10. Oktober 2016

Zuletzt ausgelesen: Beate Sauer – Die Rache der Heilerin

Dieser historische Roman ist eine Mischung von Fakten und Fiktion und spielt gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Zum Inhalt gehören brutale Kriege und Misshandlungen, schwere körperliche Arbeit und natürlich das Schicksal von Adela, welche die Gabe der Heilkunst von ihrer Mutter Aline geerbt hat.

Die schwangere Adela ist seit kurzer Zeit Witwe und flüchtet mit ihrem Sohn Luce zu ihrer Schwester in ein Kloster. Ihr Mann Francis wurde im Krieg von Wilhelm de Thorigny getötet. Der gleiche Mann hat sie selber misshandelt und vergewaltigt. Und nun befürchtet Adela, ihr Vergewaltiger könnte der Vater ihres ungeborenen Kindes sein.

Die beiden Flüchtlinge, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, können nicht zusammen im Kloster bleiben, so dass Adela plant, zu ihrem Bruder weiter zu ziehen. Weil Luce krank ist, bricht sie ohne ihren Sohn auf, will diesen aber rasch möglichst zu sich holen – nicht ahnend, dass sie ihn viele Jahre nicht mehr sehen wird. Wie sie feststellen muss, ist auch ihr Bruder tot. Ebenfalls ermordet von Wilhelm de Thorigny. Ein Lichtblick ist allein die Feststellung, dass ihre Tochter Robin sicher das Kind von Francis ist, da sie an der gleichen Körperstelle ein ausgeprägtes Muttermal aufweist.

Was gibt es aus hortikultureller Sicht zu vermelden? Der Kräutergarten im Kloster wird wiederholt erwähnt und es ist die Rede von niedrig geschnittener Buchseinfassung von Beeten und von Wasserbrunnen. Aber neben regelmässigen Naturbeschreibungen gibt es weniger Gärtnerisches und Planzenheilkundliches zu lesen, als man aufgrund des Buchtitels optimistisch vermuten könnte.



Beate Sauer: 
Die Rache der Heilerin 
Wilhelm Goldmann Verlag, 2014

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen