Die bekannte Gartenjournalistin und Landschaftsarchitektin Heidi Howcroft hat vor rund zehn Jahren Deutschland Richtung England verlassen und ist mit ihrer Familie in ein altes Cottage samt verwildertem Garten in einem kleinen Dorf im südlichen Somerset gezogen. In ihrem neuesten Buch „Tee & Rosen“ nimmt sie ihre Leser in dreissig Kurzgeschichten unter anderem mit auf einen Gartenausflug mit Border Lines (eine Firma, die Gartenreisen organisiert), zum Tee bei der Queen, zu einem Besuch in den „Highgrov’schen“ Bio-Gärten von Prinz Charles sowie zu winterlichen Fortbildungen im Gartenclub und zur jährlichen Leistungsschau um das grösste Gemüse.
Das Buch erlaubt interessante Einblicke ins englische (Garten-)Leben. Haben Sie beispielsweise gewusst, woher die Sandwiches ihren Namen haben? In einem Kapitel wird erklärt, wie es dazu kam, dass in Englands Gärten jährlich beeindruckende Summen für wohltätige Zwecke gespendet und gesammelt werden, während in der Geschichte „Der Garten als Bühne – Fête champêtre bei Stourhead“ von einem imposanten Freiluftanlass die Rede ist. Hilfreich sind auch die Fussnoten mit Angaben von Internet-Seiten oder Buchtipps.
Nach der Lektüre des Buches bin ich doch ein klein wenig neidisch – die Autorin wohnt in einer für Gartenliebhaber nahezu optimalen Gegend und Gartenparadiese in Form von Pflanzenmärkten, Gärtnereien oder Gärten sind in fast unmittelbarer Nähe in Hülle und Fülle vorhanden. Wie aus den Geschichten zu erfahren ist, können aber auch in ländlichen englischen Idyllen Eichhörnchen oder Dachse zur Plage werden.
Und wer weiss, vielleicht ergibt sich ja irgendwann mal die Gelegenheit, an einer Gartenkreuzfahrt auf der MS Deutschland oder der Sea Cloud II teilzunehmen, auf welcher die Autorin als Reisebegleiterin dabei ist …
Heidi Howcroft:
Tee & Rosen – Geschichten übers Leben im Garten-Paradies England
Deutsche Verlags-Anstalt, 2010
PS: Die Schnellmahlzeit Sandwich verdankt ihre Bezeichnung J. Montagu, dem 4. Earl von Sandwich, der 1762 ein Stück Fleisch zwischen zwei Scheiben Brot hat legen lassen.
31. März 2010
28. März 2010
Die siebte Stufe oder The Savage Garden
Erst kürzlich habe ich festgestellt, dass Mark Mills Buch „The Savage Garden“ bereits im letzten April auch als deutsche Ausgabe erschienen ist, und zwar unter dem Titel „Die siebte Stufe“.
1958 - Der zweiundzwanzigjährige Kunsthistoriker Adam Strickland reist auf Vermittlung von Professor Leonard in die Toskana, um den aus dem 16. Jahrhundert stammenden Renaissancegarten der Familie Docci zu untersuchen. Die Besitzerin Francesca Docci ist eine alte Freundin von Leonard und Strickland beabsichtigt, den Garten als Thema für seine Doktorarbeit zu verwenden.
Den Gedenkgarten mit Kapellen, Brunnen, Statuen und Grotten hatte Fürst Federico seinerzeit in Erinnerung an seine jung verstorbene Frau Flora anlegen lassen. Die schwer kranke Francesca Docci möchte endlich erfahren, was für ein Geheimnis die wehmütige Schönheit der Anlage verbirgt. Tatsächlich kommt Adam Strickland mit Hilfe von wichtigen italienischen Literaturwerken recht schnell auf die richtige Spur und kann nachweisen, dass Flora ermordet worden ist. Für seine Entdeckung kann Strickland viel Lob einheimsen. Doch die Familie Docci hat nicht nur ein dunkles Geheimnis, das Jahrhunderte zurückliegt – 1944, gegen Ende des 2. Weltkrieges, wurde Francescas älterer Sohn Emilio unter nie vollständig geklärten Umständen kaltblütig ermordet. Adam Strickland versucht nun, auch dieses Rätsel aufzulösen. Er kommt der schrecklichen Wahrheit immer näher, was dem frei herumlaufenden Mörder natürlich gar nicht passt.
Sehr spannender Roman mit gartenhistorischem Hintergrund, der ganz nebenbei einen Einblick in Dantes „Göttliche Komödie“ und Machiavellis Werk gibt. Die Geschichte ist ausserordentlich gut durchdacht, führt den Leser immer wieder auf falsche Fährten und lässt ihn bis zum Schluss im Unklaren, wer eigentlich die Fäden zieht und wer als Marionette daran baumelt.
Mark Mills:
Die siebte Stufe
Karl Blessing Verlag, 2009
The Savage Garden
Harper Collins Publishers, 2007
1958 - Der zweiundzwanzigjährige Kunsthistoriker Adam Strickland reist auf Vermittlung von Professor Leonard in die Toskana, um den aus dem 16. Jahrhundert stammenden Renaissancegarten der Familie Docci zu untersuchen. Die Besitzerin Francesca Docci ist eine alte Freundin von Leonard und Strickland beabsichtigt, den Garten als Thema für seine Doktorarbeit zu verwenden.
Den Gedenkgarten mit Kapellen, Brunnen, Statuen und Grotten hatte Fürst Federico seinerzeit in Erinnerung an seine jung verstorbene Frau Flora anlegen lassen. Die schwer kranke Francesca Docci möchte endlich erfahren, was für ein Geheimnis die wehmütige Schönheit der Anlage verbirgt. Tatsächlich kommt Adam Strickland mit Hilfe von wichtigen italienischen Literaturwerken recht schnell auf die richtige Spur und kann nachweisen, dass Flora ermordet worden ist. Für seine Entdeckung kann Strickland viel Lob einheimsen. Doch die Familie Docci hat nicht nur ein dunkles Geheimnis, das Jahrhunderte zurückliegt – 1944, gegen Ende des 2. Weltkrieges, wurde Francescas älterer Sohn Emilio unter nie vollständig geklärten Umständen kaltblütig ermordet. Adam Strickland versucht nun, auch dieses Rätsel aufzulösen. Er kommt der schrecklichen Wahrheit immer näher, was dem frei herumlaufenden Mörder natürlich gar nicht passt.
Sehr spannender Roman mit gartenhistorischem Hintergrund, der ganz nebenbei einen Einblick in Dantes „Göttliche Komödie“ und Machiavellis Werk gibt. Die Geschichte ist ausserordentlich gut durchdacht, führt den Leser immer wieder auf falsche Fährten und lässt ihn bis zum Schluss im Unklaren, wer eigentlich die Fäden zieht und wer als Marionette daran baumelt.
Mark Mills:
Die siebte Stufe
Karl Blessing Verlag, 2009
The Savage Garden
Harper Collins Publishers, 2007
26. März 2010
Bei Iris-Liebhabern
Die 26jährige Tess Darcy aus Victoria Springs hat von Ihrer verstorbenen Tante das „Iris-House“ geerbt und hat darin ein Bed-and-Breakfast eingerichtet. Ihre allerersten Gäste sind die Mitglieder des lokalen Iris-Züchter-Vereins. Während Tess damit beschäftigt ist, ihre Gäste zufrieden zu stellen, wird am Rande einer der für den Eröffnungsnachmittag geplanten geführten Gartenbesichtigungen ein weiblicher Gast ermordet zwischen den Iris-Beeten aufgefunden.
