“Was liest du denn für ein komisches Buch?” fragte dieser Tage die Jungmannschaft. Nun, nicht nur das Umschlagbild, auch der Inhalt meiner letzten Lektüre ähnelte in keiner Weise den Büchern, die sonst herumliegen. Die Covergestaltung entspricht überhaupt nicht meinem Geschmack, aber vielleicht gehört diese zu einem Fantasy-Roman.
In Brendens Dorf sind viele Menschen schwer erkrankt. Es gelingt ihm, mit Hilfe von Kräutern viele von ihnen zu heilen. Leider aber sind seine Eltern an dem Fieber gestorben. Nachdem ihn auch noch sein Bruder verlässt, versinkt er in seiner tiefen Trauer und wendet sich immer mehr der Natur, Blumen und Pflanzen zu, deren Sprache er intuitiv versteht.
Dann kommt Od, eine Riesin, auf den Einzelgänger Brenden zu und bittet ihn, sich um die Gärten der Magierschule in Kelior im Land Numis zu kümmern, und er macht sich auf den Weg dorthin.
In Numis werden die Magier unter der strikten Kontrolle des Königshofes ausgebildet und jede private Ausübung unterliegt strengen Regeln. Brenden ist von Od dazu ausersehen worden, durch seine Magie ein uraltes Rätsel zu lösen.
Das Buch liest sich recht flüssig, aber ich hatte Mühe, mir die Namen der verschiedenen Figuren zu merken. Es werden verschiedene Erzählstränge angefangen, aber nicht alle führen zu einem Ende.
Habe ich überlesen, ob Brenden das Rätsel um die unbekannte, stachelige Pflanze gelöst hat?
Meine nächste Lektüre ist bestimmt kein Fantasy-Roman. Ich freue mich nun darauf zu erfahren, wie es Peggy Lee in ihrem Shop „The Potting Shed“ in Charlotte in letzter Zeit ergangen ist. Nachzulesen im druckfrischen Gartenkrimi „A Corpse for Yew“ von Joyce und Jim Lavene.
Patricia Mc Killip:
Der Zaubergärtner
Blanvalet, 2006
16. Mai 2009
12. Mai 2009
Hobby- und andere Gärtner
Immer wieder und immer öfter erscheinen in Eigen- oder Kleinverlagen Gartenerlebnisse von Hobbygärtnern in Buchform. Einigen diesen Druckerzeugnissen merkt man dann etwas mehr oder weniger das fehlende oder mangelhafte Lektorat an. Mit viel Enthusiasmus und Liebe für den Garten und das Gartenbuch wird das aber wieder wett gemacht.
Im Umkreis der leidenschaftliche Hobbygärtnerin Waltraud Hopf interessiert sich niemand für den Garten. Um ihre Freuden und Sorgen zu teilen, hat sie diese im Büchlein „Das Gartentor ist offen“ zu Papier gebracht. Sie erzählt begeistert über ihre Pflanzen und Tiere und ihren gelegentlich etwas speziellen Arbeitsstil. Wer sich nicht bereits vom Umschlagtext vom Weiterlesen abhalten lässt (Zitat: „… habe am selben Tag Geburtstag wie die legendäre Marilyn Monroe. Leider habe ich nicht deren Hollywood-Qualitäten, dafür lebe ich noch“), erfährt im Büchlein „Verhängnisvoller Goldfelberich“die Verwandlung eines Garten, der diesen Namen kaum verdiente, in ein blühendes Paradies. Auslöser zur Umgestaltung war ein Geschenk in einer Plastiktüte, eben ein abgestochener Goldfelberich.
In rund 25 Kapiteln hat Anke Dreher Erlebnisse über ihren „irgendwie ganz normalen Reihenhausgarten“ zusammengetragen. Hier gibt es Geschichten über Grosswildjagd, einen Strandkorbkauf mit Folgen oder einfach über Glücksmomente. Den Abschluss der Kapitel bilden jeweils zur Episode passende Einsichten wie „Gib auch anderen eine Chance zu leben“ (zur Grosswild- bzw. Maulwurfjagd) oder „Stelle dich den Herausforderungen des Lebens und du wirst sie meistern“.
Die Sicht eines Berufsgärtners und seine Rückschlüsse auf die Kundschaft aufgrund der Gartenbepflanzung näher bringen einem die Geschichten „Begegnungen im Garten“ von Lukas Lavater. „Duell bei der Hecke“ handelt von kleinlichen Leuten und der gerichtlich festgelegten Maximalhöhe einer Ligusterhecke, während „Mein ganz schwacher Tag“ das Dilemma eines Berufsgärtners aufzeigt, der um Kundenwünsche zu erfüllen, seine Ansichten und Meinungen zurückhalten muss und sich nachher ziemlich mies fühlt, weil er eine von Mietern gezogene Gartenecke auf Kommando eines Vermieters zerstören musste.
Marita Eichler organisiert seit Jahren die offene Pforte „Über Zäune schauen“ im Raum Soltau-Fallingbostel und Umgebung. Weil sie für ihr schon ziemlich weit gediehenes Buchprojekt keinen Verlag finden konnte, hat sie Text, Fotos und Layout sowie die Finanzierung des gleichnamigen Buches selber in die Hand genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und braucht einen Vergleich mit ähnlichen Büchern aus renommierten Verlagen nicht zu scheuen. 54 unterschiedliche Gärten aus Niedersachsen werden in Text und wunderschönen Fotos präsentiert, darunter vertreten sind Künstlergärten, Sammlergärten, Gärtnereien.
Anke Dreher:
Gartenglück
Eigenverlag, 2007
Marita Eichler:
Über Zäune schauen
Marcus René Dünsing, 2008
www.ueber-zaeune-schauen.de
Waltraud Hopf:
Das Gartentor ist offen
Zwiebelzwerg Verlag, 2008
Lukas Lavater:
Begegnungen im Garten Verlag
holapress, 2008
Birgit Strähle:
Verhängnisvoller Goldfelberich
Engelsdorfer Verlag, 2008
Im Umkreis der leidenschaftliche Hobbygärtnerin Waltraud Hopf interessiert sich niemand für den Garten. Um ihre Freuden und Sorgen zu teilen, hat sie diese im Büchlein „Das Gartentor ist offen“ zu Papier gebracht. Sie erzählt begeistert über ihre Pflanzen und Tiere und ihren gelegentlich etwas speziellen Arbeitsstil. Wer sich nicht bereits vom Umschlagtext vom Weiterlesen abhalten lässt (Zitat: „… habe am selben Tag Geburtstag wie die legendäre Marilyn Monroe. Leider habe ich nicht deren Hollywood-Qualitäten, dafür lebe ich noch“), erfährt im Büchlein „Verhängnisvoller Goldfelberich“die Verwandlung eines Garten, der diesen Namen kaum verdiente, in ein blühendes Paradies. Auslöser zur Umgestaltung war ein Geschenk in einer Plastiktüte, eben ein abgestochener Goldfelberich.
In rund 25 Kapiteln hat Anke Dreher Erlebnisse über ihren „irgendwie ganz normalen Reihenhausgarten“ zusammengetragen. Hier gibt es Geschichten über Grosswildjagd, einen Strandkorbkauf mit Folgen oder einfach über Glücksmomente. Den Abschluss der Kapitel bilden jeweils zur Episode passende Einsichten wie „Gib auch anderen eine Chance zu leben“ (zur Grosswild- bzw. Maulwurfjagd) oder „Stelle dich den Herausforderungen des Lebens und du wirst sie meistern“.
