20. August 2015

Marita Conlon McKenna: The Rose Garden

Seit einigen Monaten verwitwet, droht Molly der anstehende Verkauf des zusammen mit ihrem verstorbenen Mann liebevoll restaurierten irischen Landhauses nochmals das Herz zu brechen. Doch sie sieht keine Möglichkeit, Mossbawm House zu finanzieren und alleine die anfallende Arbeit zu bewältigen. Ausserdem ist das Haus für sie alleine auch viel zu gross. Ihre erwachsenen Töchter sind nicht begeistert von den Absichten ihrer Mutter, sehen aber auch keine funktionierende Alternative.

Nichtsdestotrotz packt die leidenschaftliche Gärtnerin Molly endlich wieder einmal zu Spaten, Forke, Unkrautstecher und Schere und macht sich an die Arbeit, die Vernachlässigung der letzten Zeit zu beseitigen. In den Staudenbeeten, im Küchengarten und im Gemüsebeet haben viele Pflanzen die Gelegenheit genutzt, sich ungehindert auszubreiten.

Bei ihren rigorosen Aufräumarbeiten dringt sie schliesslich in einen Teil des Gartens vor, den ihr Mann sowie die Vorbesitzer des grossen Grundstücks als Lagerplatz für alles Mögliche verwendet haben. Der versteckte Gartenteil entpuppt sich als Überrest eines ehemaligen Rosengartens. Verschiedene Rosen, haben der Zeit getrotzt und strecken ihre Ranken und vereinzelte Blüten der Sonne entgegen. Molly wundert sich, wie der Garten wohl vor hundert Jahren ausgesehen haben mag und versucht diese Frage mit Hilfe der Original-Pläne von Haus und Garten sowie alten Fotos zu beantworten. Hat sie hiermit vielleicht eine neue Aufgabe gefunden?

Noch zwei andere ihr mehr oder weniger nahestehende Personen machen eine schwierige Zeit durch. Mollys 29jährige Nichte Kim ist seit Monaten arbeitslos und nun auch noch von ihrem Freund verlassen und aus der Wohnung hinauskomplementiert worden. Dankbar nimmt die in finanziellen Nöten steckende junge Bankangestellte deshalb Mollys Einladung nach Mossbawm an. Die zweifache Mutter 36jährige Gina wiederum träumt davon, das von ihr temporär geführte Dorfcafé übernehmen und modernisieren zu können, aber die Pläne des Organisationstalents zerschlagen sich.

Schnell ist ein interessierter Käufer für das gepflegte irische Haus zur Stelle. Doch Mollys Verkaufsabsichten werden nicht nur durch die tiefen Immobilienpreise torpediert. Als sie zufällig von den geplanten Abriss- und Landüberbauungsplänen des potentiellen Interessenten erfährt, stoppt sie die Verkaufsverhandlungen. Gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit, die Unkosten und ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, ohne sich von ihrem geliebten Haus und Garten zu trennen?

Spontan entscheidet Molly, dass das frühere Gärtner-Cottage, das am Rand des Grundstücks liegt, nicht veräussert werden soll. Sie lässt es renovieren und beabsichtigt, dort einzuziehen. In der Zwischenzeit restauriert sie mit tatkräftiger Unterstützung von Kim den Rosengarten. Gleichzeitig recherchiert ihre Nichte in alten Unterlagen über Mossbawm und findet Fotos des früheren Rosengartens in der Bibliothek. Dank ihren in Kursen kürzlich erworbenen Kenntnissen über Webdesign und Fotografie beginnt die junge Frau eine Webseite über das Anwesen zu erstellen. Und plötzlich tun sich für alle drei Frauen neue vielversprechende Zukunftsmöglichkeiten auf.



Marita Conlon_McKenna: 
The Rose Garden 
Transworld Publishers, 2013

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