Der für den Fall zuständige Kommissar verdächtigt nicht nur fast sämtliche Mitglieder des Gartenclubs, er traut auch Tess die Tat zu. Die Jungunternehmerin fürchtet um die Reputation ihres „Iris-House Bed-and-Breakfast“ und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Tess findet rasch heraus, dass das Mordopfer sehr unbeliebt war, weil es mehrere Iris-Züchter erpresst hat. Doch welcher Gast hat das stärkste Motiv und schreckt auch vor einem Anschlag auf Tess nicht zurück?
Dies ist der erste Krimi einer Reihe unter dem Titel „Iris House Mystery“ mit der sympathischen Tess Darcy. Der Iris-Züchter-Verein und der Iris-Garten sorgen für den gärtnerischen Hintergrund.
Jean Hager:
Blooming Murder – An Iris House Mystery
Avon Books, 1994
Der für den Fall zuständige Kommissar verdächtigt nicht nur fast sämtliche Mitglieder des Gartenclubs, er traut auch Tess die Tat zu. Die Jungunternehmerin fürchtet um die Reputation ihres „Iris-House Bed-and-Breakfast“ und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Tess findet rasch heraus, dass das Mordopfer sehr unbeliebt war, weil es mehrere Iris-Züchter erpresst hat. Doch welcher Gast hat das stärkste Motiv und schreckt auch vor einem Anschlag auf Tess nicht zurück?
Dies ist der erste Krimi einer Reihe unter dem Titel „Iris House Mystery“ mit der sympathischen Tess Darcy. Der Iris-Züchter-Verein und der Iris-Garten sorgen für den gärtnerischen Hintergrund.
Jean Hager:
Blooming Murder – An Iris House Mystery
Avon Books, 1994
22. März 2010
Das Labyrinth der Rosen
Neben dem Titel hat mich an diesem Taschenbuch auch das Buchcover mit einer roten und einer weissen Rose und dem Labyrinth aus der Kathedrale von Chartres angesprochen. Die Lektüre hinterlässt bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck, was aber wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass ich das Buch aus zeitlichen Gründen immer wieder weglegen musste. Wäre es allerdings fesselnder gewesen, hätte ich mir sicher mehr Zeit genommen, um schneller vorwärtszukommen …
Die Geschichte spielt Anfang dieses Jahrhunderts, dazwischen werden aber immer wieder Szenen aus dem 17. Jahrhundert eingeblendet. Titelthema ist die Entschlüsselung einer dreihundert Jahre alten kryptischen Handschrift aus dem Nachlass von John Dee, einem seinerzeit anerkannten Mathematiker und Astrologen. Um die richtigen Schlüsse aus den Rätselkarten und Texten zu ziehen und das passende Schloss zu einem seit 17 Generationen immer an weibliche Nachkommen vererbten silbernen Schlüssel zu finden, haben die junge Engländerin Lucy und ihr Arzt Alex etliche Abenteuer zu überstehen.
Die Autorin hat in diesem Roman ihr immenses Wissen über Esoterik, Numerologie und Astrologie verarbeitet, thematisiert christlichen Fundamentalismus und natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte.
Ein Knotengarten spielt eine wichtige Rolle beim Rätseln, aber als „Gartenroman“ würde ich das Buch nun nicht gerade bezeichnen. Empfehlenswert ist es vor allem für Liebhaber von esoterischen Titeln. Der Leser kann übrigens anhand der Rätselkarten im Anhang an den Roman selber mit knobeln.
Nun freue ich mich jedenfalls auf meine nächste Lektüre, den ersten Roman, der vom Gartenarchitekten Fürst Pückler-Muskau handelt – „Der Gartenkünstler“ von Ralf Günther. Die bisher vorliegenden Rezensionen sind allerdings teilweise auch nicht gerade berauschend.
Titania Hardie:
Das Labyrinth der Rosen
Diana Verlag, 2010
Die Geschichte spielt Anfang dieses Jahrhunderts, dazwischen werden aber immer wieder Szenen aus dem 17. Jahrhundert eingeblendet. Titelthema ist die Entschlüsselung einer dreihundert Jahre alten kryptischen Handschrift aus dem Nachlass von John Dee, einem seinerzeit anerkannten Mathematiker und Astrologen. Um die richtigen Schlüsse aus den Rätselkarten und Texten zu ziehen und das passende Schloss zu einem seit 17 Generationen immer an weibliche Nachkommen vererbten silbernen Schlüssel zu finden, haben die junge Engländerin Lucy und ihr Arzt Alex etliche Abenteuer zu überstehen.
Die Autorin hat in diesem Roman ihr immenses Wissen über Esoterik, Numerologie und Astrologie verarbeitet, thematisiert christlichen Fundamentalismus und natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte.
Ein Knotengarten spielt eine wichtige Rolle beim Rätseln, aber als „Gartenroman“ würde ich das Buch nun nicht gerade bezeichnen. Empfehlenswert ist es vor allem für Liebhaber von esoterischen Titeln. Der Leser kann übrigens anhand der Rätselkarten im Anhang an den Roman selber mit knobeln.
Nun freue ich mich jedenfalls auf meine nächste Lektüre, den ersten Roman, der vom Gartenarchitekten Fürst Pückler-Muskau handelt – „Der Gartenkünstler“ von Ralf Günther. Die bisher vorliegenden Rezensionen sind allerdings teilweise auch nicht gerade berauschend.
Titania Hardie:
Das Labyrinth der Rosen
Diana Verlag, 2010
18. März 2010
Schlechte Saat
Daphne, die Tochter der Gartenkolumnistin Agatha, ist vor fünf Jahren spurlos verschwunden. Und nun hat sich Agathas Ehemann auf die Suche nach Daphne gemacht und wird ebenfalls vermisst.
So ist Agathas Leben völlig ist aus dem Ruder geraten. Ihre vielgelesenen Kolumnen in „Womanly you“ basieren auf Erfahrungen aus ihrer Lieblingslektüre, dem Schmökern in Gartenbüchern über Sissinghurst oder Hidcote. Ihr eigenes Heim aber ist umgeben von Kakteen und Steinen. Die Idee der Chefredakteurin, ein Preisausschreiben zu lancieren, dessen Hauptgewinn eine Tour durch Agathas Garten sein soll, veranlasst die Kolumnistin, ihre Wohnsituation zu überdenken und zu ändern. Sie macht sich auf die Suche nach einem kleinen günstigen Häuschen mit etwas Land rundherum, wo sie ihren bisher imaginären Garten in die Tat umsetzen kann. In einem abgelegenen Dorf erwirbt sie schliesslich das baufällige Heim einer verstorbenen berühmten Hexe (!).
Im Garten gedeihen auf geheimnisvolle Weise nur Giftpflanzen. Ein mysteriöser Liebhaber taucht auf und schliesslich auch die verloren geglaubte Tochter. Das Zusammenleben erweist sich als sehr schwierig und wird noch komplizierter als auch Agathas Ehemann wieder aufkreuzt.
Spezielle übersinnliche Lektüre, die mir ganz gut gefallen hat. Giftpflanzen und gefährlicher Honig spielen eine wichtige Rolle. Die Erzählung nimmt immer wieder Bezug auf Märchen, wenn etwa bei Daphnes Taufe für den Zeitraum zwischen ihrer Kindheit und Erwachsensein ein schlimmes Ereignis prophezeit wird oder die Erwähnung von kaum zu durchdringenden Ranken, die das Hexenhäuschen umwinden, als Agatha es erwirbt.
Maurilia Meehan:
The Bad Seed
BeWrite Books, 2005
So ist Agathas Leben völlig ist aus dem Ruder geraten. Ihre vielgelesenen Kolumnen in „Womanly you“ basieren auf Erfahrungen aus ihrer Lieblingslektüre, dem Schmökern in Gartenbüchern über Sissinghurst oder Hidcote. Ihr eigenes Heim aber ist umgeben von Kakteen und Steinen. Die Idee der Chefredakteurin, ein Preisausschreiben zu lancieren, dessen Hauptgewinn eine Tour durch Agathas Garten sein soll, veranlasst die Kolumnistin, ihre Wohnsituation zu überdenken und zu ändern. Sie macht sich auf die Suche nach einem kleinen günstigen Häuschen mit etwas Land rundherum, wo sie ihren bisher imaginären Garten in die Tat umsetzen kann. In einem abgelegenen Dorf erwirbt sie schliesslich das baufällige Heim einer verstorbenen berühmten Hexe (!).
Im Garten gedeihen auf geheimnisvolle Weise nur Giftpflanzen. Ein mysteriöser Liebhaber taucht auf und schliesslich auch die verloren geglaubte Tochter. Das Zusammenleben erweist sich als sehr schwierig und wird noch komplizierter als auch Agathas Ehemann wieder aufkreuzt.
Spezielle übersinnliche Lektüre, die mir ganz gut gefallen hat. Giftpflanzen und gefährlicher Honig spielen eine wichtige Rolle. Die Erzählung nimmt immer wieder Bezug auf Märchen, wenn etwa bei Daphnes Taufe für den Zeitraum zwischen ihrer Kindheit und Erwachsensein ein schlimmes Ereignis prophezeit wird oder die Erwähnung von kaum zu durchdringenden Ranken, die das Hexenhäuschen umwinden, als Agatha es erwirbt.
Maurilia Meehan:
The Bad Seed
BeWrite Books, 2005
14. März 2010
Faszinierende Frauen und ihre Gärten
Kaum ist die Schneedecke wenigstens teilweise weggeschmolzen, erneuert sie sich zu meinem Leidwesen gleich wieder und die Aussichten für die nächsten Tage versprechen auch keine wesentliche positive Veränderung. Auch meine Zimmerpflanzen haben schon bessere Tage gesehen und machen mir im Moment keine grosse Freude. Um von diesen trüben Tatsachen abzulenken, kommt ein opulenter Bildband mit Portraits von faszinierenden Frauen und ihren zumeist zur Blütezeit fotografieren Gärten gerade zur rechten Zeit.
Im neuen Buch von Eva Kohlrusch und Gary Rogers werden vierundzwanzig Frauen portraitiert. Vertreten sind Autodidaktinnen, Schriftstellerinnen und Unternehmerinnen, aber auch Frauen, die beruflich als Floristin oder Rosenzüchterin in der grünen Branche tätig sind.
Vielleicht haben Sie kürzlich Eva Demskis Buch „Gartengeschichten“ gelesen, das ich an dieser Stelle zu einem früheren Zeitpunkt vorgestellt habe, und sind neugierig auf deren privates grünes Reich oder es interessiert Sie, einen Blick hinter den Gartenzaun einer Chefredakteurin von mehreren Gartenzeitschriften zu werfen? Oder Sie stöbern im Internet gelegentlich in einschlägigen Gartenforen herum und interessieren sich speziell für die Gärten von Autodidaktinnen? Es beschäftigt Sie die Frage, ob im Garten einer Krimi-Autorin wohl besonders viele Giftpflanzen anzutreffen sind?
Der vorliegende Bildband gibt Antwort auf diese Frage und befriedigt die Neugierde, indem er in sonst abgeschirmte Bereiche blicken lässt. Die vorgestellten Frauen, die selber gärtnern oder teilweise wohl eher gärtnern lassen, sind ebenso verschieden wie ihre Gärten. Ob der Garten nun klein oder gross ist, ein Blütenmeer bevorzugt wird oder der Fokus eher auf grüne Strukturpflanzen gelegt wird – die Frauen teilen die Leidenschaft, im Garten Pflanzenbilder zu komponieren. So ist eines der Portraits einem Garten mit 450 Rosen gewidmet und lässt den Leser oder die Leserin an Dornröschen denken. Die Herrin über diese Pracht geniesst den Rosenrausch, freut sich aber auch, wenn nach der überwältigenden Blütenfülle Pflanzenraritäten wieder die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, während in einem anderen Garten der Gemüse- und Kräutergarten eine wichtige Rolle spielt.
Die Texte werden ergänzt durch hervorragende Fotos und Angaben der Gärtnerinnen zu Lieblingspflanzen und Gartenerfahrungen. Falls Sie persönlich bereits zum Verkaufserfolg des Vorgängerbandes „Besondere Frauen und ihre Gärten“ beigetragen und an diesem Freude gehabt haben, werden Sie mit ziemlicher Sicherheit auch von diesem Buch begeistert sein. Und nach der Lektüre vielleicht auch hoffen, dass Eva Kohlrusch noch genügend weitere Gärten auftreibt, die eine Vorstellung wert sind.
Eva Kohlrusch (Text) und Gary Rogers (Fotos):
Faszinierende Frauen und ihre Gärten
Callwey Verlag, 2010
Im neuen Buch von Eva Kohlrusch und Gary Rogers werden vierundzwanzig Frauen portraitiert. Vertreten sind Autodidaktinnen, Schriftstellerinnen und Unternehmerinnen, aber auch Frauen, die beruflich als Floristin oder Rosenzüchterin in der grünen Branche tätig sind.
Vielleicht haben Sie kürzlich Eva Demskis Buch „Gartengeschichten“ gelesen, das ich an dieser Stelle zu einem früheren Zeitpunkt vorgestellt habe, und sind neugierig auf deren privates grünes Reich oder es interessiert Sie, einen Blick hinter den Gartenzaun einer Chefredakteurin von mehreren Gartenzeitschriften zu werfen? Oder Sie stöbern im Internet gelegentlich in einschlägigen Gartenforen herum und interessieren sich speziell für die Gärten von Autodidaktinnen? Es beschäftigt Sie die Frage, ob im Garten einer Krimi-Autorin wohl besonders viele Giftpflanzen anzutreffen sind?
Der vorliegende Bildband gibt Antwort auf diese Frage und befriedigt die Neugierde, indem er in sonst abgeschirmte Bereiche blicken lässt. Die vorgestellten Frauen, die selber gärtnern oder teilweise wohl eher gärtnern lassen, sind ebenso verschieden wie ihre Gärten. Ob der Garten nun klein oder gross ist, ein Blütenmeer bevorzugt wird oder der Fokus eher auf grüne Strukturpflanzen gelegt wird – die Frauen teilen die Leidenschaft, im Garten Pflanzenbilder zu komponieren. So ist eines der Portraits einem Garten mit 450 Rosen gewidmet und lässt den Leser oder die Leserin an Dornröschen denken. Die Herrin über diese Pracht geniesst den Rosenrausch, freut sich aber auch, wenn nach der überwältigenden Blütenfülle Pflanzenraritäten wieder die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, während in einem anderen Garten der Gemüse- und Kräutergarten eine wichtige Rolle spielt.
Die Texte werden ergänzt durch hervorragende Fotos und Angaben der Gärtnerinnen zu Lieblingspflanzen und Gartenerfahrungen. Falls Sie persönlich bereits zum Verkaufserfolg des Vorgängerbandes „Besondere Frauen und ihre Gärten“ beigetragen und an diesem Freude gehabt haben, werden Sie mit ziemlicher Sicherheit auch von diesem Buch begeistert sein. Und nach der Lektüre vielleicht auch hoffen, dass Eva Kohlrusch noch genügend weitere Gärten auftreibt, die eine Vorstellung wert sind.
