er während Jahren im Frühjahr und Herbst ein, zwei Packungen dieser Herbst- und Frühlingsblüher, und heute blühen in diesen Jahreszeiten tausende dieser Blumen (C. hederifolium und coum). Ergänzt werden die Bilder mit Texten und Gedichten, die teilweise bereits in früheren Werken erschienen sind sowie von handgezeichneten Plänen des Gartens sowie einer Einführung von Egon Ammann.
Erika Burkart + Ernst Halter (Texte), Alois Lang (Fotografien):
Das verborgene Haus – Zeit und Augenblick
Ammann Verlag, 2008
6. Februar 2009
Kate Morton: Der verborgene Garten
Die junge Australierin Cassandra erbt von ihrer Grossmutter Nell ein kleines Cottage in Cornwall. Cassandra, die den grössten Teil ihrer Jugend bei ihrer Grossmutter verbracht hatte, wusste noch nicht einmal, dass diese einmal in Europa war. Ihre Grossmutter scheint sich aber sicher gewesen zu sein, dass Cassandra das Rätsel aus der Vergangenheit lösen kann. Der Roman erstreckt sich über mehrere Generationen und wird auf drei Zeitebenen erzählt.
Anfang des 20. Jahrhunderts wird die Geschichtenerzählerin Eliza auf den Herrensitz Blackhurst gebracht. Dort freundet sie sich mit ihrer Cousine Rose an, und die beiden geben sich ein unheilvolles Versprechen. Nell erfährt an ihrem 21. Geburtstag von ihrem Vater, dass ihre leiblichen Eltern unbekannt sind und sie als Kleinkind allein in einem australischen Hafen aufgefunden worden ist, nachdem ein grosser Dampfer aus Europa angelegt hatte. Nach dem Tod ihres Vaters erhält sie den gepackten Koffer, den sie damals dabei hatte, und macht sich in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts auf, das Rätsel um ihre Vergangenheit zu lösen. Wer war die Autorin, die sie damals aufs Schiff gebracht hatte? Wer hat den geheimen Garten auf Blackhurst angelegt?
Ein wunderbar erzählter Roman voller Phantasie samt Märchen von der Geschichtenerzählerin Eliza. Die Lösung des Rätsels ist nicht vorhersehbar und somit bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Kate Morton liess sich u.a. vom Buch „Der geheime Garten“ von Frances Hodgson Burnett inspirieren und lässt dessen Autorin sogar auf einem Fest auftauchen.
Kate Morton:
Der verborgene Garten
Diana Verlag, 2009
Anfang des 20. Jahrhunderts wird die Geschichtenerzählerin Eliza auf den Herrensitz Blackhurst gebracht. Dort freundet sie sich mit ihrer Cousine Rose an, und die beiden geben sich ein unheilvolles Versprechen. Nell erfährt an ihrem 21. Geburtstag von ihrem Vater, dass ihre leiblichen Eltern unbekannt sind und sie als Kleinkind allein in einem australischen Hafen aufgefunden worden ist, nachdem ein grosser Dampfer aus Europa angelegt hatte. Nach dem Tod ihres Vaters erhält sie den gepackten Koffer, den sie damals dabei hatte, und macht sich in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts auf, das Rätsel um ihre Vergangenheit zu lösen. Wer war die Autorin, die sie damals aufs Schiff gebracht hatte? Wer hat den geheimen Garten auf Blackhurst angelegt?
Ein wunderbar erzählter Roman voller Phantasie samt Märchen von der Geschichtenerzählerin Eliza. Die Lösung des Rätsels ist nicht vorhersehbar und somit bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Kate Morton liess sich u.a. vom Buch „Der geheime Garten“ von Frances Hodgson Burnett inspirieren und lässt dessen Autorin sogar auf einem Fest auftauchen.
Kate Morton:
Der verborgene Garten
Diana Verlag, 2009
2. Februar 2009
Hortus Revisited - Hrsg. David Wheeler
Zum 21. Geburtstag des vierteljährlich mit wunderbaren Illustrationen in s/-w-Optik erscheinenden Journals „Hortus“ ist eine Anthologie aus den bisher über 10'000 veröffentlichten Seiten anspruchsvoller Gartenliteratur erschienen.
