28. März 2014

Zuletzt ausgelesen: Dirk Kruse – Tod im Botanischen Garten

Der Buchumschlag mit Verwendung eines Bildes von Maria Sibylla Merian und der Buchtitel selber lassen (nicht ganz umsonst) einen hortikulturellen Hintergrund in diesem Kriminalroman vermuten. Und tatsächlich wird Bonvivant Frank Beaufort in seinem dritten Fall von seinem ehemaligen Doktorvater gebeten, sich um die Aufklärung von diversen Diebstählen von wertvollen Büchern und Kunstwerken in der Erlanger Universitätsbibliothek zu kümmern und die Nachforschungen führen eben auch in den titelgebenden Botanischen Garten.

Frank Beaufort ist in Sachen moderner Gadgets nicht auf dem neuesten Stand, dafür kennt er unzählige Zitate aus der Literatur und setzt bei seinen Ermittlungen auf sein umfangreiches Allgemeinwissen, seine Beobachtungsgabe und seine Intuition. Und wenn er sich zuweilen in brenzligen Situationen wie etwa an Tatorten wiederfindet, kann er sich immer auf die Hilfe seines Freundes, einem Richter, verlassen.

Das Interesse an der Aufklärung der Kunstdiebstähle rückt etwas in den Hintergrund, als ein Kurator nach einem Fenstersturz tot aufgefunden wird. Während die Polizei von einem Suizid ausgeht, kann Beaufort dieser Schlussfolgerung nicht zustimmen. Vor der innert Wochenfrist geplanten Ausstellungseröffnung sollen die Bibliotheksdiebstähle aufgeklärt sein, weil dann das Fehlen einer Dürer-Grafik nicht mehr länger verheimlicht werden kann.

Besteht allenfalls ein Zusammenhang zwischen den Diebstählen und dem Todesfall? Einem Buch von Maria Sibylla Merian ist nicht nur das Umschlagmotiv entnommen, sondern eine Originalausgabe eines Werks dieser Künstlerin spielt auch eine wichtige Rolle in der Aufklärung in einem der zu lösenden Fälle.  



Dirk Kruse: 
Tod im Botanischen Garten 
Ars Vivendi Verlag, 2012

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