Eva Kohlrusch (Text) und Gary Rogers (Fotos):
Faszinierende Frauen und ihre Gärten
Callwey Verlag, 2010
11. März 2010
Die Gärten von Landrake Hall
Um es gleich vorweg zu nehmen – dieses Buch gehört leider zu denen, in welchen der Garten ausser im Titel fast nirgendwo im Text vorkommt. Trotz dem mangelnden gärtnerischen Hintergrund, den frau aufgrund des Titels erwartet hat, lohnt sich die Lektüre dieses Romans, der in den dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts spielt, durchaus.
Rosina, die Mutter der jungen Modistin Cleo ist durch Heirat Herrin über den grosszügigen alten Landsitz Landrake geworden. Über den alten Gemäuern und der angeheirateten Familie liegen dunkle Schatten. Cleos Stiefvater wird erpresst und ihre Mutter Rosina überredet sie, diesbezüglich diskrete Nachforschungen anzustellen.
Der Roman umfasst knapp 500 Seiten, die sich mehrheitlich mit Ereignissen aus wenigen Tagen füllen. Gleichzeitig fügen sich die Rückblicke in Szenen in das für die Familie Landrake schicksalhafte Jahr 1919 zu einem Ganzen und die Leserin kommt gemeinsam mit Cleo auf die Spur der düsteren Familiengeheimnisse.
Ein tragisches Ereignis ereignete sich seinerzeit im Garten und dieser wird an selbiger Stelle ungefähr in der Mitte des Buches etwas ausführlicher beschrieben, so dass man sich andeutungsweise die exotische Pracht aus Palmen, Schlingpflanzen und Büschen vorstellen kann.
Elizabeth Edmondson:
Die Gärten von Landrake Hall
Wunderlich (Rowohlt Verlag), 2010
Rosina, die Mutter der jungen Modistin Cleo ist durch Heirat Herrin über den grosszügigen alten Landsitz Landrake geworden. Über den alten Gemäuern und der angeheirateten Familie liegen dunkle Schatten. Cleos Stiefvater wird erpresst und ihre Mutter Rosina überredet sie, diesbezüglich diskrete Nachforschungen anzustellen.
Der Roman umfasst knapp 500 Seiten, die sich mehrheitlich mit Ereignissen aus wenigen Tagen füllen. Gleichzeitig fügen sich die Rückblicke in Szenen in das für die Familie Landrake schicksalhafte Jahr 1919 zu einem Ganzen und die Leserin kommt gemeinsam mit Cleo auf die Spur der düsteren Familiengeheimnisse.
Ein tragisches Ereignis ereignete sich seinerzeit im Garten und dieser wird an selbiger Stelle ungefähr in der Mitte des Buches etwas ausführlicher beschrieben, so dass man sich andeutungsweise die exotische Pracht aus Palmen, Schlingpflanzen und Büschen vorstellen kann.
Elizabeth Edmondson:
Die Gärten von Landrake Hall
Wunderlich (Rowohlt Verlag), 2010
7. März 2010
Philosophie lebendiger Gärten
Der Bücherfrühling hat kaum begonnen und schon habe ich bei den bis jetzt gelesenen Titeln ein Buch gefunden, das ich unter „Lieblingsbüchern“ einordnen kann. Meine Begeisterung gilt Gabriella Papes neuester Publikation „Meine Philosophie lebendiger Gärten“, einem Lesebuch das ohne Illustrationen und Fotos auskommt. Auf rund 250 Seiten werden verschiedenste Themen rund um Gartengestaltung und Gartenkultur beleuchtet und im autobiographischen Teil wird auch die leise Neugierde der Leserin und des Lesers nach etwas Klatsch und Tratsch aus der Gartenwelt befriedigt.
Die erfolgreiche Gartendesignerin Pape hat es sich zum Ziel gesetzt, dass der Gartenkultur im deutschen Raum ein ähnlicher Stellenwert zukommt wie in England und in Berlin die Gartenakademie gegründet. Im vorliegenden Buch erzählt sie nun aus ihrer Kinder- und Jugendzeit, in welcher ein älterer Nachbar sie in die Geheimnisse des Gärtnerns eingeweiht hat, von ihrer Ausbildung als Baumschulerin und der Weiterbildung in Kew Garden.
Die Autorin wird nicht müde, immer wieder die Unterschiede zwischen englischen und deutschen Gärtnern zu betonen, wird aber nicht missionarisch. Neben Rückblicken auf ihre bisherigen beruflichen Erfolge, zu welchen die Gestaltung eines Showgartens an der Chelsea Flower Show zählt, gibt es Kapitel zur Vermessung der Gärten, Gedanken zu Farbenspielen und der Schönheit des Zufalls und das Gärtnern wird mit dem Theater verglichen, wo die Darsteller ebenso unterschiedlich sind wie im Garten und es auch Diven wie Pfingstrosen oder Mohn mit pompösen Auftritten gibt, aber eben auch nicht weniger wichtige Nebendarsteller und Statisten.
Falls Sie Gelegenheit dazu haben, blättern Sie während der philosophischen Lektüre doch parallel im farbenprächtigen Band „Gartenverführung“ (siehe meine Buchbesprechung hier) von der gleichen Autorin. Im Kapitel „Der eigene Garten“ können Sie dann gleichzeitig in deren ehemaligem Garten spazieren, einen Blick auf die Gin-Tonic-Terrasse werfen und auch das Huhn Brunhilde antreffen.
Es ist sicher spannend, in zehn, zwanzig oder mehr Jahren zurückzublicken, und versuchen festzustellen, welchen Einfluss in der Veränderung der deutschen Gartenkultur auf Gabriella Pape und die Gartenakademie zurückzuführen ist. Ich persönlich habe jedenfalls grosse Lust, mal wieder nach Berlin zu fahren und in die Gartenakademie reinzuschauen.
Dieses Buch ist ein empfehlenswertes Geschenk für Gartenliebhaber. Und wenn man den Umschlag mit dem sympathischen Foto der Autorin entfernt, kommt ein spezieller, geschmackvoller Bucheinband zum Vorschein.
Gabriella Pape:
Meine Philosophie lebendiger Gärten
Irisiana Verlag, 2010
Die erfolgreiche Gartendesignerin Pape hat es sich zum Ziel gesetzt, dass der Gartenkultur im deutschen Raum ein ähnlicher Stellenwert zukommt wie in England und in Berlin die Gartenakademie gegründet. Im vorliegenden Buch erzählt sie nun aus ihrer Kinder- und Jugendzeit, in welcher ein älterer Nachbar sie in die Geheimnisse des Gärtnerns eingeweiht hat, von ihrer Ausbildung als Baumschulerin und der Weiterbildung in Kew Garden.
Die Autorin wird nicht müde, immer wieder die Unterschiede zwischen englischen und deutschen Gärtnern zu betonen, wird aber nicht missionarisch. Neben Rückblicken auf ihre bisherigen beruflichen Erfolge, zu welchen die Gestaltung eines Showgartens an der Chelsea Flower Show zählt, gibt es Kapitel zur Vermessung der Gärten, Gedanken zu Farbenspielen und der Schönheit des Zufalls und das Gärtnern wird mit dem Theater verglichen, wo die Darsteller ebenso unterschiedlich sind wie im Garten und es auch Diven wie Pfingstrosen oder Mohn mit pompösen Auftritten gibt, aber eben auch nicht weniger wichtige Nebendarsteller und Statisten.
