Als sie um fünf Uhr früh an einem Samstagmorgen mit ihrer Mutter für eine Hochzeit eine grosse Menge Knopflochsträusse binden muss, hat die damals zwölfjährige Engländerin Rosie Duncan beschlossen, niemals Floristin zu werden. Die Strasse des Lebens führt nicht immer dorthin, wo wir es geplant haben, und so führt Rosie nun in ihrer Lieblingsstadt New York einen florierenden Blumenladen – Kowalski’s.
Ausser ihrer besten Freundin Celia weiss niemand, warum Rosie nach Amerika gekommen ist und schliesslich Zuflucht inmitten von Mr. Kowalskis Blumen gesucht hat. Die junge Frau kann auf ihre Freunde und Mitarbeiter zählen und ist auch ohne Partner glücklich, blockt aber jedes Gespräch ihre Vergangenheit betreffend ab. Doch als sie Nate kennenlernt, beginnen diese Grundfesten zu bröckeln.
Romantischer Roman in blumiger Umgebung mit vielen integrierten kleinen Geschichten über meistens nette Kunden und unzähligen Gründen, Blumen zu kaufen und zu verschenken. Speziell empfehlenswert auch für New York-Liebhaber. Den Lesespass habe ich noch gesteigert, in dem ich parallel zu dieser Lektüre im New York City Garden Guide von Berner/Lowry geblättert habe.
Miranda Dickinson:
Die wunderbare Welt der Rosie Duncan
Wilhelm Heyne Verlag, 2010
19. November 2010
17. November 2010
„… Der König vom Bodensee“
Vor ein paar Jahren habe ich die Autobiographie „… ein Leben für die Mainau“ von Lennart Bernadotte und Gunna Wendts Portrait über die Gräfin Sonja Bernadotte gelesen. Anlässlich unseres Besuches auf der Blumeninsel Mainau zum Abschluss der Dahlienblüte habe ich ein paar Euro in die nicht mehr gerade druckfrische illustrierte Biografie über Lennart Bernadotte von Roger Orlik investiert.
Haben Sie gewusst, dass Lennart Bernadotte ein bekannter Fotograf war und auch Filme gedreht hat? 1951 war er beispielsweise an der Produktion des Films „Kon-Tiki“ beteiligt, welcher seinerzeit den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen hat.
Neben einem detaillierten Einblick in die Kindheit am schwedischen Königshof und die verwandtschaftlichen Beziehungen zur russischen Zarenfamilie, erfährt der hortikulturell interessierte Leser im Buch „… Der König vom Bodensee“ auch, dass Friedrich I., Grossherzog von Baden, ein spezieller Naturliebhaber und Baumkundler war und grosse Teile der Insel Mainau in einen botanischen Park mit Rosengarten verwandelt hat. Aus dem Erbfürsten Lennart Bernadotte wurde bekanntlich nach seiner Heirat mit einer Bürgerlichen ein einfacher Bürger und sein einziges Habe war die Insel Mainau. Als das junge Ehepaar 1932 im Süden Deutschlands eintraf, wartete eine Menge Arbeit auf die Frischvermählten: das Arboretum hatte sich zu einem Dschungel entwickelt, auch im Schloss waren grössere Renovationen nötig und es war ein weiter Weg zum florierenden Unternehmen Insel Mainau, wie wir es heute kennen.
Da fast zehn Jahre seit Erscheinen des Buches vergangen sind, ist es natürlich nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Die Bildqualität lässt teilweise auch zu wünschen übrig – alles in allem ist das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung. Ich habe die Lektüre jedenfalls genossen und neben altbekanntem auch allerhand mir bisher unbekanntes erfahren.
Roger Orlik:
„… Der König vom Bodensee“
SP Verlag, 2002
Haben Sie gewusst, dass Lennart Bernadotte ein bekannter Fotograf war und auch Filme gedreht hat? 1951 war er beispielsweise an der Produktion des Films „Kon-Tiki“ beteiligt, welcher seinerzeit den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen hat.
Neben einem detaillierten Einblick in die Kindheit am schwedischen Königshof und die verwandtschaftlichen Beziehungen zur russischen Zarenfamilie, erfährt der hortikulturell interessierte Leser im Buch „… Der König vom Bodensee“ auch, dass Friedrich I., Grossherzog von Baden, ein spezieller Naturliebhaber und Baumkundler war und grosse Teile der Insel Mainau in einen botanischen Park mit Rosengarten verwandelt hat. Aus dem Erbfürsten Lennart Bernadotte wurde bekanntlich nach seiner Heirat mit einer Bürgerlichen ein einfacher Bürger und sein einziges Habe war die Insel Mainau. Als das junge Ehepaar 1932 im Süden Deutschlands eintraf, wartete eine Menge Arbeit auf die Frischvermählten: das Arboretum hatte sich zu einem Dschungel entwickelt, auch im Schloss waren grössere Renovationen nötig und es war ein weiter Weg zum florierenden Unternehmen Insel Mainau, wie wir es heute kennen.
Da fast zehn Jahre seit Erscheinen des Buches vergangen sind, ist es natürlich nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Die Bildqualität lässt teilweise auch zu wünschen übrig – alles in allem ist das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung. Ich habe die Lektüre jedenfalls genossen und neben altbekanntem auch allerhand mir bisher unbekanntes erfahren.
Roger Orlik:
„… Der König vom Bodensee“
SP Verlag, 2002
14. November 2010
Aus der Sicht eines Gewächshauses …
Man sagt, alte Häuser hätten viel zu berichten, falls sie reden könnten. Dann mag dies wohl auch für Gewächshäuser zutreffen. Spielen Sie mit dem Gedanken, im Garten ein solches aufzustellen? Dann ist es vielleicht eine Überlegung wert, vorher über das allfällige Seelenleben solcher Bauten nachzudenken. Susan Hillmore hat ein sehr spezielles Buch geschrieben, und zwar eine Geschichte aus der Sicht eines Gewächshauses. Kein Kleingewächshaus ist es zwar, von dem berichtet wird - nein, es ist etwa dreimal so hoch wie ein Mann und wirkt trotz der symmetrischen Struktur sehr zerbrechlich.
Das Gewächshaus erlebt den Wechsel der Jahreszeiten hautnah oder genauer „glasnah“ mit. Nach dem Blühen der Lenzrosen im frühen Frühling folgt die Fliederblüte, bald darauf die warmen Sommerabende, dann das Reifen und Ernten im Herbst und die Winterruhe. Es steht auf Land, das zu einem Bauernhof gehört und hat schon viele Männer in den Krieg ziehen sehen, die nicht mehr zurückkamen.
Aktueller Besitzer ist ein Vater, der jahrelang versucht, seine Unzulänglichkeiten durch die perfekte Pflege von tropischen Pflanzen – insbesondere Orchideen -, die er im Gewächshaus hegt, zu kompensieren. Schliesslich begibt er sich auf eine lange botanische Exkursion nach Südost-Asien und stirbt auf der Rückreise an einem Fieber. Alle Orchideen werden verkauft. Und das kein Geld mehr für Heizmaterial vorhanden ist, hat selbstredend einen direkten Einfluss auf das Gewächshaus.
Melancholische, poetische Lektüre, aber keinesfalls verrückt oder langweilig.
Susan Hillmore:
The Greenhouse
New Amsterdam Books, 1988
Das Gewächshaus erlebt den Wechsel der Jahreszeiten hautnah oder genauer „glasnah“ mit. Nach dem Blühen der Lenzrosen im frühen Frühling folgt die Fliederblüte, bald darauf die warmen Sommerabende, dann das Reifen und Ernten im Herbst und die Winterruhe. Es steht auf Land, das zu einem Bauernhof gehört und hat schon viele Männer in den Krieg ziehen sehen, die nicht mehr zurückkamen.
Aktueller Besitzer ist ein Vater, der jahrelang versucht, seine Unzulänglichkeiten durch die perfekte Pflege von tropischen Pflanzen – insbesondere Orchideen -, die er im Gewächshaus hegt, zu kompensieren. Schliesslich begibt er sich auf eine lange botanische Exkursion nach Südost-Asien und stirbt auf der Rückreise an einem Fieber. Alle Orchideen werden verkauft. Und das kein Geld mehr für Heizmaterial vorhanden ist, hat selbstredend einen direkten Einfluss auf das Gewächshaus.
Melancholische, poetische Lektüre, aber keinesfalls verrückt oder langweilig.
Susan Hillmore:
The Greenhouse
New Amsterdam Books, 1988
10. November 2010
Exerzierplatz
Auf dem Gelände eines ehemaligen Exerzierplatzes baut sich Konrad Zeller nach dem 2. Weltkrieg gegen viele Widerstände mit seinem Wissen, seiner Weitsichtigkeit und viel harter Arbeit eine neue Existenz auf - eine Baum- und Pflanzenschule. Schon seit über dreissig Jahren ist der durch eine Kopfverletzung etwas einfältige Ich-Erzähler Bruno Zellers fleissiger und loyaler Helfer, bleibt aber dennoch über alle Jahrzehnte hinweg ein Aussenseiter.
Die Erzählung wechselt jeweils unvermittelt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Der Leser bleibt zunächst im Unklaren, was es mit der drohenden Entmündigung Zellers und einem Schenkungsvertrag auf sich hat. Bruchstückweise erfährt man von den schweren Aufbaujahren, vom zunehmenden Erfolg, erlebt mit, wie die Familie wächst und zu Wohlstand und Ansehen kommt und schliesslich fügen sich alle Informationsteilchen zu einem Puzzle.
So ganz nebenbei vermittelt die Lektüre einen aufschlussreichen Einblick in die Tätigkeiten in einer Baumschule, man liest von Okulier- und Kopuliermessern, Hippen, Amboss- und Papageienschnabelscheren und über die unterschiedlichen Auswirkungen vom Genuss von Samen aus Nadelholzzapfen oder von Spirea und Magnolien. Es wäre bestimmt interessant zu erfahren, woher Siegfried Lenz sein detailliertes diesbezügliches Wissen hat – beim Googeln habe ich leider keine entsprechenden Informationen finden können.
Siegfried Lenz:
Exerzierplatz
Deutscher Taschenbuch Verlag, 1989 / 7. Auflage 2009
Die Erzählung wechselt jeweils unvermittelt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Der Leser bleibt zunächst im Unklaren, was es mit der drohenden Entmündigung Zellers und einem Schenkungsvertrag auf sich hat. Bruchstückweise erfährt man von den schweren Aufbaujahren, vom zunehmenden Erfolg, erlebt mit, wie die Familie wächst und zu Wohlstand und Ansehen kommt und schliesslich fügen sich alle Informationsteilchen zu einem Puzzle.
So ganz nebenbei vermittelt die Lektüre einen aufschlussreichen Einblick in die Tätigkeiten in einer Baumschule, man liest von Okulier- und Kopuliermessern, Hippen, Amboss- und Papageienschnabelscheren und über die unterschiedlichen Auswirkungen vom Genuss von Samen aus Nadelholzzapfen oder von Spirea und Magnolien. Es wäre bestimmt interessant zu erfahren, woher Siegfried Lenz sein detailliertes diesbezügliches Wissen hat – beim Googeln habe ich leider keine entsprechenden Informationen finden können.
Siegfried Lenz:
Exerzierplatz
Deutscher Taschenbuch Verlag, 1989 / 7. Auflage 2009
8. November 2010
Die Tochter des Webers
Holland – Ende des 16. Jahrhunderts: Während sich im Garten der Familie Fromenteel der junge Gärtner Jan an einem schönen Vorfrühlingstag um die Kräuter- und Buchsbaumornamente kümmert, verhandelt drinnen im Haus Cornelis Fromenteel über die Zukunft seiner Tochter Anna. Der flämische Tuchhändler lebt über seine Verhältnisse; sein Vermögen und seine Ausgaben übersteigen seine Möglichkeiten und er sucht verzweifelt einen Weg, um sein standesgemässes Haus nicht aufgeben zu müssen. Als letzten Ausweg aus seiner Misere sieht Fromenteel die Verheiratung von Anna mit seinem künftigen Geschäftspartner Otto de Hane, einem reichen, alten Witwer.