Die Sicht eines Berufsgärtners und seine Rückschlüsse auf die Kundschaft aufgrund der Gartenbepflanzung näher bringen einem die Geschichten „Begegnungen im Garten“ von Lukas Lavater. „Duell bei der Hecke“ handelt von kleinlichen Leuten und der gerichtlich festgelegten Maximalhöhe einer Ligusterhecke, während „Mein ganz schwacher Tag“ das Dilemma eines Berufsgärtners aufzeigt, der um Kundenwünsche zu erfüllen, seine Ansichten und Meinungen zurückhalten muss und sich nachher ziemlich mies fühlt, weil er eine von Mietern gezogene Gartenecke auf Kommando eines Vermieters zerstören musste.
Marita Eichler organisiert seit Jahren die offene Pforte „Über Zäune schauen“ im Raum Soltau-Fallingbostel und Umgebung. Weil sie für ihr schon ziemlich weit gediehenes Buchprojekt keinen Verlag finden konnte, hat sie Text, Fotos und Layout sowie die Finanzierung des gleichnamigen Buches selber in die Hand genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und braucht einen Vergleich mit ähnlichen Büchern aus renommierten Verlagen nicht zu scheuen. 54 unterschiedliche Gärten aus Niedersachsen werden in Text und wunderschönen Fotos präsentiert, darunter vertreten sind Künstlergärten, Sammlergärten, Gärtnereien.
Anke Dreher:
Gartenglück
Eigenverlag, 2007
Marita Eichler:
Über Zäune schauen
Marcus René Dünsing, 2008
www.ueber-zaeune-schauen.de
Waltraud Hopf:
Das Gartentor ist offen
Zwiebelzwerg Verlag, 2008
Lukas Lavater:
Begegnungen im Garten Verlag
holapress, 2008
Birgit Strähle:
Verhängnisvoller Goldfelberich
Engelsdorfer Verlag, 2008
9. Mai 2009
Ella in Bloom
Ella ist die jüngere von zwei Töchtern einer texanischen Familie. Sie ist nicht so hübsch und vollkommen wie ihre ältere Schwester Terrell. Als junge Frau nutzte sie die erstbeste Gelegenheit, ihr Elternhaus zu verlassen und heiratete völlig überstürzt Buddy. Ihre Ehe llief nicht gut.
Nach dem Tod ihres Mannes bringt Ella nun sich und ihre 14jährige Tochter Birdie mit Jobs als Pflanzensitterin mehr schlecht als recht durchs Leben. Der Kontakt zu ihren Eltern beschränkt sich im Wesentlichen auf Briefe. Von ihrem beschwerlichen Leben als allein erziehende Mutter erzählt sie nichts, sondern baut eine einer verwitwete Tochter angemessene Welt auf.
Ella erzählt von ihrem aufgrund von Katalogen „erfundenen“ Rosengarten und von Leinenkleidern, die sie sich nicht leisten kann. Dann kommt Terrell auf dem Weg zu ihrem Liebhaber bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Ihr Tod bedeutet neben Leid auch eine grosse Veränderung in Ellas Leben. Sie ist nun die einzige Tochter und muss nach dem Verlust ihrer perfekten Schwester eine neue Rolle in der Familie übernehmen. Und Ella realisiert immer deutlicher, dass sie nicht die einzige in der Familie ist, die Gärten erfindet ...
Shelby Hearon:
Ella in Bloom
Penguin Books, 2000
Nach dem Tod ihres Mannes bringt Ella nun sich und ihre 14jährige Tochter Birdie mit Jobs als Pflanzensitterin mehr schlecht als recht durchs Leben. Der Kontakt zu ihren Eltern beschränkt sich im Wesentlichen auf Briefe. Von ihrem beschwerlichen Leben als allein erziehende Mutter erzählt sie nichts, sondern baut eine einer verwitwete Tochter angemessene Welt auf.
Ella erzählt von ihrem aufgrund von Katalogen „erfundenen“ Rosengarten und von Leinenkleidern, die sie sich nicht leisten kann. Dann kommt Terrell auf dem Weg zu ihrem Liebhaber bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Ihr Tod bedeutet neben Leid auch eine grosse Veränderung in Ellas Leben. Sie ist nun die einzige Tochter und muss nach dem Verlust ihrer perfekten Schwester eine neue Rolle in der Familie übernehmen. Und Ella realisiert immer deutlicher, dass sie nicht die einzige in der Familie ist, die Gärten erfindet ...
Shelby Hearon:
Ella in Bloom
Penguin Books, 2000
6. Mai 2009
Tulpen und Genmafia
Tils Eltern sind zu einer Hochzeit nach Wien gefahren. Deshalb wohnt sein Grossvater, genannt Opa Krause, während der Osterferien für ein paar Tage bei dem Elfjährigen in Frankfurt. Während Til gerne das Hallenbad besuchen und spannende Bücher lesen würde, hat sein Opa ein anderes Programm im Kopf, nämlich auf Stadtspaziergängen die Sehenswürdigkeiten erkunden. Doch Opa Krause kommt noch aus einem anderen Grund gerne an den Main. Er korrespondiert und telefoniert seit einiger Zeit mit einer ungefähr gleichaltrigen Dame, die wie er alles liebt, was grünt und blüht, insbesondere aber Tulpen. Und jetzt hat Opa Krause endlich Gelegenheit, Elfriede Zimperlich persönlich kennen zu lernen und ist schon beim Gedanken an ein Treffen ganz nervös.
Diese Begegnung findet bereits am ersten Abend in einem Restaurant vor dem Römer statt. Während sich sein Grossvater ausgezeichnet mit der Tulpenzüchterin unterhält, ist Til recht bald ziemlich genervt und gelangweilt und verzieht sich Richtung Toilette. Dort verfolgt er ein seltsames Gespräch zwischen zwei Männern und entdeckt einen Zettel, der einem der beiden aus der Hosentasche gefallen ist. Darauf befinden sich Buchstaben und Pfeile sowie eine rote Tulpe mit spitz zusammenlaufenden Blütenblättern. Nun fängt auch Til an, sich für Tulpen zu interessieren, obwohl er in diesem Moment noch nicht ahnen kann, dass er mit diesem Zettelfund auf die Spur einer internationalen Genmafia gekommen ist.
Das spannende Kinder- und Jugendbuch ist auch für Erwachsene interessant zu lesen und vermittelt nebenbei einiges Wissen über Auslesezüchtung und Gentechnik. Im Anschluss an die Geschichte sind die letzten Seiten mit kurzen Hintergrundinformationen über diese Themen gefüllt und Dr. Lars Baumbusch, der die Autorin auch schon bei der Geschichte in Sachen Gentechnik unterstützt hat, erklärt was Wissenschaftler tun und wie Gene funktionieren. Dieser Kinderkrimi ist leider vergriffen, aber über verschiedene Internet-Anbieter (neu-)antiquarisch noch erhältlich. Die Mühe lohnt sich.
Andrea Liebers:
Tulpenrausch Kam
Gör Verlag, 2005
Diese Begegnung findet bereits am ersten Abend in einem Restaurant vor dem Römer statt. Während sich sein Grossvater ausgezeichnet mit der Tulpenzüchterin unterhält, ist Til recht bald ziemlich genervt und gelangweilt und verzieht sich Richtung Toilette. Dort verfolgt er ein seltsames Gespräch zwischen zwei Männern und entdeckt einen Zettel, der einem der beiden aus der Hosentasche gefallen ist. Darauf befinden sich Buchstaben und Pfeile sowie eine rote Tulpe mit spitz zusammenlaufenden Blütenblättern. Nun fängt auch Til an, sich für Tulpen zu interessieren, obwohl er in diesem Moment noch nicht ahnen kann, dass er mit diesem Zettelfund auf die Spur einer internationalen Genmafia gekommen ist.
Das spannende Kinder- und Jugendbuch ist auch für Erwachsene interessant zu lesen und vermittelt nebenbei einiges Wissen über Auslesezüchtung und Gentechnik. Im Anschluss an die Geschichte sind die letzten Seiten mit kurzen Hintergrundinformationen über diese Themen gefüllt und Dr. Lars Baumbusch, der die Autorin auch schon bei der Geschichte in Sachen Gentechnik unterstützt hat, erklärt was Wissenschaftler tun und wie Gene funktionieren. Dieser Kinderkrimi ist leider vergriffen, aber über verschiedene Internet-Anbieter (neu-)antiquarisch noch erhältlich. Die Mühe lohnt sich.
Andrea Liebers:
Tulpenrausch Kam
Gör Verlag, 2005
3. Mai 2009
Liegestuhllektüre
Die 30jährige Blumenladenbesitzerin Hope ist vor kurzer Zeit von einer Brustkrebserkrankung genesen. Sie fühlt sich nun nicht mehr als vollwertige Frau, wird von Ängsten um ihre Gesundheit geplagt und fühlt sich nicht mehr attraktiv und liebenswert.
Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten lesend, in der Natur oder in ihrem Garten. Milly (76 Jahre alt) ist kürzlich nach Heart Lake zu ihrer geschiedenen Tochter gezogen, um diese im Haushalt und bei der Betreuung der Kinder zu unterstützen. Sie fühlt sich aber bald ausgenutzt und eingeschränkt.
Die leidenschaftliche Gärtnerin pachtet etwas Land in einer Gemeinschaftsgartenanlage, um ihrem Lieblingshobby nachzugehen. Die junge Hausfrau und Mutter Amber bearbeitet die Parzelle neben Milly und Hope. Sie ist ebenfalls neu in die Stadt gezogen, nachdem sie und ihr Mann das eigene Restaurant aufgeben mussten. Ihr Mann ist nun schon seit längerem arbeitslos, und sie beabsichtigt, das Familienbudget durch selbstgezogenes Gemüse zu entlasten.
Die beiden Neuzuzüger Milly und Amber freunden sich rasch an. Die erfahrene Gärtnerin Milly hilft Amber mit praktischen Gartentipps, Kochrezepten und gibt ihr auch Ratschläge in Sachen Eheprobleme. Mit einem Lavendel-Cookie-Rezept schafft es Amber, die Käufer auf dem Wochenmarkt zu begeistern und tatsächlich Geld für die Haushaltkasse zu verdienen. Amber steht Milly rasch näher als die eigene Tochter. Eine Panne bei einer Blumenstrauss-Auslieferung ändert Millys Leben unterwartet und radikal.
Die Charaktere sind sehr lebensecht gezeichnet und man lebt mit ihnen mit. Unbedingt lesenswert!
Sheila Roberts:
Love in Bloom
St. Martin's Press, 2009
Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten lesend, in der Natur oder in ihrem Garten. Milly (76 Jahre alt) ist kürzlich nach Heart Lake zu ihrer geschiedenen Tochter gezogen, um diese im Haushalt und bei der Betreuung der Kinder zu unterstützen. Sie fühlt sich aber bald ausgenutzt und eingeschränkt.
Die leidenschaftliche Gärtnerin pachtet etwas Land in einer Gemeinschaftsgartenanlage, um ihrem Lieblingshobby nachzugehen. Die junge Hausfrau und Mutter Amber bearbeitet die Parzelle neben Milly und Hope. Sie ist ebenfalls neu in die Stadt gezogen, nachdem sie und ihr Mann das eigene Restaurant aufgeben mussten. Ihr Mann ist nun schon seit längerem arbeitslos, und sie beabsichtigt, das Familienbudget durch selbstgezogenes Gemüse zu entlasten.
Die beiden Neuzuzüger Milly und Amber freunden sich rasch an. Die erfahrene Gärtnerin Milly hilft Amber mit praktischen Gartentipps, Kochrezepten und gibt ihr auch Ratschläge in Sachen Eheprobleme. Mit einem Lavendel-Cookie-Rezept schafft es Amber, die Käufer auf dem Wochenmarkt zu begeistern und tatsächlich Geld für die Haushaltkasse zu verdienen. Amber steht Milly rasch näher als die eigene Tochter. Eine Panne bei einer Blumenstrauss-Auslieferung ändert Millys Leben unterwartet und radikal.
Die Charaktere sind sehr lebensecht gezeichnet und man lebt mit ihnen mit. Unbedingt lesenswert!
Sheila Roberts:
Love in Bloom
St. Martin's Press, 2009
29. April 2009
Gartengeflüster
Haben Sie schon einmal vom ehelichen Rosenkrieg gehört, der sich um 1900 in Pommern zwischen dem „Grimmigen“ und Elisabeth von Arnim abgespielt hat? Die Gärtnerin musste sich schon beim Frühstück Vorhaltungen über zu hohe Rechnungen für Rosen und Ziersträucher anhören.
Auch auf Sissinghurst verlief bei der Planung und Ausführung der Gärten nicht immer alles reibungslos. So zertrampelte Harold im Dunkeln auf dem Weg zur Wasserpumpe die kurz zuvor von Vita gepflanzten Anemonen und verfeuerte anschliessend mangels trockenem Vorratsholz versehentlich die zur Markierung der Anemonen gedachten Hölzchen.
Die Details dazu und vieles andere mehr hat der passionierte Gärtner Otto Krätz im Buch „Gartengeflüster“ zusammengetragen - ein Sammelsurium von Episoden aus der Gartengeschichte der letzten Jahrhunderte.
Da gibt es Anekdoten über die Anfänge des Rasenmähers, über kandierte und geröstete Tulpenzwiebeln und über den Kampf gegen das Unkraut. Weitere Themen sind „Abgepackte napoleonische Helden“ (über Kunst- und natürliche Dünger), die Wintergärten der Mathilde Bonaparte, in welchen Gustave Flaubert und Marcel Proust bei der Prinzessin zu Gast waren. Überhaupt handeln etliche der Geschichten von Literaten und ihren Gärten im Werk oder in Wirklichkeit. Mein Favorit waren die Seiten zum Thema „Der Mörder ist immer der Gärtner“, die zeigen, dass Gärten schon seit vielen Jahren Autoren zu Kriminalgeschichten inspirieren.
Die Geschichten laden zum Staunen ein und lassen einem beim Lesen auch immer wieder schmunzeln und sind sehr aufwendig illustriert.
Otto Krätz:
Gartengeflüster – Pikantes und Unterhaltsames aus der Geschichte der Gärten
Callwey Verlag, 2009
Da gibt es Anekdoten über die Anfänge des Rasenmähers, über kandierte und geröstete Tulpenzwiebeln und über den Kampf gegen das Unkraut. Weitere Themen sind „Abgepackte napoleonische Helden“ (über Kunst- und natürliche Dünger), die Wintergärten der Mathilde Bonaparte, in welchen Gustave Flaubert und Marcel Proust bei der Prinzessin zu Gast waren. Überhaupt handeln etliche der Geschichten von Literaten und ihren Gärten im Werk oder in Wirklichkeit. Mein Favorit waren die Seiten zum Thema „Der Mörder ist immer der Gärtner“, die zeigen, dass Gärten schon seit vielen Jahren Autoren zu Kriminalgeschichten inspirieren.