Falls Sie Gelegenheit dazu haben, blättern Sie während der philosophischen Lektüre doch parallel im farbenprächtigen Band „Gartenverführung“ (siehe meine Buchbesprechung hier) von der gleichen Autorin. Im Kapitel „Der eigene Garten“ können Sie dann gleichzeitig in deren ehemaligem Garten spazieren, einen Blick auf die Gin-Tonic-Terrasse werfen und auch das Huhn Brunhilde antreffen.
Es ist sicher spannend, in zehn, zwanzig oder mehr Jahren zurückzublicken, und versuchen festzustellen, welchen Einfluss in der Veränderung der deutschen Gartenkultur auf Gabriella Pape und die Gartenakademie zurückzuführen ist. Ich persönlich habe jedenfalls grosse Lust, mal wieder nach Berlin zu fahren und in die Gartenakademie reinzuschauen.
Dieses Buch ist ein empfehlenswertes Geschenk für Gartenliebhaber. Und wenn man den Umschlag mit dem sympathischen Foto der Autorin entfernt, kommt ein spezieller, geschmackvoller Bucheinband zum Vorschein.
Gabriella Pape:
Meine Philosophie lebendiger Gärten
Irisiana Verlag, 2010
5. März 2010
A Gardener’s Journal
Flora kehrt Seattle den Rücken zu und zieht zurück nach Ashville, North Carolina, in das Haus ihrer Kindheit. Ihre Mutter ist vor zwei Jahren gestorben und die 45jährige Flora vermisst sie immer noch sehr stark. Nachdem Flora ihr Elternhaus wieder bewohnbar gemacht hat, widmet sie sich dem verwilderten und heruntergekommenen Garten. Sie liest die Garten-Journale ihrer Mutter und bringt den Garten wieder zu neuer Blüte.
Flora hat bis anhin ein zurückgezogenes Leben geführt. Nun tritt sobald sie eine neue Blume in den Garten gepflanzt hat, eine Person mit dem gleichen Namen in ihr Leben. Ihre neuen Freundinnen heissen DeCynthia „Bleeding Heart“ Hart, Lily „Lily of the Valley“ White sowie Gloria „Morning Glory“ Moran und Lavenia “Lavender” Labelle.
Im Verlag iUniverse kann jeder seine eigenen Bücher veröffentlichen. Und wie im deutschsprachigen Pendant entspricht die Qualität der Publikationen nicht immer den Druckerzeugnissen aus Verlagen mit Lektorat. Als mühsam empfand ich in diesem Buch vor allem die eingeschobenen Seiten aus dem Gartenjournal von Floras Mutter, da die kleine Schrift nur schwer lesbar ist.
Rhoda R. Williams:
A Gardener’s Journals
iUniverse, 2008
Flora hat bis anhin ein zurückgezogenes Leben geführt. Nun tritt sobald sie eine neue Blume in den Garten gepflanzt hat, eine Person mit dem gleichen Namen in ihr Leben. Ihre neuen Freundinnen heissen DeCynthia „Bleeding Heart“ Hart, Lily „Lily of the Valley“ White sowie Gloria „Morning Glory“ Moran und Lavenia “Lavender” Labelle.
Im Verlag iUniverse kann jeder seine eigenen Bücher veröffentlichen. Und wie im deutschsprachigen Pendant entspricht die Qualität der Publikationen nicht immer den Druckerzeugnissen aus Verlagen mit Lektorat. Als mühsam empfand ich in diesem Buch vor allem die eingeschobenen Seiten aus dem Gartenjournal von Floras Mutter, da die kleine Schrift nur schwer lesbar ist.
Rhoda R. Williams:
A Gardener’s Journals
iUniverse, 2008
1. März 2010
Sommerhaus
Die dreissigjährige Charlotte Wheelwright hat in ihrem Leben schon verschiedenes ausprobiert. Mit einem eigenen Biogarten-Betrieb auf dem Land angrenzend an das Sommerhaus ihrer Grossmutter Nona scheint sie endlich das richtige für sich gefunden zu haben. Die Arbeit ist streng, aber befriedigend. Der sich abzeichnende Erfolg weckt aber Neid und Missgunst unter ihren Angehörigen. Diese befürchten, dass Charlotte von der neunzigjährigen Grossmutter im Testament bevorzugt behandelt werden könnte, war sie doch im geheimen schon immer deren Lieblingsenkelin.
Der Roman erzählt hauptsächlich davon, wie die Familien von Nonas Sohn und Tochter samt Enkeln und Urenkeln den Sommer auf der Insel Nantucket verbringen – aus der Sicht von Nona, der Schwiegertochter Helen und der Enkelin Charlotte. Auch in einer Bankierfamilie läuft nicht immer alles rund. Der Schwierigkeiten sind da beispielsweise ein alkoholkranker Sohn mit einer schwangeren Frau, von der bis anhin niemand etwas gewusst hat, ein Geheimnis aus dem 2. Weltkrieg, das Schatten bis in die Gegenwart wirft und die Ehe von Nonas Sohn scheint am Ende zu sein.
Das Gärtnerische ist in der Geschichte eher „Beigemüse“. Von Nancy Thayer gibt es einen schon älteren Roman mit dem Titel „Everlasting“, der in den 60er-/70er Jahren des letzten Jahrhunderts spielt. Darin wird Catherine von ihren reichen Eltern nicht mehr unterstützt, weil sie nicht aufs College gehen will. Sie findet schliesslich Arbeit in einem Blumenladen, den sie später dank ihren Ideen und einer Erpressung (!) übernehmen kann. Dieses Buch ist auf Deutsch unter dem Titel „Orchideenträume“ erschienen und nur noch antiquarisch erhältlich.
Nancy Thayer:
Summer House
Ballantine Books, 2009
Der Roman erzählt hauptsächlich davon, wie die Familien von Nonas Sohn und Tochter samt Enkeln und Urenkeln den Sommer auf der Insel Nantucket verbringen – aus der Sicht von Nona, der Schwiegertochter Helen und der Enkelin Charlotte. Auch in einer Bankierfamilie läuft nicht immer alles rund. Der Schwierigkeiten sind da beispielsweise ein alkoholkranker Sohn mit einer schwangeren Frau, von der bis anhin niemand etwas gewusst hat, ein Geheimnis aus dem 2. Weltkrieg, das Schatten bis in die Gegenwart wirft und die Ehe von Nonas Sohn scheint am Ende zu sein.
Das Gärtnerische ist in der Geschichte eher „Beigemüse“. Von Nancy Thayer gibt es einen schon älteren Roman mit dem Titel „Everlasting“, der in den 60er-/70er Jahren des letzten Jahrhunderts spielt. Darin wird Catherine von ihren reichen Eltern nicht mehr unterstützt, weil sie nicht aufs College gehen will. Sie findet schliesslich Arbeit in einem Blumenladen, den sie später dank ihren Ideen und einer Erpressung (!) übernehmen kann. Dieses Buch ist auf Deutsch unter dem Titel „Orchideenträume“ erschienen und nur noch antiquarisch erhältlich.
Nancy Thayer:
Summer House
Ballantine Books, 2009
26. Februar 2010
Beschränkt empfehlenswert
Als Viel-Leserin passiert es mir natürlich immer mal wieder, dass ich mich in Bücher vertiefe, mit denen ich wenig bis gar nichts anfangen kann. Während der wenig erfreulichen Lektüre überlege ich dann jeweils, was wohl anderen gerade an diesem Buch so gefallen hat, so dass ich aufgrund einer Buchvorstellung oder Empfehlung den Eindruck bekam, genau diesen Titel unbedingt lesen zu müssen.