Anna hingegen möchte ihre heimliche Liebe Jan heiraten sobald dieser genügend Geld gespart hat, um ihr eine angemessene Zukunft bieten zu können. Die väterlichen Verhandlungen über die Eheschliessung mit de Hane veranlassen die beiden jungen Leute, Holland überstürzt zu verlassen und in England ihr Glück zu suchen.
Der Neuanfang im neuen Land erweist sich als schwierig. Während Jan eine gut bezahlte Stelle als Gärtner antreten kann, findet Anna Aufnahme im Haushalt des flämischen Pfarrers, der ihr von Beginn an nachstellt. Als die Situation für Anna unerträglich wird, flüchtet sie aus dem Haus. Danach ergibt sich für die gemeinsame Zukunft von Anna und Jan unerwartet eine Wendung zum Guten: die beiden jungen Leute können endlich heiraten und Jans Arbeitgeber stellt ihnen ein kleines Häuschen als Heim zu Verfügung. Schon bald erwarten die beiden freudig ihr erstes Kind. Wenige Wochen vor der Geburt wird Jan von seinem Arbeitgeber nach Holland geschickt, um Tulpenzwiebeln für den prächtigen Garten zu kaufen. Auf der Rückreise erkrankt der Gärtner schwer und stirbt noch auf dem Schiff.
Der beeindruckende von Jan für seinen Meister angelegten Garten wird häufig detailliert beschrieben und spielt auch nach Jans Tod gelegentlich eine wichtige Rolle.
Elizabeth Jeffrey:
Die Tochter des Webers
Mira Taschenbuch (Cora Verlag), 2010
Anna hingegen möchte ihre heimliche Liebe Jan heiraten sobald dieser genügend Geld gespart hat, um ihr eine angemessene Zukunft bieten zu können. Die väterlichen Verhandlungen über die Eheschliessung mit de Hane veranlassen die beiden jungen Leute, Holland überstürzt zu verlassen und in England ihr Glück zu suchen.
Der Neuanfang im neuen Land erweist sich als schwierig. Während Jan eine gut bezahlte Stelle als Gärtner antreten kann, findet Anna Aufnahme im Haushalt des flämischen Pfarrers, der ihr von Beginn an nachstellt. Als die Situation für Anna unerträglich wird, flüchtet sie aus dem Haus. Danach ergibt sich für die gemeinsame Zukunft von Anna und Jan unerwartet eine Wendung zum Guten: die beiden jungen Leute können endlich heiraten und Jans Arbeitgeber stellt ihnen ein kleines Häuschen als Heim zu Verfügung. Schon bald erwarten die beiden freudig ihr erstes Kind. Wenige Wochen vor der Geburt wird Jan von seinem Arbeitgeber nach Holland geschickt, um Tulpenzwiebeln für den prächtigen Garten zu kaufen. Auf der Rückreise erkrankt der Gärtner schwer und stirbt noch auf dem Schiff.
Der beeindruckende von Jan für seinen Meister angelegten Garten wird häufig detailliert beschrieben und spielt auch nach Jans Tod gelegentlich eine wichtige Rolle.
Elizabeth Jeffrey:
Die Tochter des Webers
Mira Taschenbuch (Cora Verlag), 2010
4. November 2010
The locked Garden
Die beiden sechs- und zwölfjährigen Mädchen Carlie und Verna haben vor zwei Jahren ihre Mutter verloren. Nun, im Jahr 1900, ziehen die Halbwaisen mit ihrem Vater, einem bekannten Psychiater, in ein neues Zuhause, das zum Grundstück einer psychiatrischen Anstalt gehört. Während ihr Vater seine Patienten und Patientinnen behandelt, werden die beiden Mädchen von ihrer Tante Maude betreut.
Maude fühlt sich in der neuen Umgebung nicht wohl und wittert ständig überall Gefahren. Gleichzeitig versucht sie vergeblich und mit allen Mitteln, die Liebe ihrer Nichten, speziell aber jene von Carlie, zu erlangen. Was Maude nicht gelingt, schafft die junge Patientin Elanor im Handumdrehen. Die natürliche Art der Farmerstochter verschafft ihr einen direkten Weg in die Herzen der beiden Mädchen. Maude kann und will diese Tatsache nicht akzeptieren und strapaziert das sowieso schon nicht sehr ausgeprägte Selbstbewusstsein der jungen psychisch kranken Frau. Die Beschimpfungen und hinterhältigen Machenschaften scheinen zu fruchten. Aber wird es Maud gelingen, ihren Schwager für sich einzunehmen?
Der Buchtitel bezieht sich auf den umschlossenen Garten des Genesungsheims, der im Wechsel der Jahreszeiten beschrieben wird, ist aber gleichzeitig auch ein Sinnbild für verschlossene Herzen.
Gloria Whelan:
The locked Garden
Harper Collins Publishers, 2009
Maude fühlt sich in der neuen Umgebung nicht wohl und wittert ständig überall Gefahren. Gleichzeitig versucht sie vergeblich und mit allen Mitteln, die Liebe ihrer Nichten, speziell aber jene von Carlie, zu erlangen. Was Maude nicht gelingt, schafft die junge Patientin Elanor im Handumdrehen. Die natürliche Art der Farmerstochter verschafft ihr einen direkten Weg in die Herzen der beiden Mädchen. Maude kann und will diese Tatsache nicht akzeptieren und strapaziert das sowieso schon nicht sehr ausgeprägte Selbstbewusstsein der jungen psychisch kranken Frau. Die Beschimpfungen und hinterhältigen Machenschaften scheinen zu fruchten. Aber wird es Maud gelingen, ihren Schwager für sich einzunehmen?
Der Buchtitel bezieht sich auf den umschlossenen Garten des Genesungsheims, der im Wechsel der Jahreszeiten beschrieben wird, ist aber gleichzeitig auch ein Sinnbild für verschlossene Herzen.