Die Geschichten laden zum Staunen ein und lassen einem beim Lesen auch immer wieder schmunzeln und sind sehr aufwendig illustriert.
Otto Krätz:
Gartengeflüster – Pikantes und Unterhaltsames aus der Geschichte der Gärten
Callwey Verlag, 2009
26. April 2009
Blumenläden
Im Moment lese ich gerade einen Roman, in welchem eine jüngere Frau eine der Hauptrollen innehat, die gerade eine schwere Krankheit überstanden hat und mit viel Engagement und Kreativität einen beliebten Blumenladen namens „Changing Season Floral“ führt. Dies ist ein passender Anlass, wieder einmal in meinen Blumenladenbüchern zu schmökern.
Die beiden reich illustrierten Bücher „The Flower Shop“ von Sally Page porträtieren ein ländliches Geschäft im englischen Tisbury. Wie aus den Untertiteln hervorgeht zeichnet ein Band das Leben im Blumenladen im Verlauf der Jahreszeiten auf, während sich der zweite Band der Advents- und Weihnachtszeit widmet (zur Zeit natürlich nicht sehr passend). Viele meist kleinformatige Fotos bringen dem Betrachter zusammen mit kurzen Texten die Angestellten von „Ted Martins Flowers“ und ihre Kunden näher. Dekorations- und Bindetipps runden die sympathischen Bücher ab. Inzwischen ist ein weiteres Flowershop-Buch zum Thema Freunde herausgekommen.
Die kürzlich verstorbene legendäre Blumenfrau Maria Binder und ihr Laden im Zürcher Oberdorf-Quartier werden im 2005 erschienenen schön eingefassten und illustrierten Buch vorgestellt. Auf den ersten knapp 20 Seiten wird ihr Werdegang erzählt, dann folgen Farbfotos aus dem Blumenladen, von floralen Kunstwerken und vier Betrachtungen von Nahe stehenden über die Blumenkünstlerin.
„Begegnungen im Blumenladen“ ist kein Buch, das einlädt in schönen Farbfotos von Blumenkreationen zu schwelgen. Nein, es gibt kein einziges davon. Wolf Klein schreibt Geschichten auf. Er sitzt in seinem Laden, betrachtet die Kunden und Vorübereilende und notiert, was passiert. Diese Episoden, welche früher in einem Blog veröffentlicht worden sind, protokollieren die Begegnungen im Blumenladen. Übrigens, bei diesem „Blumenladen“ handelt es sich nicht um einen Ort, wo Floristik in Form von normalen, natürlichen Schnittblumen verkauft wird, sondern alle Blumen sind fotografiert. Die Ware sieht zwar aus wie Blumen und funktioniert visuell wie Blumen, aber es sind eben keine echten Blumen.
Wolf Klein:
Begegnungen im Blumenladen
Balkon und Garten Buch, 2008
Sally Page:
The Flower Shop – A year in the Life of an English Country Flower Shop
Fanahan Books, 2006
The Flower Shop – Christmas
Fanahan Books, 2007
Esther Scheidegger Zbinden (Text) und Nadja Athanasiou:
Blumenfrau Maria Binder
Th. Gut Verlag
Die beiden reich illustrierten Bücher „The Flower Shop“ von Sally Page porträtieren ein ländliches Geschäft im englischen Tisbury. Wie aus den Untertiteln hervorgeht zeichnet ein Band das Leben im Blumenladen im Verlauf der Jahreszeiten auf, während sich der zweite Band der Advents- und Weihnachtszeit widmet (zur Zeit natürlich nicht sehr passend). Viele meist kleinformatige Fotos bringen dem Betrachter zusammen mit kurzen Texten die Angestellten von „Ted Martins Flowers“ und ihre Kunden näher. Dekorations- und Bindetipps runden die sympathischen Bücher ab. Inzwischen ist ein weiteres Flowershop-Buch zum Thema Freunde herausgekommen.
Die kürzlich verstorbene legendäre Blumenfrau Maria Binder und ihr Laden im Zürcher Oberdorf-Quartier werden im 2005 erschienenen schön eingefassten und illustrierten Buch vorgestellt. Auf den ersten knapp 20 Seiten wird ihr Werdegang erzählt, dann folgen Farbfotos aus dem Blumenladen, von floralen Kunstwerken und vier Betrachtungen von Nahe stehenden über die Blumenkünstlerin.
„Begegnungen im Blumenladen“ ist kein Buch, das einlädt in schönen Farbfotos von Blumenkreationen zu schwelgen. Nein, es gibt kein einziges davon. Wolf Klein schreibt Geschichten auf. Er sitzt in seinem Laden, betrachtet die Kunden und Vorübereilende und notiert, was passiert. Diese Episoden, welche früher in einem Blog veröffentlicht worden sind, protokollieren die Begegnungen im Blumenladen. Übrigens, bei diesem „Blumenladen“ handelt es sich nicht um einen Ort, wo Floristik in Form von normalen, natürlichen Schnittblumen verkauft wird, sondern alle Blumen sind fotografiert. Die Ware sieht zwar aus wie Blumen und funktioniert visuell wie Blumen, aber es sind eben keine echten Blumen.
Wolf Klein:
Begegnungen im Blumenladen
Balkon und Garten Buch, 2008
Sally Page:
The Flower Shop – A year in the Life of an English Country Flower Shop
Fanahan Books, 2006
The Flower Shop – Christmas
Fanahan Books, 2007
Esther Scheidegger Zbinden (Text) und Nadja Athanasiou:
Blumenfrau Maria Binder
Th. Gut Verlag
23. April 2009
Endlich gärtnern!
An Sabine Reber und ihren Gartenbüchern scheiden sich die Geister. Diesen Frühling ist bereits ihr drittes Buch zu diesem Thema erschienen, und ich war auch etwas skeptisch nachdem ich die Vorschau gelesen hatte. Ein erstes Durchblättern hat nicht dazu beigetragen mich vom Buch zu überzeugen, im Gegenteil, ich befürchtete aufgrund der Fotos eine Art Selbstdarstellung. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, habe ich auch meine Meinung geändert. Mir – auch einer Autodidaktin in Sachen gärtnern - gefällt Sabine Rebers Schreibstil, und ob nun alle Tipps etwas taugen oder nicht, kann ich nicht vollumfänglich beurteilen.
„Endlich gärtnern!“ beginnt mit dem Garten-Manifest, welches auch auf Sabine Rebers Internetseite nachzulesen ist. Zwischen der Vermittlung von Grundlagen zu Mist, Kompost, Dünger oder etwas Botanik und Werkzeugen, die ein Gärtner tatsächlich braucht, sind immer wieder persönliche Erfahrungen wie beispielsweise über ihre Lehrjahre als Gartenanfängerin oder den Beginn ihrer Gärtner-Karriere während einem längeren Irland-Aufenthalt, eingestreut. Oder sie beneidet Gartenlaien, die sich in ihrer Unbekümmertheit noch für alles Blühende begeistern, während ein „Fortgeschrittener“ weiss, dass sich ein Kauf nicht lohnt, weil die richtigen Wachstumsbedingungen sowieso nicht mit vernünftigem Aufwand erfüllt werden können.