In diese Kategorie gehört beispielsweise „Die Beschiessung des Botanischen Gartens“ von Donald Antrim. Bürgermeister Kunkel hat eine Rakete in den Botanischen Garten gefeuert und wird daraufhin einem mittelalterlichen Strafritual unterzogen. Damit ist das Gärtnerische bis auf eine kurze Erwähnung eines japanischen Gartens abgehandelt. Die Erzählung handelt von einem psychopathischen Lehrer und den Folgen eines Nachbarschaftskrieges nach dem Amoklauf des Bürgermeisters.
Gemäss der „Washington Post“ braucht man die richtige Einstellung und Ronald Firbanks Geschichten sind die amüsantesten Romane der Welt. Diese Voraussetzung scheint mir zu fehlen, denn auch mit dessen Buch „Die Blume unter dem Fusse“ konnte ich nicht viel anfangen. Zitat aus der Verlagsinfo: Firbank (1886 - 1926) schildert eine von Damen reiferen Alters dominierte Welt, in der den Männern nur eine untergeordnete Rolle zukommt, soweit sie nicht den amphorenhaften Reiz der Blumenjungen Bachir oder Effendi-Schatz zu entfalten in der Lage sind.
Für ein abschliessendes Urteil zum Krimi „Die Schattenrose“ von Michael Molsner muss ich noch die letzten fünfzig Seiten lesen – falls ich die noch schaffe. Während der Lektüre hatte ich mehr als eine Durststrecke zu überwinden und dadurch den roten Faden verloren. Zum Inhalt: Zwischen einer indischen Sekte mit dem Namen „Lotos-Propheten“ und dem ermordeten Finanzberater Max Baucker besteht eine Verbindung. Und Hauptkommissar Karl Borowiks neue Freundin stammt ausgerechnet auch aus diesem Umfeld.
Heute wurden meine Erwartungen in anderer Hinsicht enttäuscht. Die beiden hübsch illustrierten Büchlein „Gartenglück“ von Elsemarie Maletzke und „Heckengeflüster“ von Rose Blight/Germaine Greer aus dem Schöffling Verlag habe ich mir nun nicht ganz so winzig vorgestellt. Die Grösse entspricht in etwa den Titeln aus dem Manesse oder jenen aus dem Reclam Verlag. Vielleicht sollte ich mir vor einer Buchbestellung jeweils die Masse anschauen... Nun hoffe ich, dass wenigstens der Inhalt hält was ich mir verspreche. Die Mini-Grösse hat immerhin den Vorteil, dass die Bücher weniger Platz auf dem Büchergestell beanspruchen.
Donald Antrim:
Die Beschiessung des Botanischen Gartens
Edition Epoca, 1999
Ronald Firbank:
Die Blume unter dem Fusse
Männerschwarm Verlag, 2008
Michael Molsner:
Die Schattenrose
Verlag der Criminale, 2000
In diese Kategorie gehört beispielsweise „Die Beschiessung des Botanischen Gartens“ von Donald Antrim. Bürgermeister Kunkel hat eine Rakete in den Botanischen Garten gefeuert und wird daraufhin einem mittelalterlichen Strafritual unterzogen. Damit ist das Gärtnerische bis auf eine kurze Erwähnung eines japanischen Gartens abgehandelt. Die Erzählung handelt von einem psychopathischen Lehrer und den Folgen eines Nachbarschaftskrieges nach dem Amoklauf des Bürgermeisters.
Gemäss der „Washington Post“ braucht man die richtige Einstellung und Ronald Firbanks Geschichten sind die amüsantesten Romane der Welt. Diese Voraussetzung scheint mir zu fehlen, denn auch mit dessen Buch „Die Blume unter dem Fusse“ konnte ich nicht viel anfangen. Zitat aus der Verlagsinfo: Firbank (1886 - 1926) schildert eine von Damen reiferen Alters dominierte Welt, in der den Männern nur eine untergeordnete Rolle zukommt, soweit sie nicht den amphorenhaften Reiz der Blumenjungen Bachir oder Effendi-Schatz zu entfalten in der Lage sind.
Für ein abschliessendes Urteil zum Krimi „Die Schattenrose“ von Michael Molsner muss ich noch die letzten fünfzig Seiten lesen – falls ich die noch schaffe. Während der Lektüre hatte ich mehr als eine Durststrecke zu überwinden und dadurch den roten Faden verloren. Zum Inhalt: Zwischen einer indischen Sekte mit dem Namen „Lotos-Propheten“ und dem ermordeten Finanzberater Max Baucker besteht eine Verbindung. Und Hauptkommissar Karl Borowiks neue Freundin stammt ausgerechnet auch aus diesem Umfeld.
Heute wurden meine Erwartungen in anderer Hinsicht enttäuscht. Die beiden hübsch illustrierten Büchlein „Gartenglück“ von Elsemarie Maletzke und „Heckengeflüster“ von Rose Blight/Germaine Greer aus dem Schöffling Verlag habe ich mir nun nicht ganz so winzig vorgestellt. Die Grösse entspricht in etwa den Titeln aus dem Manesse oder jenen aus dem Reclam Verlag. Vielleicht sollte ich mir vor einer Buchbestellung jeweils die Masse anschauen... Nun hoffe ich, dass wenigstens der Inhalt hält was ich mir verspreche. Die Mini-Grösse hat immerhin den Vorteil, dass die Bücher weniger Platz auf dem Büchergestell beanspruchen.
Donald Antrim:
Die Beschiessung des Botanischen Gartens
Edition Epoca, 1999
Ronald Firbank:
Die Blume unter dem Fusse
Männerschwarm Verlag, 2008
Michael Molsner:
Die Schattenrose
Verlag der Criminale, 2000
22. Februar 2010
Dreimal „H“
Mein kritischer, negativer Beitrag über gärtnernde Hobbyautoren hat zu interessanten Rückmeldungen geführt, auch zu solchen, die sich vehement für Sandra Sternberg eingesetzt haben. Das machte mich natürlich noch neugieriger auf deren im gleichen Artikel nur kurz erwähnte Publikation „Haus, Hof, Hühner - Heiteres aus dem Leben einer frisch gebackenen Haus- und Gartenbesitzerin“. Mit diesem Büchlein reiht sich Sandra Sternberg in eine immer grösser werdende Reihe von schreibenden Hobbygärtnern ein, die im Eigenverlag oder bei BOD ihre Erlebnisse veröffentlichen. Diese Erzählung hebt sich aber wohltuend ab, da sie tatsächlich amüsant geschrieben und die Leserin während der Lektüre immer wieder mal laut lachen lässt. Zu den orthographischen Schwachstellen möchte ich mich hier nicht weiter äussern, da sich die Autorin sowieso schon selber darüber ärgert. Ausserdem lässt einem der lockere Schreibstil grosszügig darüber hinwegsehen. Schade, dass das Büchlein so rasch gelesen ist, aber vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung?
Die Thermokomposter-Geschichte ist an anderen Stellen im Internet detailliert nachzulesen. In verschiedenen anderen Episoden erkenne ich mich wieder und einiges haben wir ähnlich erlebt.
Im Kapitel „Die Hecke wird geliefert – oder was fang ich jetzt damit an?“ erhält die Autorin per Post die erste Teilsendung (meint sie) der bestellten Pflanzen für die geplante gemischte grüne Wand. Während dem Öffnen des Pakets rätselt sie, welches Grünzeug wohl drin ist und wie sich das für den Lieferanten rechnet, wenn er alle Pflanzen einzeln verschickt, aber das Porto nur einmal dem Kunden weiterbelastet. Nun, Sie werden es schon erraten haben – alle georderten Pflänzchen waren kunstgerecht im Karton von 160 cm mal 30 cm untergebracht.