Gloria Whelan:
The locked Garden
Harper Collins Publishers, 2009
1. November 2010
Gärtnern für die Seele
Laut Kaufquittung (die ich üblicherweise als Buchzeichen verwende) steht das Taschenbuch „Gärtnern für die Seele“ seit bald fünf Jahren ungelesen zwischen anderen längst gelesenen Titeln aus dem Goldmann Verlag auf meinem Bücherregal. Ob es an dem Titel liegt, der mir etwas zu esoterisch ist? Nachdem ich diesem Buch in den letzten Wochen nicht nur auf Ramschtischen begegnet bin, sondern es auch in dem Roman „Herbal Beginnings“ (siehe Rezension vom 25.10.2010) wiederholt positiv erwähnt worden ist, habe ich es mir nun doch endlich gelesen.
Die Autorin Fran Sorin ist überzeugt, dass Gärtnern eine der effektivsten Möglichkeiten ist, die Kreativität zu wecken, die in jedem Mensch schlummert und dass diese einmal freigesetzten Energien einen positiven Einfluss auf andere Lebensbereiche haben. Fran Sorin entwickelte sich im Verlauf von zehn Jahren von einer Anfängerin in Sachen Garten und Gärtnern mittels Learning by Doing zu einer anerkannten Gartenexpertin und parallel dazu von einer zweifelnden, ihre Fähigkeiten unterschätzenden Frau zu einer zufriedenen und selbstbewussten Persönlichkeit. Sie tritt beispielsweise in Fernsehspots auf, führt Workshops durch und moderiert eine Garten-Ratgeber-Sendung im Radio.
Das Buch „Gärtnern für die Seele“ ist in sieben Phasen gegliedert, beginnend mit Vorstellungskraft, Vision, Planung geht es weiter mit Anpflanzen, Pflege, Freude und endet mit dem Kapitel „Abschluss – Im Zyklus der Jahreszeiten“. Eigene Erfahrungen und Erlebnisse der Autorin und aus ihrem Umfeld werden immer wieder eingeflochten. Ein inspirierendes Selbshilfebuch mit klaren, nachvollziehbaren Ratschlägen. Das Gärtnern ist als Metapher zu betrachten. Die Empfehlungen würde ich nicht gerade als „besserwisserisch“ bezeichnen, aber für meinen Geschmack sind es allzu viele „gute“ Tipps auf rund 250 Seiten - dennoch handelt es sich durchaus um eine interessante und lehrreiche Lektüre. Jedenfalls hat mich mein Bauchgefühl betreffend Inhalt nicht getrogen und ich weiss nun konkret, warum ich das Buch dermassen lange nicht gelesen habe ...
Fran Sorin:
Gärtnern für die Seele – Beim Säen, Pflanzen und Ernten zu sich selbst finden
Goldmann Verlag, 2006
Die Autorin Fran Sorin ist überzeugt, dass Gärtnern eine der effektivsten Möglichkeiten ist, die Kreativität zu wecken, die in jedem Mensch schlummert und dass diese einmal freigesetzten Energien einen positiven Einfluss auf andere Lebensbereiche haben. Fran Sorin entwickelte sich im Verlauf von zehn Jahren von einer Anfängerin in Sachen Garten und Gärtnern mittels Learning by Doing zu einer anerkannten Gartenexpertin und parallel dazu von einer zweifelnden, ihre Fähigkeiten unterschätzenden Frau zu einer zufriedenen und selbstbewussten Persönlichkeit. Sie tritt beispielsweise in Fernsehspots auf, führt Workshops durch und moderiert eine Garten-Ratgeber-Sendung im Radio.
Das Buch „Gärtnern für die Seele“ ist in sieben Phasen gegliedert, beginnend mit Vorstellungskraft, Vision, Planung geht es weiter mit Anpflanzen, Pflege, Freude und endet mit dem Kapitel „Abschluss – Im Zyklus der Jahreszeiten“. Eigene Erfahrungen und Erlebnisse der Autorin und aus ihrem Umfeld werden immer wieder eingeflochten. Ein inspirierendes Selbshilfebuch mit klaren, nachvollziehbaren Ratschlägen. Das Gärtnern ist als Metapher zu betrachten. Die Empfehlungen würde ich nicht gerade als „besserwisserisch“ bezeichnen, aber für meinen Geschmack sind es allzu viele „gute“ Tipps auf rund 250 Seiten - dennoch handelt es sich durchaus um eine interessante und lehrreiche Lektüre. Jedenfalls hat mich mein Bauchgefühl betreffend Inhalt nicht getrogen und ich weiss nun konkret, warum ich das Buch dermassen lange nicht gelesen habe ...
Fran Sorin:
Gärtnern für die Seele – Beim Säen, Pflanzen und Ernten zu sich selbst finden
Goldmann Verlag, 2006
28. Oktober 2010
Heinz-Peter Baecker: Blütenpracht - BUGA-Krimi
Den zur 2011 in Koblenz stattfindenden Bundesgartenschau erschienenen Krimi „Blütenpracht“ habe ich an der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt entdeckt.
In einer Panoramakabine der Seilbahn, die über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein führt, liegt nach dem BUGA-Eröffnungswochenende ein Toter. Der Mann ist ungefähr Mitte zwanzig und rund 175 cm gross. Die Ermittlungen ergeben, dass es sich um einen Kosovo-Albaner handelt, der als Hilfsgärtner auf dem BUGA-Gelände angestellt war. Dieser hatte zwar von Botanik keine allzugrosse Ahnung, war aber laut Auskunft seiner Vorgesetzten ein zuverlässiger und kreativer Mitarbeiter. Aber wie konnte sich das Mordopfer von seinem Stundenlohn von weniger als 8 Euro eine vorausbezahlte Dauerunterkunft in einem Hotel leisten?
Der SOKO-Name „Blütenpracht“ erweist sich nach dem Fund von Falschgeld als im zweifachen Sinn passend. Der erste Todesfall ist noch nicht aufgeklärt und die „BUGA-Leiche“ sorgt in den Medien immer noch für Schlagzeilen, als sich ein zweiter Mord ereignet.