Wer Hortus bereits kennt, wird eingeladen nochmals Mirabel Oslers Ausführungen über Ordnung und Chaos im Garten zu folgen, wer Hortus erst noch entdecken will, findet vielleicht gefallen an Catherine Umphreys Artikel über Margery Fish und die Leiden und Freuden von partnerschaftlichem Gärtnern oder erfährt von Fergus Garrett näheres über die Gattung Vergissmeinnicht (Myosotis). Die Themenpalette reicht von Farbe, Duft, Pflanzenzucht über Pflanzenjäger zu Gartenportraits. Ebenso unterschiedlich sind die Beiträge abgefasst – mal unterhaltend, witzig oder informativ, dazwischen gibt’s aber auch schwerfälligere Kost.
Zu den Autoren gehören Profis und Amateure, Botaniker und Historiker, Gärtner und Gartenfanatiker, vertreten sind u.a. Beth Chatto, Ursula Buchan, Roy Strong und Noel Kingsbury. Infos über Hortus: www.hortus.co.uk. Die ersten beiden Jahrgänge der Hortus-Back-Issues sind vor längerer Zeit ebenfalls in Buchform erschienen und nur noch antiquarisch erhältlich (By Pen and By Spade und The Generous Garden, beide Titel herausgegeben von David Wheeler).
David Wheeler (Ed.)
Hortus Revisited – A Twenty-first Birthday Anthology
Frances Lincoln Ltd, 2008
Diese Rezension ist bereits früher in der Mitgliederzeitschrift der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde erschienen
Wer Hortus bereits kennt, wird eingeladen nochmals Mirabel Oslers Ausführungen über Ordnung und Chaos im Garten zu folgen, wer Hortus erst noch entdecken will, findet vielleicht gefallen an Catherine Umphreys Artikel über Margery Fish und die Leiden und Freuden von partnerschaftlichem Gärtnern oder erfährt von Fergus Garrett näheres über die Gattung Vergissmeinnicht (Myosotis). Die Themenpalette reicht von Farbe, Duft, Pflanzenzucht über Pflanzenjäger zu Gartenportraits. Ebenso unterschiedlich sind die Beiträge abgefasst – mal unterhaltend, witzig oder informativ, dazwischen gibt’s aber auch schwerfälligere Kost.
Zu den Autoren gehören Profis und Amateure, Botaniker und Historiker, Gärtner und Gartenfanatiker, vertreten sind u.a. Beth Chatto, Ursula Buchan, Roy Strong und Noel Kingsbury. Infos über Hortus: www.hortus.co.uk. Die ersten beiden Jahrgänge der Hortus-Back-Issues sind vor längerer Zeit ebenfalls in Buchform erschienen und nur noch antiquarisch erhältlich (By Pen and By Spade und The Generous Garden, beide Titel herausgegeben von David Wheeler).
David Wheeler (Ed.)
Hortus Revisited – A Twenty-first Birthday Anthology
Frances Lincoln Ltd, 2008
Diese Rezension ist bereits früher in der Mitgliederzeitschrift der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde erschienen
29. Januar 2009
Jo-Ann Mapson: Bad Girl Creek-Trilogie
Phoebe de Thomas erbt nach dem Tod ihrer geliebten Tante Sadie eine Blumenfarm und ein Journal. Ihr ganzes Leben schon hat Phoebe mit grossen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Die Erbschaft scheint deshalb nicht sehr passend. Statt aber die Blumenfarm zu verkaufen, nimmt sie drei Mitbewohnerinnen mitsamt Pferd, Papagei und Hund auf, die ihr helfen sollen, die Farm zu betreiben und erfährt bald 40jährig zum ersten Mal in ihrem Leben echte Freundschaft mit allen Höhen und Tiefen.