Im Kapitel „Pflanzen, die Freude machen“ handelt eine Episode von einer Schnupperstunde (im wahrsten Sinne des Wortes) über die Königslilie, einer Lieblingspflanze der Autorin. Wer ab und zu ihre Webseite besucht, wird einzelne Geschichten schon kennen, aber es ist doch immer schöner, in einem Buch zu lesen! Etwas speziell mutet der Tipp an, im Sommer das Gästebett in den Garten zu tragen...
Wer nun noch mehr von Sabine Reber lesen möchte: Von Pflanzenkombinationen handelt „Traumpaare im Beet“. Nicht von richtig oder falsch, sondern von Harmonie. Teilweise werden altbekannte Verbindungen empfohlen werden, andere sind eher speziell und originell. Wer kann mit wem verkuppelt oder wer mag gemeinsam alt werden? Aufgelockert werden die Pflanzen-Beziehungsgeschichten durch Paargeschichten aus der Gartenszene im weitesten Sinne. Diese handeln von Claude Monet und Alice Hoschéde, Kaiserin Josephine und Napoleon oder Cäsar und Kleopatra und anderen. Traumhaft sind die Fotos von Marianne Majerus.
Sabine Reber schreibt auch Romane und Gedichte. Im Roman „Blau“ geht es um die Züchtung einer blauen Rose. Dieses Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich.
Sabine Reber:
Endlich Gärtnern!
Callwey Verlag, 2009
Traumpaare im Beet (mit Fotos von Marianne Majerus)
Callwey Verlag, 2007
Ein Gartenzimmer für mich allein (mit Fotos von Ursel Borstell)
Callwey Verlag, 2006
Blau Reclam Verlag, 2001
„Endlich gärtnern!“ beginnt mit dem Garten-Manifest, welches auch auf Sabine Rebers Internetseite nachzulesen ist. Zwischen der Vermittlung von Grundlagen zu Mist, Kompost, Dünger oder etwas Botanik und Werkzeugen, die ein Gärtner tatsächlich braucht, sind immer wieder persönliche Erfahrungen wie beispielsweise über ihre Lehrjahre als Gartenanfängerin oder den Beginn ihrer Gärtner-Karriere während einem längeren Irland-Aufenthalt, eingestreut. Oder sie beneidet Gartenlaien, die sich in ihrer Unbekümmertheit noch für alles Blühende begeistern, während ein „Fortgeschrittener“ weiss, dass sich ein Kauf nicht lohnt, weil die richtigen Wachstumsbedingungen sowieso nicht mit vernünftigem Aufwand erfüllt werden können.
Im Kapitel „Pflanzen, die Freude machen“ handelt eine Episode von einer Schnupperstunde (im wahrsten Sinne des Wortes) über die Königslilie, einer Lieblingspflanze der Autorin. Wer ab und zu ihre Webseite besucht, wird einzelne Geschichten schon kennen, aber es ist doch immer schöner, in einem Buch zu lesen! Etwas speziell mutet der Tipp an, im Sommer das Gästebett in den Garten zu tragen...
Wer nun noch mehr von Sabine Reber lesen möchte: Von Pflanzenkombinationen handelt „Traumpaare im Beet“. Nicht von richtig oder falsch, sondern von Harmonie. Teilweise werden altbekannte Verbindungen empfohlen werden, andere sind eher speziell und originell. Wer kann mit wem verkuppelt oder wer mag gemeinsam alt werden? Aufgelockert werden die Pflanzen-Beziehungsgeschichten durch Paargeschichten aus der Gartenszene im weitesten Sinne. Diese handeln von Claude Monet und Alice Hoschéde, Kaiserin Josephine und Napoleon oder Cäsar und Kleopatra und anderen. Traumhaft sind die Fotos von Marianne Majerus.
Sabine Reber schreibt auch Romane und Gedichte. Im Roman „Blau“ geht es um die Züchtung einer blauen Rose. Dieses Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich.
Sabine Reber:
Endlich Gärtnern!
Callwey Verlag, 2009
Traumpaare im Beet (mit Fotos von Marianne Majerus)
Callwey Verlag, 2007
Ein Gartenzimmer für mich allein (mit Fotos von Ursel Borstell)
Callwey Verlag, 2006
Blau Reclam Verlag, 2001
19. April 2009
According to Mark
Mark Lamming, verheiratet mit der kultivierten Diana, schreibt eine Biografie über den Autor Gilbert Strong. Seine Recherchen führen ihn nach Dorset, wo dessen Enkelin Carrie ein Gartencenter betreibt. Er erfährt, dass Strong zwei Koffer gefüllt mit Briefen und persönlichen Papieren hinterlassen hat.
Mark fühlt sich stark zur jungen, weltfremden Carrie hingezogen und fährt immer öfter von London nach Dean Close und übernachtet dort. Carrie ist als Tochter einer egozentrischen Mutter aufgewachsen und sehr jung zuhause ausgezogen. Die unreife Carrie nimmt Marks Verliebtheit nicht wahr, ihr Leben dreht sich nur um Pflanzen und ihr Geschäft.
Während der Durchsicht der Dokumente kommt Mark zum Schluss, dass ein Gespräch mit Carries Mutter hilfreich für die Verfassung von Strongs Biografie wäre, und er lädt Carrie ein, ihn nach Frankreich zu begleiten. Carrie entschliesst sich nach anfänglichem Widerstand mitzufahren.
Diana spürt, wie sich ihr Mann verändert. Er fühlt sich zwischen den beiden Frauen hin- und hergerissen. Sein Dilemma ist, dass er Carrie nicht haben und es auch nicht ertragen kann, dass sie einem anderen gehören könnte. Penelope Lively führt den Leser in ihren Büchern – auch in diesem - in Richtungen, wie er sie so oft nicht erwartet.
Penelope Lively:
According to Mark
Penguin Books, 1985
Mark fühlt sich stark zur jungen, weltfremden Carrie hingezogen und fährt immer öfter von London nach Dean Close und übernachtet dort. Carrie ist als Tochter einer egozentrischen Mutter aufgewachsen und sehr jung zuhause ausgezogen. Die unreife Carrie nimmt Marks Verliebtheit nicht wahr, ihr Leben dreht sich nur um Pflanzen und ihr Geschäft.
Während der Durchsicht der Dokumente kommt Mark zum Schluss, dass ein Gespräch mit Carries Mutter hilfreich für die Verfassung von Strongs Biografie wäre, und er lädt Carrie ein, ihn nach Frankreich zu begleiten. Carrie entschliesst sich nach anfänglichem Widerstand mitzufahren.
Diana spürt, wie sich ihr Mann verändert. Er fühlt sich zwischen den beiden Frauen hin- und hergerissen. Sein Dilemma ist, dass er Carrie nicht haben und es auch nicht ertragen kann, dass sie einem anderen gehören könnte. Penelope Lively führt den Leser in ihren Büchern – auch in diesem - in Richtungen, wie er sie so oft nicht erwartet.
Penelope Lively:
According to Mark
Penguin Books, 1985
16. April 2009
Gartengeschichten
Eva Demski geht diesem Buch der Frage nach „hat der Garten uns“ oder „haben wir ihn“? In zwanzig Erzählungen beschreibt sie, wie der Garten tröstet, einem zum Heulen oder zum Lachen bringt und Menschen trennt und verbindet.
Da gibt es eine Freundin, die sich während der Päonienblüte durch nichts aus dem Garten locken lässt, weil sie keine Sekunde dieses kurzen Ereignisses verpassen möchte. Da wird sogar ein Regenschirm über die zarten Blütenschüsseln gehalten, um diese vor Unwetter zu schützen.
Die Autorin scheint diese Begeisterung nicht zu teilen, denn wie sie anmerkt, „machen sich die Pfingstrosen das ganze übrige Jahr mit furchtbar viel Grünzeug wichtig und nehmen eine Menge Platz weg“.
Im Kapitel „Todsünden“ vergleicht sie den Besuch im Gartencenter mit dem nächtlichen Gang zum Kühlschrank. Man weiss, dass beides böse endet, aber es ist wunderbar ...
Von Marianne, Uwe Johnson, einem Erbstück und einem Briefwechsel handelt eine weitere Aufzeichnung. Nachdem ich nach einigem Kopfzerbrechen (ohne googeln!) und vor Erwähnung der von besagten Marianne geschriebenen Bücher, herausgefunden habe, wer Marianne ist, war ich doch ein ganz kleines bisschen stolz.
In der letzten Erzählung geht es um nicht immer willkommene Garten-Mitbringsel. Um ungeliebte Weihnachtskakteen, die trotzdem liebevoll gehegt und durchgefüttert werden (müssen). Oder eine Eibe, welche X für die Autorin gepflanzt hat und die sie nun täglich an X denken lässt. Ohne dieses Gewächs wäre X schon lange vergessen. Dank der Eibe wird jeden Tag an X gedacht, wenn auch eher unfreundlich. Anregende Lektüre! Der Text wird aufgelockert durch Bilder von Michael Sowa.
Eva Demski:
Gartengeschichten
Insel Verlag, 2009
Die Autorin scheint diese Begeisterung nicht zu teilen, denn wie sie anmerkt, „machen sich die Pfingstrosen das ganze übrige Jahr mit furchtbar viel Grünzeug wichtig und nehmen eine Menge Platz weg“.
Im Kapitel „Todsünden“ vergleicht sie den Besuch im Gartencenter mit dem nächtlichen Gang zum Kühlschrank. Man weiss, dass beides böse endet, aber es ist wunderbar ...
Von Marianne, Uwe Johnson, einem Erbstück und einem Briefwechsel handelt eine weitere Aufzeichnung. Nachdem ich nach einigem Kopfzerbrechen (ohne googeln!) und vor Erwähnung der von besagten Marianne geschriebenen Bücher, herausgefunden habe, wer Marianne ist, war ich doch ein ganz kleines bisschen stolz.
In der letzten Erzählung geht es um nicht immer willkommene Garten-Mitbringsel. Um ungeliebte Weihnachtskakteen, die trotzdem liebevoll gehegt und durchgefüttert werden (müssen). Oder eine Eibe, welche X für die Autorin gepflanzt hat und die sie nun täglich an X denken lässt. Ohne dieses Gewächs wäre X schon lange vergessen. Dank der Eibe wird jeden Tag an X gedacht, wenn auch eher unfreundlich. Anregende Lektüre! Der Text wird aufgelockert durch Bilder von Michael Sowa.
Eva Demski:
Gartengeschichten
Insel Verlag, 2009
13. April 2009
Schnäppchen
Neue, ungelesene Bücher kaufen ist recht kostspielig. Mit etwas Glück und sofern man geduldig warten kann und nicht immer die neuesten Titel sofort besitzen will, lässt sich bei Restsellern immer wieder interessantes aufspüren.
Im Moment ist zum Beispiel aus dem Residenz Verlag der Titel „Gut im Beet“ von Ursula Buchan günstig erhältlich. Die bekannte Gartenjournalistin erzählt vom eigenen und von fremden Gärten. Das Buch ist sehr schön illustriert und bei Jokers zu weniger als 1/3 des ursprünglichen Preises zu erwerben.
Bei diesem Online-Verkäufer ebenfalls erhältlich ist der 694seitige Roman „Der Paradiesgarten“ von Eva Maaser. Nach langer Reise von Europa bis Bagdad ums Jahr 1200 herum muss der Benediktinerzögling Christoph einsehen, dass der Garten Eden wohl nicht erreichbar ist. Er kehrt nach Europa zurück und fällt in einen tiefen Schlaf. Viele Jahre später erwacht er und setzt seine Suche nach dem Paradies als Zeitreise fort. Sehr spannend!
Ein schönes Garten-Lesebuch ist „Von lauschigen Lauben und herzigen Veilchen“ von Helga Panten und der Fotografin Marion Nickig. In rund 45 Texten über Pflanzen wie Pfingstrose, Farn, Mistel u.v.m. folgt der Leser der Autorin durchs Gartenjahr und erfährt allerhand über Entdeckung und Züchtung, Arten und Sorten, Materialien und Verwendung und natürlich gärtnerisches Wissen und viele Tipps. Wie immer eine Augenweide sind die Fotos von Marion Nickig.
Mehr günstige (Garten-)Bücher unter www.jokers.ch oder www.jokers.de. Die Versandkosten bei diesem Anbieter sind relativ hoch. Es gibt aber regelmässig versandkostenfreie Wochenenden, über welche man sich durch die Newsletter informieren lassen kann.
Im Moment ist zum Beispiel aus dem Residenz Verlag der Titel „Gut im Beet“ von Ursula Buchan günstig erhältlich. Die bekannte Gartenjournalistin erzählt vom eigenen und von fremden Gärten. Das Buch ist sehr schön illustriert und bei Jokers zu weniger als 1/3 des ursprünglichen Preises zu erwerben.
Bei diesem Online-Verkäufer ebenfalls erhältlich ist der 694seitige Roman „Der Paradiesgarten“ von Eva Maaser. Nach langer Reise von Europa bis Bagdad ums Jahr 1200 herum muss der Benediktinerzögling Christoph einsehen, dass der Garten Eden wohl nicht erreichbar ist. Er kehrt nach Europa zurück und fällt in einen tiefen Schlaf. Viele Jahre später erwacht er und setzt seine Suche nach dem Paradies als Zeitreise fort. Sehr spannend!
Ein schönes Garten-Lesebuch ist „Von lauschigen Lauben und herzigen Veilchen“ von Helga Panten und der Fotografin Marion Nickig. In rund 45 Texten über Pflanzen wie Pfingstrose, Farn, Mistel u.v.m. folgt der Leser der Autorin durchs Gartenjahr und erfährt allerhand über Entdeckung und Züchtung, Arten und Sorten, Materialien und Verwendung und natürlich gärtnerisches Wissen und viele Tipps. Wie immer eine Augenweide sind die Fotos von Marion Nickig.
Mehr günstige (Garten-)Bücher unter www.jokers.ch oder www.jokers.de. Die Versandkosten bei diesem Anbieter sind relativ hoch. Es gibt aber regelmässig versandkostenfreie Wochenenden, über welche man sich durch die Newsletter informieren lassen kann.
12. April 2009
Grundkurs Grüner Daumen von Brigitte
Basiswissen in Sachen Gärtnern für Einsteigerinnen und Einsteiger vermittelt der Ratgeber „Grundkurs Grüner Daumen“.
