Als direkt neben ihrem Grundstück auf der israelischen Seite der
Verteidigungsminister in sein neues Haus einzieht, mutiert der Zitronenhain zum Sicherheitsrisiko, in dem sich leicht
Terroristen verstecken könnten. Die Bäume sollen deshalb abgeholzt und Salma dafür
entschädigt werden. Doch die Frau ist ebenso tief mit ihrem Land und der
Plantage verwurzelt wie die Bäume in der Erde, in der sie sich seit Jahrzehnten
ungehindert austrecken können. Salma wehrt sich beim Militärgericht gegen die
Verfügung und zieht schliesslich mit dem jungen palästinensischen Anwalt Ziad
bis vor den obersten Gerichtshof.
Bereits während des laufenden Verfahrens wird die Zitronenplantage
eingezäunt und Salma kann sich nicht mehr um ihre Bäume kümmern. Diese
beginnen schnell unter der Vernachlässigung zu leiden, obwohl sich Salma nicht
das Verbot hält, welches ihr das Betreten des Geländes untersagt. Sogar von ihren eigenen
Landsleuten wird ihr Einspruch kritisiert. Sie soll sich nicht wehren und
insbesondere nicht das Ansehen ihres verstorbenen Mannes beschmutzen. Es haben
doch schon unzählige andere ihr Land verloren. Doch Salma denkt nicht daran aufzugeben und
kämpft wie David gegen Goliath.
Salmas Kampf zieht die Aufmerksamkeit und die Sympathie ihrer neuen
Nachbarin, der jüdischen Frau des
israelischen Verteidigungsministers, auf sich. Als während der
Einweihungsparty des neuen Hauses des Verteidigungsministers ein Anschlag ausgeübt wird, interessieren sich plötzlich auch ausländische
Medien für die Affäre und gleichzeitig kommen sich Salma und ihr junger
Anwalt näher.
Ein sehr einfühlsam inszenierter Film mit viel Saurem, aber auch durchblitzendem Humor – Bäume sind wie Menschen; sie haben eine Seele und verlangen nach
Liebe.
Film von Eran
Riklis:
Lemon Tree
Arsenal Filmverleih, 2009
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