Zwischen Weihnachtssternen, Valtentinstag-Gestecken und Osterkörben wird abwechselnd aus der Sicht von Phoebe, Nance, Ness und Beryl erzählt. Phoebe verliert am Tag ihrer geplanten Hochzeit den Mann, den sie heiraten will durch einen Unfall. Nach einer lebensgefährlichen Schwangerschaft möchte sie von ihrer Tochter zunächst nichts wissen. Ihr Bruder James heiratet Nance und die beiden verzweifeln fast daran, dass Nance eine Fehlgeburt nach der anderen erleidet. Ness ist HIV-Positiv und pflegt den aidskranken David bis zu seinem Tod. Beryl findet nach Jahren im Gefängnis einen neuen Partner und verlässt als erste die Blumenfarm wieder. Hilfe und Trost finden die Frauen immer wieder in Sadies Journal.
Die Charaktere sind sehr echt gezeichnet und man glaubt bald, die Frauen tatsächlich zu kennen und würde gerne mal in Bad Girl Creek vorbeischauen… Schade, dass die Bücher nie auf Deutsch übersetzt worden sind. Und vielleicht gibt es ja irgendwann einmal eine Fortsetzung. Ich würde gerne erfahren, wie es den Frauen weiter ergangen ist!
Jo-Ann Mapson:
Bad Girl Creek / Along came Mary / Good bye, Earl
Zwischen Weihnachtssternen, Valtentinstag-Gestecken und Osterkörben wird abwechselnd aus der Sicht von Phoebe, Nance, Ness und Beryl erzählt. Phoebe verliert am Tag ihrer geplanten Hochzeit den Mann, den sie heiraten will durch einen Unfall. Nach einer lebensgefährlichen Schwangerschaft möchte sie von ihrer Tochter zunächst nichts wissen. Ihr Bruder James heiratet Nance und die beiden verzweifeln fast daran, dass Nance eine Fehlgeburt nach der anderen erleidet. Ness ist HIV-Positiv und pflegt den aidskranken David bis zu seinem Tod. Beryl findet nach Jahren im Gefängnis einen neuen Partner und verlässt als erste die Blumenfarm wieder. Hilfe und Trost finden die Frauen immer wieder in Sadies Journal.
Die Charaktere sind sehr echt gezeichnet und man glaubt bald, die Frauen tatsächlich zu kennen und würde gerne mal in Bad Girl Creek vorbeischauen… Schade, dass die Bücher nie auf Deutsch übersetzt worden sind. Und vielleicht gibt es ja irgendwann einmal eine Fortsetzung. Ich würde gerne erfahren, wie es den Frauen weiter ergangen ist!
Jo-Ann Mapson:
Bad Girl Creek / Along came Mary / Good bye, Earl
24. Januar 2009
Antiquarische Lieblingslektüre
Zu meiner Lieblingslektüre zählen schon seit etlichen Jahren neben Kolumnen-Büchern von Gärtnerinnen und Gärtnern Gartenbücher, die in Romanform geschrieben sind. Während ich Anfang der 90er-Jahre noch in einem Inserat in einer grösseren Gartenzeitschrift Tipps für weitere vergnügliche Lesestunden gesucht habe (und tatsächlich auch etliche erhalten habe), erweitere ich meine Bibliothek heute hauptsächlich durch „googeln“. Das Internet eröffnet einem ja fast unbeschränkte Möglichkeiten - die Suche wird aber leider schwierig, wenn Stichworte wie Garten, Pflanzen oder Gärtner nicht im Buchtitel erscheinen.
Einer meiner Favoriten in Sachen unterhaltsame Gartentitel ist Beverley Nichols (1898 – 1983), der es meisterhaft verstanden hat, biographische Gartenromane – gewürzt mit typisch englischem Humor – zu verfassen. Während bei Timber Press in den letzten Jahren seine Gartenbücher neu herausgegeben wurden, sind die deutschen Übersetzungen leider nur noch antiquarisch erhältlich. Der Leser darf keine genauen Pflanzanleitungen erwarten, der eine oder andere Tipp mutet vielleicht etwas seltsam an, und über sein Frauenbild kann man auch geteilter Meinung sein, amüsant sind seine Bücher aber auf jeden Fall. Wenn er etwa seine Mühen beschreibt, Alpenveilchen aus Samen zu ziehen oder sich während einem starken Erdbeben mit dem Gedanken tröstet, dass diese Erschütterungen zu herrlich gesunden Rissen in der neuen Staudenrabatte führen, kann dies jeder Gärtner nachvollziehen.