Der Umschlag beinhaltet gegliedert nach Jahreszeiten einen Fahrplan mit den wichtigsten Arbeiten durch das Gartenjahr. Das erste Drittel des Buches wird „Ideen für schöne Gärten“ und „Ideen für schöne Terrassen und Balkone“ gewidmet. In Kurzportraits mit Fotos werden verschiedene Gartentypen wie Cottagegarten, Familiengarten oder Designergarten vorgestellt. Extratipps zum Thema und jeweils eine Zusammenfassung mit dem Titel „Das macht den Charme aus“ runden das Kapitel ab.
Weitere Lektionen handeln von Themen wie Einpflanzen und Aussähen, Einmaleins des Gestaltens und einer Uebersicht über die wichtigsten und unverzichtbaren Gartengeräte. Weiter geht es mit Pflanzenkunde: Sommerblumen, Stauden, Zwiebelblumen und Gehölzen. Neben Fotos (hauptsächlich von den Blüten) werden Blütezeit, Höhe, Standortangabe und spezielle Vorlieben und teilweise etwas Geschichte über Herkunft und Verbreitung aufgeführt.
Wenn eine Pflanze trotz Grundkurs kränkeln sollte, kann im Kapitel „Erste Hilfe fürs Grün“ nach der Ursache gesucht werden. In einem ABC werden Schädlinge, Nützlinge und Krankheiten erklärt. Auch ein Register sowie Adressen und Bezugsquellen am Ende des Buches fehlen nicht.
Geeignet für Einsteiger, die ein Buch einschlägigen Zeitschriften vorziehen. Für einen tieferen Einstieg ins Thema, wird aber weiterführende Literatur besorgt werden müssen.
Michael Breckwoldt:
Grundkurs Grüner Daumen – Die besten Tipps für Garten, Balkon und Terrasse
Diana Verlag, 2009
Der Umschlag beinhaltet gegliedert nach Jahreszeiten einen Fahrplan mit den wichtigsten Arbeiten durch das Gartenjahr. Das erste Drittel des Buches wird „Ideen für schöne Gärten“ und „Ideen für schöne Terrassen und Balkone“ gewidmet. In Kurzportraits mit Fotos werden verschiedene Gartentypen wie Cottagegarten, Familiengarten oder Designergarten vorgestellt. Extratipps zum Thema und jeweils eine Zusammenfassung mit dem Titel „Das macht den Charme aus“ runden das Kapitel ab.
Weitere Lektionen handeln von Themen wie Einpflanzen und Aussähen, Einmaleins des Gestaltens und einer Uebersicht über die wichtigsten und unverzichtbaren Gartengeräte. Weiter geht es mit Pflanzenkunde: Sommerblumen, Stauden, Zwiebelblumen und Gehölzen. Neben Fotos (hauptsächlich von den Blüten) werden Blütezeit, Höhe, Standortangabe und spezielle Vorlieben und teilweise etwas Geschichte über Herkunft und Verbreitung aufgeführt.
Wenn eine Pflanze trotz Grundkurs kränkeln sollte, kann im Kapitel „Erste Hilfe fürs Grün“ nach der Ursache gesucht werden. In einem ABC werden Schädlinge, Nützlinge und Krankheiten erklärt. Auch ein Register sowie Adressen und Bezugsquellen am Ende des Buches fehlen nicht.
Geeignet für Einsteiger, die ein Buch einschlägigen Zeitschriften vorziehen. Für einen tieferen Einstieg ins Thema, wird aber weiterführende Literatur besorgt werden müssen.
Michael Breckwoldt:
Grundkurs Grüner Daumen – Die besten Tipps für Garten, Balkon und Terrasse
Diana Verlag, 2009
9. April 2009
Interessante Begegnungen
Um die Jahrtausendwende begann die Gartenschriftstellerin Diana Ross, sich mit aussergewöhnlichen Leuten aus der Gartenszene zu treffen. Sie besuchte diese zuhause, führte ausführliche Gespräche mit ihnen und liess sich durch deren Gärten führen. Unter den Gesprächspartnern sind bekannte Namen wie Dan Pearson, Beth Chatto und Roy Lancaster. Die Beiträge sind seither regelmässig im englischen Journal „Hortus“ erschienen. Eine Auswahl daraus ist nun im Buch „Gardeners – Encounters with Exceptional People“ veröffentlicht worden.
Anlässlich der Interviews stellte sich ab und zu heraus, dass die Verbindungen zum grünen Bereich geringer waren, als vorgestellt. So musste die Autorin vom Hortus-Herausgeber David Wheeler gelegentlich daran erinnert werden musste, wenigstens ab und zu eine Pflanze im Text zu erwähnen. Ob jetzt nun genug Blumen gebührend erwähnt werden oder nicht - die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall. Eine Anekdote handelt vom Gärtner Roy Roberts, der ein störendes Unkraut neben der Küchentüre mit einem giftigen Vertilgungsmittel besprayte. Ein paar Tage später erfuhr er, dass die Lady ernsthaft erkrankt sei. Die Köchin verstand überhaupt nicht weshalb, da die Lady nichts als Brennnessel-Suppe gegessen hatte. Das Unkraut war für kulinarische Zwecke angebaut worden... Der Gärtner schwitzte die Angelegenheit aus. Und die Lady wurde wieder gesund.
Vielleicht kennt jemand das eine oder andere Buch der Schriftstellerin Penelope Lively (z.B. „Der wilde Garten“, „Das Photo“ oder „According to Mark“? In ihren Romanen kommen immer wieder Gärtner und Gärten vor. Im Interview erfährt man mehr über ihre diesbezüglichen Beweggründe. Sofern sie nicht den Schriftstellerberuf gewählt hätte, wäre sie sicher eine „richtige“ Gärtnerin geworden und keine Dilettantin geblieben (Zitat Penelope Lively). Aus gesundheitlichen Gründen musste sie das Gärtnern inzwischen aufgeben, so dass dieser Bemerkung nicht mehr nachgegangen werden kann. Ihre Bücher jedenfalls haben so viele Preise eingeheimst, dass Penelope Lively auf diesem Gebiet ganz sicher ein Profi ist.
Diana Ross:
Gardeners – Encounters with Exceptional People
Frances Lincoln Ltd, 2008
Anlässlich der Interviews stellte sich ab und zu heraus, dass die Verbindungen zum grünen Bereich geringer waren, als vorgestellt. So musste die Autorin vom Hortus-Herausgeber David Wheeler gelegentlich daran erinnert werden musste, wenigstens ab und zu eine Pflanze im Text zu erwähnen. Ob jetzt nun genug Blumen gebührend erwähnt werden oder nicht - die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall. Eine Anekdote handelt vom Gärtner Roy Roberts, der ein störendes Unkraut neben der Küchentüre mit einem giftigen Vertilgungsmittel besprayte. Ein paar Tage später erfuhr er, dass die Lady ernsthaft erkrankt sei. Die Köchin verstand überhaupt nicht weshalb, da die Lady nichts als Brennnessel-Suppe gegessen hatte. Das Unkraut war für kulinarische Zwecke angebaut worden... Der Gärtner schwitzte die Angelegenheit aus. Und die Lady wurde wieder gesund.
Vielleicht kennt jemand das eine oder andere Buch der Schriftstellerin Penelope Lively (z.B. „Der wilde Garten“, „Das Photo“ oder „According to Mark“? In ihren Romanen kommen immer wieder Gärtner und Gärten vor. Im Interview erfährt man mehr über ihre diesbezüglichen Beweggründe. Sofern sie nicht den Schriftstellerberuf gewählt hätte, wäre sie sicher eine „richtige“ Gärtnerin geworden und keine Dilettantin geblieben (Zitat Penelope Lively). Aus gesundheitlichen Gründen musste sie das Gärtnern inzwischen aufgeben, so dass dieser Bemerkung nicht mehr nachgegangen werden kann. Ihre Bücher jedenfalls haben so viele Preise eingeheimst, dass Penelope Lively auf diesem Gebiet ganz sicher ein Profi ist.
Diana Ross:
Gardeners – Encounters with Exceptional People
Frances Lincoln Ltd, 2008
6. April 2009
Gartenfreundinnen
Auf einer Gartenreise durch bekannte südenglische Gärten wie Hidcote Manor und Sissinghurst Castle haben sich Brigitte Nagiller, die in der Nähe von Wien lebt, und die Südtirolerin Martha Canestrini kennen gelernt. Die beiden blieben nach der Reise per E-Mail in Kontakt und aus einer Urlaubsbekanntschaft ist eine wunderbare Freundschaft entstanden.
Zu Beginn der elektronischen Korrespondenz überlegt sich Martha Canestrini, alle Reben eines Weinberges auszureissen und einen weiteren Garten anzulegen. Sie liebäugelt mit etwas Japanischem. Darauf protestiert Brigitte Nagiller energisch und fragt die Gartenfreundin, was denn fernöstliche Gartenkultur in Neumarkt verloren hat.
Neben Berichten aus eigenen und fremden Gärten, Gartentipps und vielen Rezepten gehen im Laufe der Zeit immer mehr persönliche Erlebnisse von einem Computer zum andern. So handeln die launisch verfassten Emails auch immer wieder über Frauenalltag, Falten und das Aelterwerden. Teilweise kommen auch nicht ganz schmeichelhafte Details über die Ehemänner und Söhne ans Tageslicht. Was diese wohl dazu meinen?
Eine charmante Lektüre. Die beiden Frauen scheinen sich auch immer mal wieder persönlich zu treffen. Gerne hätte ich etwas mehr von dieser Ebene der Freundschaft erfahren. Das Buch erinnert mich an den Titel „Gartengespräche unter Frauen“ von Carol Graham Chudley und Dorothy Field, zwei Nachbarinnen, die sich in den 90er-Jahren regelmässig Gartenbriefe geschrieben haben.
Brigitte Nagiller und Martha Canestrini:
Gartenfreundinnen – Männer, Schnecken, Frühlingsblumen
Orac/Verlag Kremayr und Scheriau KG, 2009
Zu Beginn der elektronischen Korrespondenz überlegt sich Martha Canestrini, alle Reben eines Weinberges auszureissen und einen weiteren Garten anzulegen. Sie liebäugelt mit etwas Japanischem. Darauf protestiert Brigitte Nagiller energisch und fragt die Gartenfreundin, was denn fernöstliche Gartenkultur in Neumarkt verloren hat.
Neben Berichten aus eigenen und fremden Gärten, Gartentipps und vielen Rezepten gehen im Laufe der Zeit immer mehr persönliche Erlebnisse von einem Computer zum andern. So handeln die launisch verfassten Emails auch immer wieder über Frauenalltag, Falten und das Aelterwerden. Teilweise kommen auch nicht ganz schmeichelhafte Details über die Ehemänner und Söhne ans Tageslicht. Was diese wohl dazu meinen?
Eine charmante Lektüre. Die beiden Frauen scheinen sich auch immer mal wieder persönlich zu treffen. Gerne hätte ich etwas mehr von dieser Ebene der Freundschaft erfahren. Das Buch erinnert mich an den Titel „Gartengespräche unter Frauen“ von Carol Graham Chudley und Dorothy Field, zwei Nachbarinnen, die sich in den 90er-Jahren regelmässig Gartenbriefe geschrieben haben.
Brigitte Nagiller und Martha Canestrini:
Gartenfreundinnen – Männer, Schnecken, Frühlingsblumen
Orac/Verlag Kremayr und Scheriau KG, 2009
1. April 2009
Gartenglück – Die Kunst des entspannten Gärtnerns
Statt Stätten entspanntem Gärtnerns ähneln viele Gärten eher Kriegsschauplätzen, auf welchen mit chemischen Waffen Schädlinge und Unkräuter bekämpft werden. Eine unnötige Quälerei, wie der bekannte Naturgartenpionier Peter Richard findet. Stattdessen gilt es, die natürliche Dynamik der Natur aufzunehmen und für das Gedeihen im eigenen Garten zu nutzen.
Die Grundlage dafür wird mit der richtigen Bodenbearbeitung, der Deutung der Zeigerpflanzen und der korrekten Pflanzenwahl gelegt. Und der Gärtner wird ermuntert, den unendlichen Kampf gegen die oben erwähnten Feinde in heitere Gelassenheit umzuwandeln und mit der Natur, statt gegen sie zu arbeiten. Dazu gehört auch, regionale Pflanzensorten vom Markt oder der Wildstaudengärtnerei zu bevorzugen, statt Pflanzen aus hunderten von Kilometern entfernten Gewächshäusern zu kaufen, die Mühe mit dem lokalen Klima haben.
Mit über dreissig Jahren Gartenerfahrung weiss der Autor, wovon er schreibt. Herausgekommen ist eine Wegleitung mit vielen grossformatigen Fotos, Pflanzentabellen und zahlreichen Tipps. Dazwischen sind philosophische Anregungen von Reto Locher eingestreut. Jedes Kapital endet mit einer Kurzzusammenfassung der wichtigsten vermittelten Aspekte.
Ein schön gestaltetes Nachschlagewerk, insbesondere das Umschlagbild gefällt mir ausgezeichnet. Schade finde ich einzig, dass etliche Fotos in vollem Sonnenlicht aufgenommen worden sind.
Peter Richard und Reto Locher:
Gartenglück – Die Kunst des entspannten Gärtnerns
Alataverlag, 2008
Die Grundlage dafür wird mit der richtigen Bodenbearbeitung, der Deutung der Zeigerpflanzen und der korrekten Pflanzenwahl gelegt. Und der Gärtner wird ermuntert, den unendlichen Kampf gegen die oben erwähnten Feinde in heitere Gelassenheit umzuwandeln und mit der Natur, statt gegen sie zu arbeiten. Dazu gehört auch, regionale Pflanzensorten vom Markt oder der Wildstaudengärtnerei zu bevorzugen, statt Pflanzen aus hunderten von Kilometern entfernten Gewächshäusern zu kaufen, die Mühe mit dem lokalen Klima haben.
Mit über dreissig Jahren Gartenerfahrung weiss der Autor, wovon er schreibt. Herausgekommen ist eine Wegleitung mit vielen grossformatigen Fotos, Pflanzentabellen und zahlreichen Tipps. Dazwischen sind philosophische Anregungen von Reto Locher eingestreut. Jedes Kapital endet mit einer Kurzzusammenfassung der wichtigsten vermittelten Aspekte.
Ein schön gestaltetes Nachschlagewerk, insbesondere das Umschlagbild gefällt mir ausgezeichnet. Schade finde ich einzig, dass etliche Fotos in vollem Sonnenlicht aufgenommen worden sind.
Peter Richard und Reto Locher:
Gartenglück – Die Kunst des entspannten Gärtnerns
Alataverlag, 2008
Abonnieren
Kommentare (Atom)