Heinz-Peter Baecker:
Blütenpracht
Kontrast Verlag, 2010
In einer Panoramakabine der Seilbahn, die über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein führt, liegt nach dem BUGA-Eröffnungswochenende ein Toter. Der Mann ist ungefähr Mitte zwanzig und rund 175 cm gross. Die Ermittlungen ergeben, dass es sich um einen Kosovo-Albaner handelt, der als Hilfsgärtner auf dem BUGA-Gelände angestellt war. Dieser hatte zwar von Botanik keine allzugrosse Ahnung, war aber laut Auskunft seiner Vorgesetzten ein zuverlässiger und kreativer Mitarbeiter. Aber wie konnte sich das Mordopfer von seinem Stundenlohn von weniger als 8 Euro eine vorausbezahlte Dauerunterkunft in einem Hotel leisten?
Der SOKO-Name „Blütenpracht“ erweist sich nach dem Fund von Falschgeld als im zweifachen Sinn passend. Der erste Todesfall ist noch nicht aufgeklärt und die „BUGA-Leiche“ sorgt in den Medien immer noch für Schlagzeilen, als sich ein zweiter Mord ereignet.
Heinz-Peter Baecker:
Blütenpracht
Kontrast Verlag, 2010
27. Oktober 2010
Jürgen Dahl – (wieder)entdeckt
Haben Sie schon einmal die Liste mit meinen Lieblingsblogs durchstöbert? Der neueste Beitrag von „Garden Monkey's Book Flange“ handelt von den englischsprachigen Ausgaben der Bücher von Jürgen Dahl, einem meiner Lieblingsautoren.
Beide sind eine (Wieder-)Entdeckung wert: Jürgen Dahl und seine Bücher wie „Der neugierige Gärtner“ oder „Nachrichten aus dem Garten“ und der englische Gartenbuchblog! An diesem ist übrigens auch Nigel Colborn beteiligt (siehe "Contributors“).
Beide sind eine (Wieder-)Entdeckung wert: Jürgen Dahl und seine Bücher wie „Der neugierige Gärtner“ oder „Nachrichten aus dem Garten“ und der englische Gartenbuchblog! An diesem ist übrigens auch Nigel Colborn beteiligt (siehe "Contributors“).
25. Oktober 2010
Herbal Beginnings: A novel with herbal appetizer and cocktail recipes
Die Autorin Carolee Snyder führt in Hartford City “Carolee's Herb Farm”. Ihre Erfahrungen rund um das Führen eines solchen Betriebes hat sie in den Titel “Herbal Beginnings” eingebracht. Das Buch ist also nicht nur ein Roman mit gärtnerischem Hintergrund, gleichzeitig vermittelt es einen detaillierten Einblick in die Erfolge und Rückschläge in einer Kräutergärtnerei und kann bei Bedarf auch als Ergänzung zum letzthin hier vorgestellten Buch „So you want to start a Nursery“ betrachtet werden. Darum geht es:
Wenige Wochen vor der geplanten Hochzeit wird Callie von ihrem langjährigen Freund verlassen. Sie kündigt ihre Stelle und beschliesst einen Versuch zu wagen, um aus ihrer Lieblingsbeschäftigung, der Vermehrung und dem Verkauf von Kräutern, einen Beruf zu machen. In Heartland, Indiana, kauft sie eine alte Farm und startet ihr Projekt berufliche Selbständigkeit.
Callies Ideenreichtum ist schier unerschöpflich und die Leserin kann sich die Gärtnerei und die Dekorationen aufgrund der detaillierten Lektüre bildlich vorstellen. Neben ihrer Tätigkeit als Gärtnerin bietet die Jungunternehmerin Workshops zu unterschiedlichen saisonalen Themen an, schreibt eine Gartenkolumne für die Lokalzeitung, plant ein Buch zu schreiben, tritt im Fernsehen auf und erhält auch bei einem Radiosender Gelegenheit, ihr Wissen weiterzugeben. Doch nicht alles läuft rund - die Umsätze entwickeln sich nicht immer wie erhofft und eine Messe, von der sich Callie viel versprochen hat, erweist sich als Flop. Ausserdem wird auf ihrem Grundstück wiederholt gewildert und die junge Frau wird auf dem Flughafen und daheim ausgeraubt. Dann sind da noch verschiedene Junggesellen, die Callie gerne näher kennen lernen möchten.
Der unerwartete Schluss gefällt mir weniger - da ich aber eben entdeckt habe, dass es ein Buch mit einer Fortsetzung über Callies zweites Jahr als Kräutergärtnerin gibt ("Herbal Choices"), bin ich nun gespannt, wie es in Heartland beruflich und privat weitergeht. Der Roman ist übrigens in monatliche Kapitel gegliedert und wird jeweils durch ein ausführliches Kräuterportrait abgeschlossen. Wer Lust hat, kann auch eines der vielen Rezepte wie „Mini Pesto Balls“ oder „Herbal Hot Buttered Rum“ ausprobieren.
Im Buch wird wiederholt das auch auf Deutsch erhältliche Buch „Digging Deep“ (Gärtnern für die Seele) von Fran Sorin erwähnt, das derzeit gerade verramscht wird. Zum Inhalt möchte ich noch nichts anmerken, da ich gerade noch mit der Lektüre desselben beschäftigt bin.
Beim Lesen von „Herbal Beginnings“ habe ich immer wieder bedauert, dass es in meiner Nähe keine Callie mit ihrem interessanten Angebot gibt. Immerhin bleibt als Trost das virtuelle Vorbeischauen auf Carolee Snyders Herbfarm, die mit wenigen Clicks unter www.caroleesherbfarm.com jederzeit verfügbar ist …
Carolee Snyder:
Herbal Beginnings: A novel with herbal appetizer and cocktail recipes
AuthorHouse, 2009
Wenige Wochen vor der geplanten Hochzeit wird Callie von ihrem langjährigen Freund verlassen. Sie kündigt ihre Stelle und beschliesst einen Versuch zu wagen, um aus ihrer Lieblingsbeschäftigung, der Vermehrung und dem Verkauf von Kräutern, einen Beruf zu machen. In Heartland, Indiana, kauft sie eine alte Farm und startet ihr Projekt berufliche Selbständigkeit.
Callies Ideenreichtum ist schier unerschöpflich und die Leserin kann sich die Gärtnerei und die Dekorationen aufgrund der detaillierten Lektüre bildlich vorstellen. Neben ihrer Tätigkeit als Gärtnerin bietet die Jungunternehmerin Workshops zu unterschiedlichen saisonalen Themen an, schreibt eine Gartenkolumne für die Lokalzeitung, plant ein Buch zu schreiben, tritt im Fernsehen auf und erhält auch bei einem Radiosender Gelegenheit, ihr Wissen weiterzugeben. Doch nicht alles läuft rund - die Umsätze entwickeln sich nicht immer wie erhofft und eine Messe, von der sich Callie viel versprochen hat, erweist sich als Flop. Ausserdem wird auf ihrem Grundstück wiederholt gewildert und die junge Frau wird auf dem Flughafen und daheim ausgeraubt. Dann sind da noch verschiedene Junggesellen, die Callie gerne näher kennen lernen möchten.
Der unerwartete Schluss gefällt mir weniger - da ich aber eben entdeckt habe, dass es ein Buch mit einer Fortsetzung über Callies zweites Jahr als Kräutergärtnerin gibt ("Herbal Choices"), bin ich nun gespannt, wie es in Heartland beruflich und privat weitergeht. Der Roman ist übrigens in monatliche Kapitel gegliedert und wird jeweils durch ein ausführliches Kräuterportrait abgeschlossen. Wer Lust hat, kann auch eines der vielen Rezepte wie „Mini Pesto Balls“ oder „Herbal Hot Buttered Rum“ ausprobieren.
Im Buch wird wiederholt das auch auf Deutsch erhältliche Buch „Digging Deep“ (Gärtnern für die Seele) von Fran Sorin erwähnt, das derzeit gerade verramscht wird. Zum Inhalt möchte ich noch nichts anmerken, da ich gerade noch mit der Lektüre desselben beschäftigt bin.
Beim Lesen von „Herbal Beginnings“ habe ich immer wieder bedauert, dass es in meiner Nähe keine Callie mit ihrem interessanten Angebot gibt. Immerhin bleibt als Trost das virtuelle Vorbeischauen auf Carolee Snyders Herbfarm, die mit wenigen Clicks unter www.caroleesherbfarm.com jederzeit verfügbar ist …
Carolee Snyder:
Herbal Beginnings: A novel with herbal appetizer and cocktail recipes
AuthorHouse, 2009
21. Oktober 2010
Gelbes Strandgut
Die Romanschriftstellerin Ena Blomberg träumt seit Jahren davon, einen Bestseller zu schreiben. Ihr Alltag sieht aber anders aus, da sich ihre Bücher nur mit mässigem Erfolg verkaufen und verschiedene Manuskripte unveröffentlicht auf ihre Entdeckung und Publikation warten. Lesungen empfindet Ena als nicht viel angenehmer als für Recherchen unwillige Leute zu interviewen. Vom täglichen Allerlei und einer fast stumm gewordenen Ehe flüchtet sie sich in ihre Romanfiguren.
Als die Autorin am Strand von Usedom zum zweiten Mal eine gelbe Rose findet und von einem geheimnisvollen Rosenkavalier namens Jupp Jensen hört, ist ihre Neugierde geweckt. Dessen Frau Alexandra ist vor einiger Zeit auf rätselhafte Weise verschwunden. Je intensiver sich Ena mit ihrem „Fall“ beschäftigt, desto sicherer ist sie, einem Verbrechen auf der Spur zu sein und das Thema für einen Beststeller gefunden zu haben. Jensen verbirgt eindeutig ein Geheimnis und scheint mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun zu haben. Stimmt Enas Vermutung, dass mit den gelben Rosen um Vergebung gebeten soll?
Indessen Ena Blomberg immer tiefer in die Geschichte eindringt, tauchen immer mehr Parallelen zwischen ihrem Leben und jenem von Jensen auf und sie muss erkennen, was letztlich unbegründete Verdächtigungen für Zerstörungen anrichten können.
Mit Ausnahme der gelben Rosen - einer Metapher für ein gelbes Kleid - und einem Herbarium spielt die Botanik keine Rolle in diesem Roman. Ich glaube nun nicht, dass es dieser Titel auf die Bestseller-Liste schafft, war aber von Lektüre positiv überrascht, obwohl ich die Rolle der Betrügerin Maria überflüssig fand. Die Romanschreiberin Blomberg mit ihren Selbstzweifeln und ihrer rastlosen Suche nach dem richtigen Stoff für einen Bestseller ist authentisch gezeichnet und ihre Handlungen durchaus nachvollziehbar.
Maxi Hill:
Ein Bestseller fällt nicht vom Himmel
Buchverlag Andrea Schmitz, 2010
Als die Autorin am Strand von Usedom zum zweiten Mal eine gelbe Rose findet und von einem geheimnisvollen Rosenkavalier namens Jupp Jensen hört, ist ihre Neugierde geweckt. Dessen Frau Alexandra ist vor einiger Zeit auf rätselhafte Weise verschwunden. Je intensiver sich Ena mit ihrem „Fall“ beschäftigt, desto sicherer ist sie, einem Verbrechen auf der Spur zu sein und das Thema für einen Beststeller gefunden zu haben. Jensen verbirgt eindeutig ein Geheimnis und scheint mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun zu haben. Stimmt Enas Vermutung, dass mit den gelben Rosen um Vergebung gebeten soll?
Indessen Ena Blomberg immer tiefer in die Geschichte eindringt, tauchen immer mehr Parallelen zwischen ihrem Leben und jenem von Jensen auf und sie muss erkennen, was letztlich unbegründete Verdächtigungen für Zerstörungen anrichten können.