Immer mal wieder neu aufgelegt wird das schmale Büchlein „Das Jahr des Gärtners“ des tschechischen Autors Karel Capek (1890 – 1938). Wie bereits der Titel verrät, ist es in monatliche Kapitel unterteilt. Lust und Frust eines Gärtnerlebens wurden mit Schalk und Wissen zu Papier gebracht. So erfahren wir beispielsweise, dass der Gärtner-Mensch ein Produkt der Kultur und keineswegs eine natürliche Entwicklung ist. Sonst würde er nach Ansicht Capeks nämlich ganz anders aussehen: er hätte Beine wie ein Käfer (um nicht hocken zu müssen) und Flügel – wegen der Schönheit und um über den Beeten schweben zu können. Richard Katz (1888 – 1968) ist ein weiterer Schriftsteller und Weltenbummler, der neben Reisebüchern seine Erfahrungen mit Pflanzen veröffentlicht hat. Der Titel „Übern Gartenhag“ beginnt mit dem Kapital „Wie der Garten wurde“, erzählt von „Blumen und Mode“ oder „Allerhand Gartenbüchern“. Der beschriebene Garten lag im Tessin mit Blick auf den Lago Maggiore. Berührend sind seine Notizen über Glyzinien. In der Nachbarschaft schäumten die Gärten von lila Blütenwellen über, während ihm sein Garten kümmerlich vorkam und er vor Neid fast platzte. Also wurden verschiedene Sorten eingepflanzt, und er schaffte extra ein Notizbuch an, um die Fortschritte im Wachstum festzuhalten. Nun, viel einzutragen gab es im ersten Jahr nicht. Nachdem er seine Glyzinien endlich zu kräftigem Wachstum gebracht hatte, übersiedelte er nach Südamerika. Als er nach vielen Jahren genau zur Zeit der Glyzinienblüte ins Tessin zurückkehrte, hatten eben diese Pflanzen seinen Garten unter sich aufgeteilt – bis in die Baumwipfel üppige lila Blüten. Monatelang war er damit beschäftigt, den Glyzinienüberfluss wieder auf ein erträgliches Maß einzudämmen.
Eine schier unermessliche Fülle von Gartenwissen steckt im Gartenbrevier „Mein grünes Herz“ von Claudine, das erstmals 1964 erschienen ist. Praktische Anleitungen und Tipps werden durch Erfahrungen ergänzt und Geschichten aus der Pflanzenwelt komplettieren die perfekte Gartenlektüre. Weil sich im Buch ein Sachregister befindet, eignet es sich auch zum gelegentlichen Nachschlagen von Informationen. Über die Autorin habe ich leider weder auf dem Buchumschlag noch im Internet mehr erfahren.
Vor einiger Zeit habe ich in einem Brockenhaus folgenden Titel entdeckt: Beglückender Garten von Claire Hofmann aus dem Jahr 1969. Gemäss Umschlagstext war die Autorin seinerzeit aus dem Fernsehen bekannt und schrieb auch Artikel für die Zeitschrift „Gartenschönheit“. Ein Kapitel widmet sie Empfehlungen von Gräsern, die ja auch heute wieder sehr aktuell sind. Besonders interessiert haben mich die Seiten über ihren Besuch bei Beverley Nichols (vgl. oben) in dessen dritten Garten Sudbrook-Cottage.
Die Aufzählung könnte leicht erweitert werden um die Bücher von Ernst Heimeran (Grundstück gesucht) oder Eugen Skasa-Weiss (Heitere Botanik) und anderen mehr. Vielleicht hat der eine oder andere Leser Lust bekommen, sich an einem kalten Winterabend das eine oder andere Buch zu Gemüte zu führen oder hat selber Tipps zu Büchern in welchen Gärten oder Gärtner als Romanvorlage dienten oder die Hauptrolle spielen? Solche nehme ich jederzeit gerne entgegen …
PS: Im Brockenhaus steht noch ein weiteres Exemplar von Claire Hofmanns Buch im Regal.