Wir hatten vor bald fünfzehn Jahren ein ähnliches Erlebnis. Unsere geplante Hainbuchenhecke hatten wir etwas spät im Frühjahr beim Gärtner bestellt und einpflanzen lassen. Als ich am Abend der geplanten Pflanzaktion von der Arbeit nach Hause kam (es war noch hell), dachte ich noch „Hatte der Gärtner doch keine Zeit, die Hecke wie versprochen einzugraben“. Etwas später stand ich im oberen Stockwerk am Fenster und schaute auf unsere Parzelle herunter. Da erblickte ich entlang der Grundstückgrenze eine Reihe kleiner Stecken. Beim Betrachten der Angelegenheit aus nächster Nähe entpuppten sich die mickrigen Stöckchen als das, was einmal eine dichte Hainbuchenhecke werden sollte. Wie wir nach dem Wochenende erfuhren, hatte der Gärtner die bestellte Pflanzengrösse nicht mehr auftreiben können und ohne uns zu informieren kleinere Exemplare verwendet. Zunächst wollten wir das Ganze aus Wut und Enttäuschung wieder rausreissen lassen, haben uns dann aber mit einer Preisreduktion begnügt. Wir konnten uns ja nicht vorstellen, wie schnell es gehen sollte bis die Hecke blickdicht war und heute wären wir nicht unglücklich, wenn sich das ungebremste Wachstum etwas eindämmen liesse …
Den Abschluss des Büchleins bildet ein Kapitel aus der Sicht des leidgeplagten Ehemannes – nicht weniger humorvoll als die Texte der Gattin.
Sandra Sternberg:
Haus, Hof, Hühner – Heiteres aus dem Leben einer frisch gebackenen Haus- und Gartenbesitzerin
Hinstorff Verlag, 2009
Die Thermokomposter-Geschichte ist an anderen Stellen im Internet detailliert nachzulesen. In verschiedenen anderen Episoden erkenne ich mich wieder und einiges haben wir ähnlich erlebt.
Im Kapitel „Die Hecke wird geliefert – oder was fang ich jetzt damit an?“ erhält die Autorin per Post die erste Teilsendung (meint sie) der bestellten Pflanzen für die geplante gemischte grüne Wand. Während dem Öffnen des Pakets rätselt sie, welches Grünzeug wohl drin ist und wie sich das für den Lieferanten rechnet, wenn er alle Pflanzen einzeln verschickt, aber das Porto nur einmal dem Kunden weiterbelastet. Nun, Sie werden es schon erraten haben – alle georderten Pflänzchen waren kunstgerecht im Karton von 160 cm mal 30 cm untergebracht.
Wir hatten vor bald fünfzehn Jahren ein ähnliches Erlebnis. Unsere geplante Hainbuchenhecke hatten wir etwas spät im Frühjahr beim Gärtner bestellt und einpflanzen lassen. Als ich am Abend der geplanten Pflanzaktion von der Arbeit nach Hause kam (es war noch hell), dachte ich noch „Hatte der Gärtner doch keine Zeit, die Hecke wie versprochen einzugraben“. Etwas später stand ich im oberen Stockwerk am Fenster und schaute auf unsere Parzelle herunter. Da erblickte ich entlang der Grundstückgrenze eine Reihe kleiner Stecken. Beim Betrachten der Angelegenheit aus nächster Nähe entpuppten sich die mickrigen Stöckchen als das, was einmal eine dichte Hainbuchenhecke werden sollte. Wie wir nach dem Wochenende erfuhren, hatte der Gärtner die bestellte Pflanzengrösse nicht mehr auftreiben können und ohne uns zu informieren kleinere Exemplare verwendet. Zunächst wollten wir das Ganze aus Wut und Enttäuschung wieder rausreissen lassen, haben uns dann aber mit einer Preisreduktion begnügt. Wir konnten uns ja nicht vorstellen, wie schnell es gehen sollte bis die Hecke blickdicht war und heute wären wir nicht unglücklich, wenn sich das ungebremste Wachstum etwas eindämmen liesse …
Den Abschluss des Büchleins bildet ein Kapitel aus der Sicht des leidgeplagten Ehemannes – nicht weniger humorvoll als die Texte der Gattin.
Sandra Sternberg:
Haus, Hof, Hühner – Heiteres aus dem Leben einer frisch gebackenen Haus- und Gartenbesitzerin
Hinstorff Verlag, 2009
19. Februar 2010
Lesend einen Blick hinter die Kulissen werfen
Hier im Sofagarten habe ich vor ein paar Wochen über die schreibenden britischen Fernsehgärtner Alan Titchmarsh und Monty Don berichtet. Bereits im letzten Frühling hat der Moderator Hellmuth Henneberg, der im rbb-Fernsehen seit über zehn Jahren durch die Fernsehsendung „Gartenzeit“ führt, ein Buch veröffentlicht. Dieser reich bebilderte Band erlaubt ebenfalls einen Blick hinter die Kulissen einer Gartensendung und lässt einen an den nicht immer spannenden Dreharbeiten teilnehmen.
Der Leser und die Leserin erfährt (etwas erstaunt), dass dem Moderator, der keine gärtnerische Ausbildung mitbringt, etliche Handgriffe und Tätigkeiten, die er vor der Kamera erklärt, jeweils vor der Aufnahme erst von einem Fachmann erklärt und gezeigt werden müssen. Die Buchkapitel sind denn auch so gegliedert, dass nachdem der Fernsehgärtner aus dem Nähkästchen geplaudert hat, jeweils ein ausführlicher zum Thema passender Tipp von Britta Wulf folgt.
Die Hintergrundgeschichten sind sehr amüsant zu lesen und entbehren auch nicht einer gewissen Ironie. Das Standard-Tenue des Gartenzeit-Moderators besteht aus kariertem Hemd und Weste. So erkundigte sich eine Zuschauerin nach einem Spendenkonto, auf welches sie zweckgebunden einen Beitrag zur Anschaffung einer neuen Hose und eines neuen Hemdes überweisen wollte, da ihr die Kleidung ziemlich langweilig erschien. Im Kapitel „Mit Hemd und Weste“ werden sie und alle anderen Zuschauerinnen und Zuschauer dahingehend beruhigt, dass das Fernsehbudget durchaus die Anschaffung von Ersatzkleidern erlaubt und auch die Westen variieren.
Weitere Kapitel heissen da „Gärtnern und Gärtnern fürs Fernsehen sind nicht das Gleiche“, „Auf einem literarischen Trampelpfad zu Tagore und Ringelnatz“ oder „Warum Pflanzen nicht tun, was sie sollen“ und „Haben Sie eigentlich selbst einen Garten?“ und andere mehr.
Falls Sie die vom Autor moderierte Gartensendung (auch) nicht kennen – „Schöne grüne Grüsse“ ist der obligate Schlussatz der Fernsehproduktion.
Hellmuth Henneberg und Britta Wulf:
Schöne grüne Grüsse – Ein Gartenzeit-Buch
Hinstorff Verlag, 2009
Der Leser und die Leserin erfährt (etwas erstaunt), dass dem Moderator, der keine gärtnerische Ausbildung mitbringt, etliche Handgriffe und Tätigkeiten, die er vor der Kamera erklärt, jeweils vor der Aufnahme erst von einem Fachmann erklärt und gezeigt werden müssen. Die Buchkapitel sind denn auch so gegliedert, dass nachdem der Fernsehgärtner aus dem Nähkästchen geplaudert hat, jeweils ein ausführlicher zum Thema passender Tipp von Britta Wulf folgt.
