Das Buch ist in zehn Kapitel gegliedert:
- Villen und historische Gärten
-
Architektur
und Gärten
- Klostergärten
- Bauern- und Nutzgärten
- Wiesenmeister
- Bäuerlich anmutende Gärten und Nutzgärten
- Industrie- und Migrantengärten
- Therapiegarten Carina
- Private Gärten
- Gastgärten
- Klostergärten
- Bauern- und Nutzgärten
- Wiesenmeister
- Bäuerlich anmutende Gärten und Nutzgärten
- Industrie- und Migrantengärten
- Therapiegarten Carina
- Private Gärten
- Gastgärten
Das Buch
zeigt viele verschiedene Gärten, aber immer nur einen kleinen Ausschnitt, nie
die gesamte Parzelle oder Anlage. Die Texte sind sehr kurz gehalten, der Fokus
wird eindeutig auf die (in Bezug auf die Druckqualität nicht immer optimalen) Fotos
gelegt. Es werden wie aus den Kapitelüberschriften ersichtlich ist, die
verschiedensten Gartentypen vorgestellt. Sympathisch fand ich, dass die Gärten
nicht übermässig herausgeputzt sind, so sind zum Beispiel Buchspflanzen abgebildet,
die für andere Publikationen wohl erst zurechtgestutzt worden wären.
Gleich
im ersten Kapitel erfährt der Leser, dass in Vorarlberg die meisten als
historisch zu bezeichnenden Gartenanlagen noch recht jung sind. Diese sind
nämlich zumeist während dem Aufschwung der Industrie im 19. Jahrhundert
entstanden. Und welcher Gartenfreund wird nicht ein wenig neidisch auf den
Platz an einem Schreibtisch in Feldkirch, der bei offenen Fensterflügeln direkt
im Waldgarten zu stehen scheint? In Hörbranz wiederum findet sich ein Garten,
in dem als nicht wegzudenkende Elemente eine Steinbibliothek, Arbeitsmaschinen
und Bambus fungieren. An einer anderen Stelle liest man von
Wiesenmeisterschaften, die aufzeigen sollen, dass Lebensräume für Pflanzen und
Tiere nur bewahrt werden können, wenn diese standortgerecht genutzt werden. Es
handelt sich denn auch nicht um einen Mähwettbewerb, sondern um eine Bewertung
und Auszeichnung von naturgemäss gepflegten Mager- und Fettwiesen.
Vor
etlichen Jahren haben wir jeweils die Skiferien im Montafon verbracht. Die Region
Vorarlberg in meinem Kopf ist also hauptsächlich Weiss. Nach der Lektüre von
„Bodengut“ ist nun auf eine eindrückliche Weise eine weitere Farbe dazugekommen
– Grün. Und die Erkenntnis, dass die Gegend auch zwischen Frühling und Herbst
einen Besuch und Blicke hinter die Zäune Wert wäre. Einladend sind ja nicht
zuletzt auch die verschiedenen abgebildeten Gastgärten (Gartenwirtschaften).
Rita Bertolini:
Bodengut – Vom Zauber Vorarlberger Gärten
Bertolini Verlag, 2009