Immer mal wieder neu aufgelegt wird das schmale Büchlein „Das Jahr des Gärtners“ des tschechischen Autors Karel Capek (1890 – 1938). Wie bereits der Titel verrät, ist es in monatliche Kapitel unterteilt. Lust und Frust eines Gärtnerlebens wurden mit Schalk und Wissen zu Papier gebracht. So erfahren wir beispielsweise, dass der Gärtner-Mensch ein Produkt der Kultur und keineswegs eine natürliche Entwicklung ist. Sonst würde er nach Ansicht Capeks nämlich ganz anders aussehen: er hätte Beine wie ein Käfer (um nicht hocken zu müssen) und Flügel – wegen der Schönheit und um über den Beeten schweben zu können. Richard Katz (1888 – 1968) ist ein weiterer Schriftsteller und Weltenbummler, der neben Reisebüchern seine Erfahrungen mit Pflanzen veröffentlicht hat. Der Titel „Übern Gartenhag“ beginnt mit dem Kapital „Wie der Garten wurde“, erzählt von „Blumen und Mode“ oder „Allerhand Gartenbüchern“. Der beschriebene Garten lag im Tessin mit Blick auf den Lago Maggiore. Berührend sind seine Notizen über Glyzinien. In der Nachbarschaft schäumten die Gärten von lila Blütenwellen über, während ihm sein Garten kümmerlich vorkam und er vor Neid fast platzte. Also wurden verschiedene Sorten eingepflanzt, und er schaffte extra ein Notizbuch an, um die Fortschritte im Wachstum festzuhalten. Nun, viel einzutragen gab es im ersten Jahr nicht. Nachdem er seine Glyzinien endlich zu kräftigem Wachstum gebracht hatte, übersiedelte er nach Südamerika. Als er nach vielen Jahren genau zur Zeit der Glyzinienblüte ins Tessin zurückkehrte, hatten eben diese Pflanzen seinen Garten unter sich aufgeteilt – bis in die Baumwipfel üppige lila Blüten. Monatelang war er damit beschäftigt, den Glyzinienüberfluss wieder auf ein erträgliches Maß einzudämmen.
Eine schier unermessliche Fülle von Gartenwissen steckt im Gartenbrevier „Mein grünes Herz“ von Claudine, das erstmals 1964 erschienen ist. Praktische Anleitungen und Tipps werden durch Erfahrungen ergänzt und Geschichten aus der Pflanzenwelt komplettieren die perfekte Gartenlektüre. Weil sich im Buch ein Sachregister befindet, eignet es sich auch zum gelegentlichen Nachschlagen von Informationen. Über die Autorin habe ich leider weder auf dem Buchumschlag noch im Internet mehr erfahren.
Vor einiger Zeit habe ich in einem Brockenhaus folgenden Titel entdeckt: Beglückender Garten von Claire Hofmann aus dem Jahr 1969. Gemäss Umschlagstext war die Autorin seinerzeit aus dem Fernsehen bekannt und schrieb auch Artikel für die Zeitschrift „Gartenschönheit“. Ein Kapitel widmet sie Empfehlungen von Gräsern, die ja auch heute wieder sehr aktuell sind. Besonders interessiert haben mich die Seiten über ihren Besuch bei Beverley Nichols (vgl. oben) in dessen dritten Garten Sudbrook-Cottage.
Die Aufzählung könnte leicht erweitert werden um die Bücher von Ernst Heimeran (Grundstück gesucht) oder Eugen Skasa-Weiss (Heitere Botanik) und anderen mehr. Vielleicht hat der eine oder andere Leser Lust bekommen, sich an einem kalten Winterabend das eine oder andere Buch zu Gemüte zu führen oder hat selber Tipps zu Büchern in welchen Gärten oder Gärtner als Romanvorlage dienten oder die Hauptrolle spielen? Solche nehme ich jederzeit gerne entgegen …
PS: Im Brockenhaus steht noch ein weiteres Exemplar von Claire Hofmanns Buch im Regal.
Abonnieren
Kommentare (Atom)