Die Hintergrundgeschichten sind sehr amüsant zu lesen und entbehren auch nicht einer gewissen Ironie. Das Standard-Tenue des Gartenzeit-Moderators besteht aus kariertem Hemd und Weste. So erkundigte sich eine Zuschauerin nach einem Spendenkonto, auf welches sie zweckgebunden einen Beitrag zur Anschaffung einer neuen Hose und eines neuen Hemdes überweisen wollte, da ihr die Kleidung ziemlich langweilig erschien. Im Kapitel „Mit Hemd und Weste“ werden sie und alle anderen Zuschauerinnen und Zuschauer dahingehend beruhigt, dass das Fernsehbudget durchaus die Anschaffung von Ersatzkleidern erlaubt und auch die Westen variieren.
Weitere Kapitel heissen da „Gärtnern und Gärtnern fürs Fernsehen sind nicht das Gleiche“, „Auf einem literarischen Trampelpfad zu Tagore und Ringelnatz“ oder „Warum Pflanzen nicht tun, was sie sollen“ und „Haben Sie eigentlich selbst einen Garten?“ und andere mehr.
Falls Sie die vom Autor moderierte Gartensendung (auch) nicht kennen – „Schöne grüne Grüsse“ ist der obligate Schlussatz der Fernsehproduktion.
Hellmuth Henneberg und Britta Wulf:
Schöne grüne Grüsse – Ein Gartenzeit-Buch
Hinstorff Verlag, 2009
15. Februar 2010
Tangled Roots
Adam Chandler wird angeklagt, seinen Freund Shane Pettigrew ermordet zu haben und wird in Untersuchungshaft gesteckt. Seine Schwägerin und Rechtsanwältin Nan Robinson eilt sofort nach Floritas in Kalifornien, um ihrer schwangeren Schwester Julie beizustehen.
Nan findet heraus, dass Adam vor Wochenfrist durch einen anonymen Brief erfahren hat, dass ihn seine Frau mit Shane betrogen hat und die Ehe ihrer Schwester nicht so perfekt ist, wie sie immer geglaubt hat. Ist Nans Schwager wirklich ein Mörder?
Adam und Julie sind im Blumengeschäft tätig. In Floritas soll ein riesiger Freizeitpark entstehen, der grosse Landreserven benötigt. Wer profitiert am meisten von Shanes Tod? Es bleibt nicht bei einem Mord und bevor der Täter überführt werden kann, kommt auch Nan in höchste Gefahr.
Meines Wissens ist dies das einzige Buch von Taffy Cannon, das den Garden Mysteries zugeordnet werden kann. Die Autorin hat aber Ende der 90er Jahre nach dem plötzlichen Tod der Gartenkrimi-Schriftstellerin und Freundin Rebecca Rothenberg (1948 – 1998) deren Manuskript “The Tumbleweed Murders“ fertiggestellt und veröffentlicht.
Taffy Cannon:
Tangled Roots
Fawcett Crest, 1995
Nan findet heraus, dass Adam vor Wochenfrist durch einen anonymen Brief erfahren hat, dass ihn seine Frau mit Shane betrogen hat und die Ehe ihrer Schwester nicht so perfekt ist, wie sie immer geglaubt hat. Ist Nans Schwager wirklich ein Mörder?
Adam und Julie sind im Blumengeschäft tätig. In Floritas soll ein riesiger Freizeitpark entstehen, der grosse Landreserven benötigt. Wer profitiert am meisten von Shanes Tod? Es bleibt nicht bei einem Mord und bevor der Täter überführt werden kann, kommt auch Nan in höchste Gefahr.
Meines Wissens ist dies das einzige Buch von Taffy Cannon, das den Garden Mysteries zugeordnet werden kann. Die Autorin hat aber Ende der 90er Jahre nach dem plötzlichen Tod der Gartenkrimi-Schriftstellerin und Freundin Rebecca Rothenberg (1948 – 1998) deren Manuskript “The Tumbleweed Murders“ fertiggestellt und veröffentlicht.
Taffy Cannon:
Tangled Roots
Fawcett Crest, 1995
12. Februar 2010
Der schwarze Karfunkel - Tulpenfieber
In Amsterdam, im Jahr 1625, also mitten im Tulpenfieber, spielt das Jugendbuch von Wieland Freund. Die Hauptrolle spielen der zwölfjährige Bäckerssohn Luuk und der Musketier Armand Philippe d’Ennery. In einem Zeitraum von rund zwei Tagen spielt sich eine atemraubende Suche nach einer Tulpenzwiebel mit dem Namen „Semper Idem“ ab.
Auf einer Brücke erweckt ein schlanker Mann mit breiten Schultern, Stulpenstiefeln, Federhut und einem kostbar verzierten Degen die Aufmerksamkeit von Luuk. Der im Degenknauf eingelassene schwarze Stein hat die gleiche Form wie eine Narbe am Unterarm des Jungen. Doch der Musketier interessiert sich nicht für diese Ähnlichkeit. Er schreitet rasch weiter und Luuk verfolgt den eleganten Mann und beobachtet ihn heimlich. Bei einer Schlägerei in einer Kneipe ist Luuk dem Musketier behilflich und erfährt schliesslich von diesem den Grund für seinen Aufenthalt in Amsterdam. D’Ennery zeigt dem Jungen ein Papier, auf dem eine Blume mit dreifarbigem Blütenkelch abgebildet ist, eine Semper Idem. Diese Tulpe muss er unbedingt auftreiben, um sie raschmöglichst an den französischen Königshof zu bringen. Da Luuk den Maler der Zeichnung kennt, kann er den Musketier zu ihm führen und schon steckt er gemeinsam mit dem Musketier in einer abenteuerlichen Suche nach der Tulpe …
Spannende Geschichte, in welcher der Leser nebenbei einiges über Holland im 17. Jahrhundert allgemein und das Tulpenfieber speziell erfährt.
Wieland Frieder:
Der schwarze Garfunkel - Tulpenfieber
Beltz & Gelberg, 2009
Auf einer Brücke erweckt ein schlanker Mann mit breiten Schultern, Stulpenstiefeln, Federhut und einem kostbar verzierten Degen die Aufmerksamkeit von Luuk. Der im Degenknauf eingelassene schwarze Stein hat die gleiche Form wie eine Narbe am Unterarm des Jungen. Doch der Musketier interessiert sich nicht für diese Ähnlichkeit. Er schreitet rasch weiter und Luuk verfolgt den eleganten Mann und beobachtet ihn heimlich. Bei einer Schlägerei in einer Kneipe ist Luuk dem Musketier behilflich und erfährt schliesslich von diesem den Grund für seinen Aufenthalt in Amsterdam. D’Ennery zeigt dem Jungen ein Papier, auf dem eine Blume mit dreifarbigem Blütenkelch abgebildet ist, eine Semper Idem. Diese Tulpe muss er unbedingt auftreiben, um sie raschmöglichst an den französischen Königshof zu bringen. Da Luuk den Maler der Zeichnung kennt, kann er den Musketier zu ihm führen und schon steckt er gemeinsam mit dem Musketier in einer abenteuerlichen Suche nach der Tulpe …
Spannende Geschichte, in welcher der Leser nebenbei einiges über Holland im 17. Jahrhundert allgemein und das Tulpenfieber speziell erfährt.
Wieland Frieder:
Der schwarze Garfunkel - Tulpenfieber
Beltz & Gelberg, 2009
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