Mit Ausnahme der gelben Rosen - einer Metapher für ein gelbes Kleid - und einem Herbarium spielt die Botanik keine Rolle in diesem Roman. Ich glaube nun nicht, dass es dieser Titel auf die Bestseller-Liste schafft, war aber von Lektüre positiv überrascht, obwohl ich die Rolle der Betrügerin Maria überflüssig fand. Die Romanschreiberin Blomberg mit ihren Selbstzweifeln und ihrer rastlosen Suche nach dem richtigen Stoff für einen Bestseller ist authentisch gezeichnet und ihre Handlungen durchaus nachvollziehbar.
Maxi Hill:
Ein Bestseller fällt nicht vom Himmel
Buchverlag Andrea Schmitz, 2010
18. Oktober 2010
Garten-Glück
Wofür würden Sie sich entscheiden, wenn Sie ein Geschenk auswählen dürften zwischen einem Modellkleid, einem Wellness-Wochenende in einem Luxushotel und einer Ladung Mist? Falls Ihre Wahl auf den letzten Preis fällt, finden Sie bestimmt Gefallen an dem kleinen Büchlein von Ursula Beck. Es ist ein lesenswertes Mitbringsel oder Geschenk für sich selber und trägt den Titel „Garten-Glück – Aus dem Leben einer Hobby-Gärtnerin“.
Die Autorin bezeichnet sich selber als „Gartenfreak“ und hat ihre Erlebnisse rund ums Gärtnern in einem vergnüglichen Stil niedergeschrieben. So berichtet Ursula Beck beispielsweise über das Abwägen von Pro und Contra in Bezug auf die Teilnahme an einem Gartenwettbewerb. Jede passionierte Gärtnerin wird verstehen, dass ein Foto nie ausreicht, um die eigene Gartenidylle zu präsentieren. Wie sollen auch Stimmung, Weite, Üppigkeit und Schönheit auf einem kleinen Bild Platz finden?
Ursula Beck gärtnert in einer kühleren Region und die Auswahl der Rosen beschränkt sich auf Rosa canina und andere Pflanzen, die mit diesem Klima zurechtkommen. Alles ist schliesslich eine Sache der richtigen Einstellung und sie tröstet sich mit dem Gedanken, dass auch im Kühlschrank alles länger frisch bleibt und die Gärtnerin selber vielleicht auch persönlich davon profitiert…
Ich nehme diesen Absatz als Aufmunterung in die Herbstzeit mit und möchte als einzigen Negativpunkt anmerken, dass das Büchlein leider nicht sehr umfangreich und das Lesevergnügen allzu schnell vorbei ist.
Ursula Beck:
Garten-Glück – Aus dem Leben einer Hobby-Gärtnerin
Isensee Verlag, 2009
Die Autorin bezeichnet sich selber als „Gartenfreak“ und hat ihre Erlebnisse rund ums Gärtnern in einem vergnüglichen Stil niedergeschrieben. So berichtet Ursula Beck beispielsweise über das Abwägen von Pro und Contra in Bezug auf die Teilnahme an einem Gartenwettbewerb. Jede passionierte Gärtnerin wird verstehen, dass ein Foto nie ausreicht, um die eigene Gartenidylle zu präsentieren. Wie sollen auch Stimmung, Weite, Üppigkeit und Schönheit auf einem kleinen Bild Platz finden?
Ursula Beck gärtnert in einer kühleren Region und die Auswahl der Rosen beschränkt sich auf Rosa canina und andere Pflanzen, die mit diesem Klima zurechtkommen. Alles ist schliesslich eine Sache der richtigen Einstellung und sie tröstet sich mit dem Gedanken, dass auch im Kühlschrank alles länger frisch bleibt und die Gärtnerin selber vielleicht auch persönlich davon profitiert…
Ich nehme diesen Absatz als Aufmunterung in die Herbstzeit mit und möchte als einzigen Negativpunkt anmerken, dass das Büchlein leider nicht sehr umfangreich und das Lesevergnügen allzu schnell vorbei ist.
Ursula Beck:
Garten-Glück – Aus dem Leben einer Hobby-Gärtnerin
Isensee Verlag, 2009
14. Oktober 2010
Das Labyrinth des Duft- und Heilkräutergärtners
Paul hatte keine einfache Kindheit. Er hat früh seinen Vater verloren, galt als „schwierig“ und begann schon als Jugendlicher in grossen Mengen Alkohol zu trinken. Aufgewachsen ist er auf der Schwäbischen Alb und lebt nun schon seit vielen Jahren in Norddeutschland.
Eine Seniorengruppe aus seiner Heimat entdeckt in einem Prospekt über ein Duftpflanzen-Labyrinth und Heilkräutergarten auf einem Foto eben diesen Paul zwischen zehn Nonnen stehend. Sie erinnern sich recht genau an dessen beinahe unzähligen Untaten und beschliessen, eine Reise Richtung Norden zu unternehmen, um zu erfahren auf welchen Umwegen der aufmüpfige Paul in den Klostergarten gefunden hat.
Eingebettet in die Führung durch Kräuter und Düfte erfahren die reiselustigen Senioren und der Leser Pauls bewegte Lebensgeschichte und nebenbei werden die Klostergärtnerei und verschiedene Heilpflanzen und ihre Wirkung vorgestellt.
Der Roman in Ich-Form liest sich wie eine detaillierte Biografie und ich habe mich bei der Lektüre oft gefragt, welche Stellen vielleicht autobiographisch sind.
Anna Schmidt:
Das Labyrinth des Duft- und Heilkräutergärtners – Vom Saulus zum Paulus
Geest Verlag, 2008
Eine Seniorengruppe aus seiner Heimat entdeckt in einem Prospekt über ein Duftpflanzen-Labyrinth und Heilkräutergarten auf einem Foto eben diesen Paul zwischen zehn Nonnen stehend. Sie erinnern sich recht genau an dessen beinahe unzähligen Untaten und beschliessen, eine Reise Richtung Norden zu unternehmen, um zu erfahren auf welchen Umwegen der aufmüpfige Paul in den Klostergarten gefunden hat.
Eingebettet in die Führung durch Kräuter und Düfte erfahren die reiselustigen Senioren und der Leser Pauls bewegte Lebensgeschichte und nebenbei werden die Klostergärtnerei und verschiedene Heilpflanzen und ihre Wirkung vorgestellt.
