4. Juli 2011

Nancy Atherton: Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht

Wie der englische Originaltitel „Aunt Dimity and the Duke“ lässt auch die deutsche Ausgabe keinen Roman mit hortikulturellem Hintergrund vermuten. Die Informatikerin Emma Porter kommt denn auch auf ziemlich spezielle Weise und völlig unbeabsichtigt zu einem Job als Gärtnerin – aber schön der Reihe nach.

Nach einer unkonventionellen rund fünfzehn Jahre dauernden Beziehung ist die knapp vierzigjährige Emma seit kurzem wieder Single. Die mollige Hobbygärtnerin wurde von ihrem Ex-Partner wegen einer schlanken 22jährigen Blondine verlassen. Im Gegensatz zu ihrem Umfeld nimmt Emma die Trennung ziemlich gelassen auf. Der Idealistin waren Karriere und Unabhängigkeit schliesslich immer wichtiger als ihr Privatleben. Und da sie keinesfalls beabsichtigt, sich tief verletzt in Boston zu verkriechen, tritt sie die eigentlich für zwei Personen geplante mehrwöchige Gartentour nach Cornwall alleine an. Zu den im voraus festgelegten Reisezielen gehören unter anderen Glendurgan, Cotehele und Killerton Park. Emma freut sich auf Teekuchen mit Erdbeerkonfitüre und Sahne sowie ganz besonders auf Azaleen in voller Blüte.

Bereits die erste Station ihrer Reiseroute hält eine Überraschung für die Amerikanerin bereit. Im Zentrum des Irrgartens von Bransley Manor trifft sie auf zwei alte Engländerinnen, die Schwestern Ruth und Louise Pym. Die beiden führen mit Emma eine Art Bewerbungsgespräch und schicken sie mit einer Empfehlung nach Penford Hall, um dort einen jungen Freund zu besuchen. Als Emma dort eintrifft, wird sie denn auch schon erwartet. Doch während Emma von einem Kurzbesuch ausgeht, wird sie auf Penford Hall mit offenen Armen als künftige Gärtnerin begrüsst. Spontan beschliesst die Amerikanerin, das verlockende Angebot anzunehmen - nicht im Geringsten ahnend und darauf vorbereitet, welche Geheimnisse in dem alten Schloss verborgen sind.



Nancy Atherton:
Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht
Blanvalet, 2008

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