Der Roman in Ich-Form liest sich wie eine detaillierte Biografie und ich habe mich bei der Lektüre oft gefragt, welche Stellen vielleicht autobiographisch sind.
Anna Schmidt:
Das Labyrinth des Duft- und Heilkräutergärtners – Vom Saulus zum Paulus
Geest Verlag, 2008
11. Oktober 2010
Auf Rosen gebettet
Die Floristin Holly arbeitet auf dem Blumenmarkt, wo sie für einen Händler Tulpen, Gladiolen und andere Blumen begutachtet und die schönsten heraussucht. Bei ihrem Job handelt es sich um alles andere als eine Traumstelle, denn leider hat sie beim Selektieren ihrer Arbeitsplätze in etwa dasselbe glückliche Händchen wie beim Wählen ihrer WG-Partner.
Holly sucht sich nämlich immer wieder die falschen Unterkünfte aus. So ist sie eben aus einer Wohngemeinschaft voller Putzteufel geflüchtet und bei ihrem ehemaligen Studienkollegen Josh untergekommen. Ihre weiteren neuen Mitbewohner sind die Karrierefrau Kate und der geheimnisvolle Addison, welcher Tag und Nacht vor seinem Computer sitzt und nicht gestört werden darf.
Als Holly eines Nachts einfach die unsichtbare Grenze überschreitet und Addisons Zimmer betritt, verliebt sie sich auf der Stelle in den wortkargen attraktiven Mann und beschliesst, sein Herz zu erobern.
Ein Roman in der Ich-Form über das Leben von vier Singles, während dessen Lektüre die Leserin sich ziemlich über die unzähligen haarsträubenden Situationen wundert.
Jenny Colgan:
Auf Rosen gebettet
Wilhelm Goldmann Verlag, 2003
Holly sucht sich nämlich immer wieder die falschen Unterkünfte aus. So ist sie eben aus einer Wohngemeinschaft voller Putzteufel geflüchtet und bei ihrem ehemaligen Studienkollegen Josh untergekommen. Ihre weiteren neuen Mitbewohner sind die Karrierefrau Kate und der geheimnisvolle Addison, welcher Tag und Nacht vor seinem Computer sitzt und nicht gestört werden darf.
Als Holly eines Nachts einfach die unsichtbare Grenze überschreitet und Addisons Zimmer betritt, verliebt sie sich auf der Stelle in den wortkargen attraktiven Mann und beschliesst, sein Herz zu erobern.
Ein Roman in der Ich-Form über das Leben von vier Singles, während dessen Lektüre die Leserin sich ziemlich über die unzähligen haarsträubenden Situationen wundert.
Jenny Colgan:
Auf Rosen gebettet
Wilhelm Goldmann Verlag, 2003
7. Oktober 2010
Lilys Rosengarten
Auch dieses Buch habe ich schon wiederholt in Buchhandlungen durchgeblättert, konnte mich aber nie definitiv zum Kauf entscheiden. Ab und zu lohnt es sich zu warten (wenigstens mit Blick aufs Portemonnaie), denn viele Taschenbücher landen schliesslich auf irgendwelchen Tischen voller „ausgemusterter“ Titel und so hat auch „Lilys Rosengarten“ doch noch den Weg in meine Bibliothek gefunden.
Obwohl das Stöbern in häufig unordentlichen Haufen von Remittenden zuweilen recht mühsam ist, findet sich dort auch für gärtnerisch Interessierte immer wieder Lesefutter. Aktuell habe ich beispielsweise gerade das Buch „Die 64-Dollar-Tomate“ von William Alexander entdeckt (das ich aber schon längst besitze).
Hortikulturelles gibt es zum Rosengarten von Lily nicht viel zu berichten. Dieser wird erst ungefähr Mitte des Buches angelegt, und nachdem die Gärtnerin ihren Mann George heimlich verlassen hat, wird dieser in einem Brief mit dessen Pflege betraut. George – ein Anwalt, der seine Karriere abgebrochen hat, um nach dem Tod des Vaters, dessen Farm weiterzuführen – ist aber durch die strenge Arbeit auf seinen Feldern, mit seinen Tieren und Katastrophen wie Maul- und Klauenseuche und BSE selbsterklärend anderweitig mit Wichtigerem beschäftigt.
Der Roman erzählt die Geschichte der grossen Liebe zwischen Lily und George, dem plötzlichen Verschwinden von Lily. Und dem langen Warten und Hoffen von George, ob es für ihn und Lily letztendlich vielleicht doch noch eine gemeinsame Zukunft gibt.
Angela Huth:
Lilys Rosengarten
Piper Verlag, 2006
Obwohl das Stöbern in häufig unordentlichen Haufen von Remittenden zuweilen recht mühsam ist, findet sich dort auch für gärtnerisch Interessierte immer wieder Lesefutter. Aktuell habe ich beispielsweise gerade das Buch „Die 64-Dollar-Tomate“ von William Alexander entdeckt (das ich aber schon längst besitze).
Hortikulturelles gibt es zum Rosengarten von Lily nicht viel zu berichten. Dieser wird erst ungefähr Mitte des Buches angelegt, und nachdem die Gärtnerin ihren Mann George heimlich verlassen hat, wird dieser in einem Brief mit dessen Pflege betraut. George – ein Anwalt, der seine Karriere abgebrochen hat, um nach dem Tod des Vaters, dessen Farm weiterzuführen – ist aber durch die strenge Arbeit auf seinen Feldern, mit seinen Tieren und Katastrophen wie Maul- und Klauenseuche und BSE selbsterklärend anderweitig mit Wichtigerem beschäftigt.
Der Roman erzählt die Geschichte der grossen Liebe zwischen Lily und George, dem plötzlichen Verschwinden von Lily. Und dem langen Warten und Hoffen von George, ob es für ihn und Lily letztendlich vielleicht doch noch eine gemeinsame Zukunft gibt.
Angela Huth:
Lilys Rosengarten
Piper Verlag, 2006
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